Intelligente Lampen Den Leuchten geht ein Licht auf

Lampen erhellen Städte intelligent und flexibel. In Zukunft wird die Strassenlaterne sogar zum Datenübermittler.

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Datenstrom In der Stadt der Zukunft übermittelt Licht Informationen.

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Beleuchtung gibt es überall. Nicht nur in Gebäuden, sondern auch auf den Strassen. Und dieses Licht könnte eines der Probleme der Zukunft lösen: wie man alle Geräte miteinander verbindet. Netzwerkausrüster Cisco schätzt nämlich, dass 2020 50 Milliarden smarte Geräte im Einsatz sein werden. Vom Kühlschrank übers Smartphone bis zum Auto. LEDs könnten einen Teil dieser Aufgaben übernehmen. Denn sogenannte LiFi-Netze (Light Fidelity) haben die Fähigkeit, Daten zu übertragen.

 Die Lampen pulsieren dazu im Hochfrequenzbereich, was für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist. Eine LED-Deckenlampe könnte also das Wohnzimmer mit Internet versorgen. Forscher des Fraun­hofer-Instituts für Nachrichtentechnik erreichen schon heute auf fünf Meter die gleichen Kapazitäten wie mit aktuellem WLAN.

Wie bei Infrarot klappt die Ver­bindung aber nur auf Sichtweite. Das ist bei vielen Anwendungen ein Nachteil, manchmal aber auch gewünscht. So sollen Strassenlaternen in Zukunft Stau-Infos an jene Autos weitergeben, die eine bestimmte Strasse entlangfahren. Oder die Schaufensterbeleuchtung flackert Passanten einen Gutschein aufs Smartphone. Das alles ist bislang noch Zukunftsmusik.

Doch schon heute werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, indem ganze Lichtsysteme auf LED umgestellt und zusammengehängt werden. Besonders aktiv ist Philips in diesem Bereich . Die Holländer ­bieten mit «CityTouch» ein Beleuchtungsmanagement an, das jede Strassenlaterne genau steuert und überwacht. Je nach Jahreszeit, Verkehrsdichte oder Wetter wird die Lichtstärke angepasst.

Die Inves­titionen lohnen sich: Städte wie Bue­nos Aires sparen damit bis zu 70 Prozent der Energiekosten. Ein anderes Philips-Projekt nimmt sich Parkhäusern an. Das kabellose Beleuchtungssystem erkennt dank Sensoren Autos und Fussgänger und dreht immer nur das Licht in deren nächster Umgebung voll auf. Das spart Kosten und führt besser durchs Parkhaus. Einen Schritt weiter geht «Power over Ethernet» für Büros.

Hier werden die LED-Leuchten direkt an die Da­tenleitungen gehängt. Eine separate Stromversorgung braucht es nicht. Jede Lampe ist zudem ins zentrale Gebäude­managementsystem integriert, das auch die Temperatur oder die Jalousien steuert. Über eine App können die Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze individuell steuern.

Das Licht ist wie bei LiFi codiert, die Handykamera identifiziert die Lampen. Nicht dass man aus Ver­sehen das Büro-Gschpändli im Dunkeln sitzen lässt.

Publiziert am 10.05.2015 | Aktualisiert am 10.05.2015
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