ZÜRICH - Nach Autos und ÖV kennt der Routenplaner nun auch Fahrräder. Das neue Tool wurde in Zürich entwickelt. User können Fehler melden.
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Gesucht, gefunden: Auch für die Velofahrzeiten liefert Google nun realistische Angaben.
Von Andermatt auf den Furkapass in 21 Minuten. Bis jetzt wurden Velofahrer vom Routenplaner in GoogleMaps gestresst, weil der bloss in Autofahrzeit rechnete. Damit ist Schluss. Ab heute gibt Google für die Strecke realistischere 2 Stunden 31 Minuten an.
«Unser Tool kennt jetzt auch Velorouten», sagt GoogleMaps-Produktmanager Kai Hansen zu Blick am Abend. «Dazu arbeiteten wir mit den Behörden zusammen, die uns die Daten für die Velowege lieferten.» Entwickelt und programmiert wurde das Ganze am Forschungsstandort in Zürich.
«Berge werden wenn möglich vermieden.»
Google richtet sich bei der Routenwahl eher an den gemütlichen Durchschnittsfahrer. «Wenn möglich wählen wir Radwege oder Radstreifen», sagt Hansen. «Berge werden wenn möglich vermieden.» Ein Test bestätigt dies: Google kennt nun endlich den Veloweg am Walensee – und schickt einen nicht mehr über den Kerenzerberg.
Hansen setzt auch auf die Mithilfe der User: «Wer auf seiner Route einen Fehler entdeckt oder eine bessere Variante kennt kann uns dies melden.» Da sich die aktuelle Version der Navigation für Velofahrer noch im Beta-Stadium befindet, können Verbesserungswünsche oder Routenanpassungen auch direkt via Feedback-Formular an das Team von Google Maps geschickt werden.
Google hat die Funktion für Velofahrer erst ausführlich in den USA und Kanada getestet und lanciert sie heute neben der Schweiz in neun weiteren Ländern: Australien, Belgien, Dänemark, Finnland, Grossbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich und Schweden. Via Map Maker können gar eigene Strecken erstellt werden.
Was noch fehlt sind Höhenprofile à la Tour de France. «Vielleicht liefern wir das in einem zweiten Schritt nach», sagt Hansen.
Link zur Testroute von Flums nach Weesen entlang des Walensees.
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