iPad Ist der neue «Apfel» was für mich?

Langersehnt, nun ist es endlich da: das iPad. Blick.ch beantwortet die fünf wichtigsten Fragen zum neuen Apple-Star.

  • Publiziert: 06.04.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Lorenz Keller

Was kann das iPad?
Das Apple-Tablet ist ein Minicomputer zum Surfen, Mailen, Videos-Schauen, Gamen und E-Books-Lesen. Speziell fürs iPad werden, wie beim iPhone, Zehntausende Zusatz-Anwendungen entwickelt – einige gratis, andere kostenpflichtig. Zum Start sind rund 1000 Apps erhältlich – auch alle rund 150 000 iPhone-Programme lassen sich abspielen.

Was ist daran neu?
Die einzelnen Features sind nicht neu, es gibt auch schon länger Tablet-PC-Projekte. Doch Apple hat es erstmals geschafft, alle Multimedia-Funktionen perfekt zu kombinieren. In ein Gerät, das extrem einfach zu bedienen ist. Damit ist der Weg frei für den Massenmarkt. Kein Wunder also, hat der Computer-Multi am Wochenende schon 700 000 iPads verkauft.

Für wen ist das iPad gemacht?
Erstaunlicherweise für ganz unterschiedliche Zielgruppen: Der Touchscreen ist etwa für Senioren deutlich einfacher zu bedienen als ein Computer über Maus und Tastatur. Wer viel unterwegs ist, kann in Zukunft auf Laptop, E-Book-Reader und/ oder die portable Gamekonsole verzichten. Aber auch als Surfstation für zu Hause taugt das iPad.

Wie und wann kommt das Apple-Tablet in die Schweiz?
Details gibt Apple wohl erst nächste Woche bekannt. Verkaufsstart ist Ende April (gerüchteweise der 24. April), der Preis dürfte bei rund 650 Franken für die Einsteigerversion mit 16 GB Speicher liegen, die sich nur über WLAN ins Internet einwählt. Die Version 3G, mit der man auch übers Mobilfunknetz surfen kann, kostet rund 130 Franken mehr.

Und wenn man nicht mehr bis Ende April zuwarten will?
Dann muss man entweder in die USA reisen und vor Ort zugreifen. Oder benutzt einen Einkaufsservice wie Dollarpig (www.dollarpig.de). Dank des tiefen Dollarkurses kommt einen das trotz Zoll und Kurierkosten nicht viel teurer zu stehen – und man gehört zu den iPad-Pionieren der Schweiz.

«Das iPad ist ein Meilenstein Richtung Casual Computing»

Marc Walder (44), CEO Ringier Schweiz, erklärt, warum das Apple-Tablet für die Medienbranche wichtig ist und warum sich die Leser darauf freuen dürfen.

Blick: Nicht nur die Apple-Fans, sondern auch die ganze Medienbranche erwartet das iPad mit Spannung. Warum?
Marc Walder: Das iPad ist ein weiterer Meilenstein: Denn Casual Computing ist Trend, Lifestyle und Statussymbol. Apple kombiniert beim iPad multimediale Nutzung mit kinderleichter Bedienung.

Weshalb dieser grosse Hype gerade beim iPad?
In erster Linie, weil ein Apfel auf dem Gerät drauf ist. Apple ist sexy. Apple ist Symbol für coole, simple und unendlich vielseitige Arten der Kommunikation, Information und Unterhaltung. Die Marke Apple ist inhaltlich perfekt aufgeladen und hat viele Fans.

Wird das Gerät die Gewohnheiten der Leser verändern?
Ja. Das iPad wird die Art zu lesen, zu surfen oder zu kommunizieren nochmals auf eine neue Ebene bringen. Die Verschmelzung aller bisherigen Nutzungsmöglichkeiten in einem Gerät, sozusagen die ganze Welt auf einem kleinen Tablet. Und dieses Tablet wird überall dabei sein: im Büro, im Zug, im Wohnzimmer, in der Küche und im Schlafzimmer. Genau das meint der Begriff Casual Computing.

Was dürfen die Medienkonsumenten überhaupt Neues erwarten?
Alles, was sie bisher gerne gemacht haben, aber mit verschiedenen Endgeräten, werden sie nun auf einem einzigen iPad tun können.

Hat das iPad auch Nachteile für ein Medienhaus?
In allererster Linie einer: Den Kontakt zum Endkunden hat Apple. Und nicht das Medienhaus.

Wann kann man den BLICK auf dem iPad lesen?
Blick.ch und die bestehende BLICK-iPhone-Anwendung sind ja auch auf dem iPad nutzbar. Die Blick-Gruppe wird zudem noch vor der Fussball-WM eine spezielle iPad-Applikation vollgepackt mit vielen Überraschungen lancieren.
Interview: Lorenz Keller
play Hat plötzlich gaaanz viele Freunde: Dan Krüsi (25) ist der erste Schweizer, der ein iPad besitzt. (Thomas Benkö)

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