Getestet: Microsoft Lumia 950 XL Das erste Handy mit Maus und Tastatur

Das Lumia 950 XL kann dank Windows 10 als fast vollwertiger PC genutzt werden. Das Flaggschiff bringt viele coole Funktionen, läuft aber noch nicht stabil.

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Die Technik: Das 5,7-Zoll-Smartphone hat das neue Windows 10 installiert. Das Display ist mit 518 PPI hochauflösend, auch sonst ist die Technik auf der Höhe der Zeit. Octa-Core mit 3 GB Arbeitsspeicher, dazu eine 20-Megapixel-Kamera. Der 3340 mAh Akku hielt im Test mehr als einen Tag. 32 GB Speicher sind wenig, die Kapazität kann aber um bis zu 200 GB via Speicherkarte erweitert werden. Mit dem USB-C-Stecker gehört das 950 XL zu den Pionieren. Die Ladezeiten sind massiv schneller - und der Stecker ist leichtgängiger und unkomplizierter als mit Micro USB. Mit 8,1 Millimetern Dicke und 165 Gramm Gewicht kann das Lumia mit den Besten mithalten.

Bildschirm, Tastatur und Maus können ans Handy angeschlossen werden. play
Bildschirm, Tastatur und Maus können ans Handy angeschlossen werden.

Windows 10: Optisch sieht das neue Betriebssystem nicht gross anders aus als der Vorgänger. Weiterhin setzt Microsoft auf die bewährte Kachel-Grafik. In den Details gibts einige Verbesserungen, etwa in der Tastatur ein integriertes Steuerkreuz, mit dem man schnell zwischen Zeilen wechseln kann. Auch der Edge-Browser und das übersichtlichere Einstellungs-Menü überzeugen. Schwach ist, dass wir im Test regelmässig Bugs hatten. Plötzlich schwarze Bildschirme in bestimmten Menüs oder massive Probleme bei der Einrichtung von Mail-Konten. Schon im Startbildschirm tat sich nach einem Klick nichts.

Die Box: Für rund 80 Franken gibts das HD-500 Display Docking Continuum. Damit lässt sich das Smartphone als PC nutzen. Einfach an die Box anschliessen und diese via Display-Port oder HDMI mit einem Bildschirm verbinden. Über zwei USB-Anschlüsse lassen sich auch Tastatur und Maus anschliesen - und schon hat man einen Computer. Schliesslich läuft ja auf dem Handy Windows 10 und das skaliert die wichtigsten Apps auf die volle Bildschirmgrösse. Etwa den Browser oder die Office-Programme. Diese lassen sich dann fast wie normal nutzen. Multitasking ist möglich, sogar mit weiteren Programmen auf dem Handy-Bildschirm. Zwei Apps nebeneinander lassen sich aber nicht starten.

Das Kacheldesign von Windows 10 und die Continuum-Box zur Koppelung. play
Das Kacheldesign von Windows 10 und die Continuum-Box zur Koppelung.

Die Stärken: Microsoft packt starke Technik und eine herausragende Kamera ins Lumia 950 XL. Und das zu einem fairen Preis. Wer mit einem Microsoft-Account auf verschiedenen Geräten Windows 10 nutzt, wird die Stärken des Betriebssystem voll ausnutzen können. Da spielt es dann wirklich fast keine Rolle mehr, ob man unterwegs das Smartphone in der Hand hält oder zu Hause vor dem PC sitzt. Es ist auch zu erwarten, dass der Hersteller das Angebot in diesem Bereich immer weiter ausbaut. Die Kamera zeigt ihre Stärken bei schlechten Lichtverhältnissen. Vor allem aber bietet sie Interessierten viele Möglichkeiten, die Fotos zu verbessern.

Die Schwächen: Windows 10 war im Test noch fehleranfällig. Es ist wohl auch erst eine Vorabversion. Da dürften Updates schnell Abhilfe schaffen - hoffentlich. Aber unerklärliche Bugs sind schon nicht so schön für eine Firma, die einen Neustart wagen will. Zweiter Kritikpunkt ist die Anmutung des Handys. Mit der Plastikrückseite wirkt es insgesamt deutlich weniger hochwertig als die Konkurrenten aus dem Top-Segment, etwa von Sony, Samsung oder Apple.

Der Preis: Das Lumia 950 XL gibts für rund 630 Franken im Handel.

Unser Fazit: Es wird ein harter Kampf um Marktanteile gegen Android und iPhone. Doch mit Geräten wie dem Lumia 950 XL hat Microsoft gute Chancen, neue Fans für sich zu gewinnen.

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Publiziert am 30.12.2015 | Aktualisiert am 30.12.2015
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5 Kommentare
  • Hugo  Wirz 30.12.2015
    «Das erste Handy mit Maus und Tastatur»: so ein Schmarren! Vor meinem alten Nokia 808 Pureview hatte ich das Nokia N8. Das hatte schon eine USB-Dual-Schnittstelle: Es war Device [wie ein USB Stick] oder eben USB OTG, also "Host". Mit Funk-Dongle konnte ich schon dazumal Email, SMS und alle anderen Apps die Eingabe ermöglichen, mit Maus und Tastatur bedienen. Der Handy-Host bot auch bis 100mA z.B. zum betreiben eines 7-Port-USB-Verteiler. Über HDMI liess sich auch ein grosser Monitor anschl.

  • J.  J aus Aarau
    30.12.2015
    Warum testet ihr denn mit einer Vorabversion?
    Ich habe das Handy auch und ein paar Ergänzungen.

    1. Das Display Dock ist gratis bestellbar via vorinstalliertem Gift App.

    2. Bei Continuum Vorsicht! Sieht aus wie Win10 Desktop, ists aber nicht. Es laufen hier nur Apps. Also kein Photoshop und Co.

    3. Wer keine Office 365 Lizenz besitzt, schaut in die Röhre. Nur grundlegende Funktionen sind in Office verfügbar. Leider betrifft das auch die Office 2016-User. Excel unterstützt keine Makros.
  • hans  meier 30.12.2015
    Es ist immerwieder interessant, dass überall die festen Akkus und fehlende SD-Karten bemängelt werden. Sobald ein Hersteller dann genau das liefert und sogar noch DualSIM ermöglicht, wird der dazu benötigte auswechselbare Deckel als weniger hochwertig beurteilt. -.-
    Ganz abgesehen davon, dass ich bisher immer froh war, dass die Plastikcover nicht so schnell zerkratzen wie Glass oder Alu bei den Iphones.
    Aber solange man nur solche Kriterien findet, kann man das ja auch als Lob für MS ansehen.^^
  • William  Quispe aus Bellinzona
    30.12.2015
    Was für ein Schmarren. Für sowas haben wir seit Urzeiten Skype. Und das läuft gratis. Was die Leute nicht alles erfinden, um dieselben Dienste doppelt und dreifach zu verrechnen.
  • Hans  Blattmann 30.12.2015
    Bei Windows weiss man wenigstens, dass die Hänger beseitigt werden und Windows 10 schon sehr bald, sehr stabil sein wird. Bei Android gehören die Bugs und Hänger einfach dazu. Besonders dann, wenn man sein Phone nicht mit der aktuellsten Version updaten kann.