Getestet: Netgear Arlo Totale Überwachung, ganz ohne Draht

Das Sicherheitssystem von Netgear ist innovativ - weil es auf eine Verkabelung der Kameras verzichtet. Trotz der einfachen Bedienung hat es aber Schwächen.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Lenovo Yoga Book im Test Was taugt der erste Laptop mit Touch-Tastatur?
2 Amazon Alexa erklärt Das kann die neue Super-App von Amazon
3 Samsung und LG machens vor Diese Handys kann man falten!

Digital

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
17 shares
Fehler
Melden

Sehen, wer an der Eingangstüre klingelt, was die Kinder im Garten treiben oder ob der Hund die Wohnung verwüstet: Das alles ist mit verschiedenen Sicherheitssystemen heute einfach und recht günstig möglich. Smartphones oder Tablets dienen als Schnittstelle.

Auch die Benachrichtigung, sobald die Kameras eine Bewegung aufzeichnen, ist bei den meisten Systemen eine Selbstverständlichkeit. Die meisten Angebote sind jedoch nicht flexibel, sondern müssen fix installiert werden.

Anders Arlo von Netgear. Die Basisstation wird zwar weiterhin zentral an den WLAN-Router angeschlossen. Die Kameras allerdings brauchen kein Kabel. Sie laufen mit Batterien und völlig drahtlos. Magnetische Halter können an verschiedene Positionen geklebt werden, so dass man die Kameras flexibel einsetzen kann. Dank wasserfestem Gehäuse auch draussen.

Automatisch im Nachtsicht-Modus

Die Konfiguration ist sehr einfach. Innert Minuten hat man ein HD-Bild auf dem Smartphone oder Tablet - unterstützt werden Android- und Apple-Geräte. Sehr cool: Bei schlechtem Licht oder in der Nacht schaltet die Kamera automatisch auf den Infrarot-Modus um.

In der App kann man dann auch genau einstellen, was das System machen soll. Also etwa in einer bestimmten Zeitspanne bei Bewegungen automatisch eine Benachrichtigung senden sowie ein Video machen und in der Cloud abspeichern.

Arlo ist zwar intuitiv und einfach, hat allerdings auch einige Schwächen. So ist etwa nur ein Basis-Abo für die Cloud inklusive: maximal fünf Kameras, 1 GB Speicher, sieben Tage Aufnahme. Und das trotz des stolzen Preises: Das Starter-Set mit Station und einer Kamera kostet bei Digitec.ch 241 Franken. Eine weitere Kamera 153 Franken.

Nach zwei Wochen geht der Saft aus

Auch der kabellose Batteriebetrieb hat seine Nachteile. Netgear verspricht eine Laufzeit von bis zu sechs Monaten. Das ist aber nur realistisch, wenn man die Kamera wenig nutzt. Setzt man sie etwa als Babymonitor ein - wie vom Hersteller ebenfalls empfohlen - sind die Batterien in zwei Wochen leer.

Ein optionaler Stromanschluss wäre je nach Einsatzgebiet eben schon vorteilhaft. Wer das System fleissig nutzt, sollte zumindest aufladbare Batterien besorgen. Es braucht nämlich ganze vier CR123A-Batterien – die dicken Dinger, die man von Fotokameras her kennt.

Damit das klar ist: Eine echte Alarmanlage ersetzen solche Kameraüberwachungssysteme natürlich auf keinen Fall. Dazu sind sie viel zu einfach ausschaltbar - weder die Kameras noch das WLAN-System sind speziell gesichert.

Fazit: Arlo überzeugt mit der einfachen Installation und der drahtlosen Anbindung. Vor dem Kauf sollte man sich allerdings gut überlegen, ob man das System wirklich primär flexibel und für Notfälle einsetzen will.

Publiziert am 13.05.2015 | Aktualisiert am 13.05.2015
teilen
teilen
17 shares
Fehler
Melden