Kleider leuchten digital Schweizer Firma stickt LEDs

Der St. Galler Traditionsbetrieb Forster Rohner integriert LED-Licht in Stoffe und Textilien. Eine weltweit einmalige Innovation.

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Forster Rohner ist ein Unternehmen mit hundertjähriger Tradition. Heute fertigt der Betrieb hochwertige Stoffe für Modeunternehmen wie Dior, Louis Vuitton oder Victoria’s Secret.

Vor sechs Jahren gründeten die St. Galler die Abteilung Textile Innovations, um neben der traditionellen Stickerei ein weiteres Standbein aufzubauen. Forster Rohner integriert etwa Sensoren oder Heizfäden in textile Strukturen für die Anwendung in Medizin- oder Sicherheitstechnik.

2009 hat sich das Familienunternehmen erstmals ans Thema Licht gewagt. Für die Green Expo in ­Kopenhagen entstand ein Kleid mit Hunderten kleiner LED. «Damit erreichten wir weltweit Aufmerksamkeit», erinnert sich Jan Zimmermann, Leiter der neuen ­Abteilung. Doch der unter Zeitdruck fertiggestellte Prototyp war ungeeignet für die Serienproduktion. Die Textilprofis fingen noch mal von vorne an. «LED sind technisch eigentlich simpel. Die Schwierigkeit ist, sie langlebig mit der Welt der Stoffe zusammenzubringen», sagt Zimmermann.

Textilien müssen waschbar und flexibel sein. Und sich, wenn es sich um Kleider handelt, beim Tragen auch noch gut anfühlen. Drei Jahre dauerte die Weiterentwicklung. Seit letztem Jahr ist die «e-broidery» genannte Technik bereit für die industrielle Nutzung. Die speziell verpackten LEDs werden auf Stoffe gestickt und mit leitenden Garnen verbunden – auch das sind eigene Entwicklungen.

Für einige Projekte hat Forster Rohner «e-broidery» schon nutzen können. Etwa für die im Laden erhält­lichen LED-Vorhänge von Création Baumann. Für die Corsage Lumineux der exklusiven Lingerie-Marke ­Valisère. Oder für eine Prêt-à-Porter-Kollektion von Akris. Die schwarzen Kleider mit leuchtenden Sternen sind übrigens nicht nur für den Laufsteg gedacht, sondern werden auch getragen, am Opernball in Wien beispielsweise.

Viel Aufsehen hat auch das digitale T-Shirt von Ballantine’s erregt. Vielleicht kommen solche Shirts mit 1000 LEDs schon bald auf den Markt. Bei genügend grosser Stückzahl sind Preise zwischen 500 bis 1000 Franken realistisch.«Das Interesse an den leuchtenden Stoffen ist gigantisch», sagt Jan Zimmermann. Er verspricht, dass schon dieses Jahr weitere Produkte mit LED-Stickereien aus der Schweiz Premiere feiern werden.

Publiziert am 24.02.2015 | Aktualisiert am 24.02.2015
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1 Kommentare
  • Roland  Portmann 24.02.2015
    Sensationell!! Weiter so. Hoffentlich hat sich Forster Rohner diese Idee Technik international patentieren lassen - denn war es in der Vergangenheit nicht schon oft so: Tolle Erfindungen "aud dem Hause Schweiz" - und dann waren die anderen doch wieder schneller! weil die Schweizer oftmals Chancen ver-schlafen!