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«Versuchskaninchen» testen die neue «Google Earth»-Version. Die Transparenz des Wasser hat die Programmierer angeblich auf eine ziemliche Probe gestellt. (AP)
Seit ihrer ersten Veröffentlichung im Sommer 2005 wurde «Google Earth» weltweit insgesamt 400 Millionen Mal heruntergeladen. Nun präsentieren die Google-Bosse Version 5.0 der kostenlosen Geo-Software.
Zu den Neuerungen gehört dabei zum Beispiel eine Zeitleiste, die den Nutzern ermöglicht, ältere Satellitenaufnahmen bestimmter Orte anzusteuern und mit den aktuellen zu vergleichen. Zudem können individuelle Touren erstellt, gespeichert und kommentiert werden. Von gewissen Navigations-Geräten aus lassen sich auch bestimmte Wandertouren auf «Google Earth» übertragen und so etwa für Freunde bereitstellen.
Das Tüpfelchen auf dem i ist jedoch die neue Komponente «Google Ocean», mit der man virtuell auf Tauchstation gehen kann. Die Darstellung der Wasseroberfläche erscheint dabei transparent. An vielen Punkten kann der Nutzer ins Nass eintauchen und durch eine dreidimensionale Unterwasserwelt navigieren.
Auf den insgesamt 20 Funktionsbereichen (Layer) finden sich zudem zahlreiche Informationen. Beispielsweise über das Great Barrier Reef, über die Wanderrouten vieler Grossfische oder über die Auswirkungen der Überfischung. Auch knapp 90, zum Teil noch unveröffentlichte Film-Aufnahmen des berühmten Meeresforschers Jacques Cousteau aus den 60er- und 70er-Jahren sind darunter.
Die neue Komponente «Google Ocean» sei ursprünglich auf Anregung der Ozeanographin Sylvia Earle entstanden, so Google-Chef Eric Schmidt. Und der Mann weiter: «In den Debatten über den Klimawandel werden die Weltmeere oft übergangen, obwohl sie in der Thematik eine entscheidende Rolle spielen.» (SDA/gsc)