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Facebook krankt bisher an einem wichtigen Punkt. Die Suche, egal ob nach Personen oder Inhalten, ist unübersichtlich und liefert unbefriedigende Resultate. Ende 2008 versuchte Facebook mit einem grossen Zukauf, einen Schritt zur Lösung des Problems zu machen: 500 Millionen Dollar bot das Netzwerk für den Kurznachrichtendienst Twitter – doch der lehnte ab.
Jetzt schlägt Facebook zurück. Fast zum Schnäppchenpreis von «nur» 50 Millionen Dollar kauft das grösste Online-Netzwerk (250 Millionen Nutzer weltweit) den Twitter-Konkurrenten FriendFeed. FriendFeed, gegründet von vier ehemaligen Google-Mitarbeitern, ist ein sogenannter Lifestreaming-Dienst in dem man die Aktivitäten von seinem Blog, Twitter, Fotoalbum oder Facebook-Profil zusammenführen kann. Die Idee ist, dass Nutzer ihre Online-Aktivitäten an einem Ort sichtbar machen und gleichzeitig miteinander kommunizieren können.
Zusätzlich zum Kauf von FriendFeed hat Facebook seine eigenes Angebot aufgestockt. Die neue Suche erlaubt den Zugriff auf alle Inhalte, die in den letzten 30 Tagen von Freunden veröffentlicht wurden. Wer bei Facebook einen Suchbegriff eingibt, soll eine Art Live-Suche in Gang setzen. Und der angekündigte «Lite»-Modus, eine abgespeckte Version von Facebook, bewegt sich ganz klar in Richtung Twitter.
Über verschiedene Filter lässt sich die Suche auf verschiedene Kategorien wie zum Beispiel nur die Nachrichten von Freunden einschränken. Zudem durchsucht Facebook auch das gesamte Internet – die Suchresultate stammen dabei von Microsofts neuer Suchmaschine Bing. In unserem Test (siehe Diashow) funktionierte das allerdings noch nicht einwandfrei.