Getestet: Socialmatic So macht man heute Polaroids

Die Polaroid Socialmatic macht digitale Fotos, die man auch gleich als Sofortbild ausdrucken kann. Der Mix aus Retro und Moderne funktioniert aber nur halb.

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Zwei Mal musste Polaroid in den letzten 15 Jahren durch ein Konkursverfahren. In den 70er-Jahren beschäftigte die US-Firma über 20'000 Mitarbeiter, die Sofortbilder gehörten zum Lifestyle und waren auch bei Fotografen und Künstlern populär.

Den Trend zur Digitalfotografie verpasste Polaroid. Und auch wenn die Original-Kameras weiterhin Fans haben, haben sich die Trends radikal geändert. Fotos werden nur noch selten gedruckt, stattdessen digital archiviert und auf Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken mit Freunden geteilt.

Seit einigen Jahren versucht Polaroid nun, digitale und analoge Fotografie zu verknüpfen. Der neuste Wurf ist die Socialmatic, eine ganz spezielle digitale Sofortbildkamera.

Android-Smartphone in der Kamera

Zuerst einmal ist die Socialmatic eine 14-Megapixel-Digitalkamera mit einem riesigen 4,5-Zoll-Display. Darauf läuft ein ganz normales Android-Betriebssystem mit WLAN, Bluetooth und GPS . Das hat Vorteile. Man kann zum Beispiel beliebige Apps aus dem Google-Store installieren, etwa Facebook oder Instagram.

Auch das Lieblings-Bildbearbeitungsprogramm lässt sich nutzen. Polaroid hat eine eigene App installiert. Allerdings ist diese reichlich kompliziert. Und der Touchscreen ist leider so schlecht wie bei einem Billighandy, so dass man sich öfters vertippt als einem lieb ist.

Auch die Kamera erinnert an ein mittelmässiges Smartphone - im negativen Sinn. Sie löst mit Verzögerung aus, hat Mühe bei schlechtem Licht und mit sich bewegenden Objekten. Die 2-Megapixel-Rückkamera für Selfies ist leider nicht besser.

Sofortbild als Visitenkarte

Immerhin kann man schlechte Bilder gleich löschen und produziert keine Ausschussware. Denn die Fotos lassen sich natürlich auch noch als Polaroid ausdrucken. Nicht im traditionellen quadratischen Format, sondern in 50 x 76 Millimetern, also etwas kleiner als eine Visitenkarte.

Für den nostalgischen Sofortbild-Effekt braucht es für einmal kein Bildbearbeitungsprogramm, nur etwas Budget. Denn ein Film mit 50 Blatt kostet immerhin 34 Franken. Wer will, kann das Foto übrigens mit einem QR-Code bedrucken. Andere Nutzer scannen ihn ein und erhalten das digitale Original zum Download.

Fazit: Die Idee ist eigentlich bestechend. Man knipst, kann das Foto sofort als Polaroid ausdrucken, es aber auch digital weiternutzen und abspeichern. Die Umsetzung bei der Socialmatic ist aber etwas kompliziert und qualitativ durchzogen. Mit 329 Franken, etwa bei Brack.ch, ist der Preis zudem etwas hoch.

Publiziert am 28.04.2015 | Aktualisiert am 28.04.2015
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1 Kommentare
  • Steffi  Bergmann , via Facebook 29.04.2015
    329 Fr. für dieses Spielzeug? Ich hab lieber noch etwas mehr investiert und gleich zur Spiegellosen Systemkamera gegriffen. Auch diese kann ich über WLAN mit meinem Smartphone verbinden und die Fotos per Email verschicken oder in Sozialen Medien teilen. Aber im endeffekt ist es Geschmackssache.