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Das am Dienstag lancierte Programm (Blick.ch berichtete) sei noch nicht ausgereift, sagte Matthias Gärtner Sprecher des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Auch Daniel Bachfeld, Sicherheitsexperte beim deutschen Branchendienst heise.de und dem Computermagazin «ct» warnte vor dem Programm: «Ich rate davon ab, mit Google Chrome ausser zu Testzwecken zu surfen», sagte Bachfeld der «Berliner Zeitung».
Der Grund steht im Kleingedruckten: In den Nutzungsbedingungen von Chrome stehe unter anderem, dass Google Daten mitlese, die in die Adresszeile eingegeben würden. Der Internetkonzern weiss so immer, wo wir surfen!
Das Problem mit der Sammelwut von Google beschäftigt die Datenschützer jedoch nicht erst seit «Chrome». Kritiker warnen schon Lange vor einem Wissensmonopol des Konzerns und dem Missbrauch der von Google gespeicherten Daten. «Google beherrscht den Markt von Suchmaschinen, Geosoftware und sozialen Netzen immer stärker», sagt Max Mühlhäuser, Professor an der TU Darmstadt. Hinzu kommen bald ein Google-Handy
Besonders kritisch bewertet werden die jüngsten Vorstösse von Google in den milliardenschweren Gesundheitsmarkt. Unter «Google Health» organisiert der US-Konzern inzwischen Krankenakten, Verschreibungen und Testergebnisse von Patienten zuhanden von Ärzten, Krankenkassen und Gesundheitsbehörden (Blick.ch berichtete).
Riesige geheime Datenspeicher
So viele Bits und Bytes brauchen Platz: Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, baut Google zum Beispiel an der Nordsee in den Niederlanden ein hochgeheimes Datenzentrum, wo 100000 Computer Kopien von Milliarden Webseiten speichern.
Die Anlage ist so gross, dass sie bei Vollauslastung jährlich so viel Energie wie 80000 Haushalte brauchen wird. (SDA/bih)