Getestet: BlackBerry Priv Auf dem Handy tippen wie früher

Mehr schlecht als recht hat sich BlackBerry in die Smartphone-Zeit gerettet. Der neue Ansatz ist vielversprechend: klassische Tastatur kombiniert mit Android.

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Das Konzept: Der kanadische Hersteller war schon immer stark bei der Hardware. Lange war BlackBerry das Synonym für das Handy als Arbeitsgerät. Vielschreiber schätzten die vollwertigen Tastaturen im Kleinformat - und lange vor dem Smartphone auch den Push-Service für E-Mails. Heute sind Touchscreens Trumpf, trotzdem trauern wohl manche noch den alten Qualitäten nach. BlackBerry setzte immer auf eigene Software, in letzter Zeit nicht mehr besonders erfolgreich. Das soll sich mit dem Priv wieder ändern. Touchscreen, Slider-Tastatur und Android - alles in einem Gerät.

BlackBerry Priv: das perfekte Handy zur Arbeit dank Tastatur play
Die Tastatur ist auch ein Touchpad.

Die Technik: Mit einer Dicke zwischen 9 und 10 Millimetern und 188 Gramm Gewicht kann das Priv zwar nicht mit der Konkurrenz mithalten. Trotzdem wirkt das Gerät nicht unförmig. Dazu trägt auch der elegante 5,4-Zoll-Touchscreen mit gebogenen Ecken und erstklassiger Auflösung (2560 mal 1440 Pixel) bei. Der «Snapdragon 808»-Prozessor mit 3 GB und die 32 GB Basisspeicher (erweiterbar) sind solider Standard in der Oberklasse. Auch die 18-Megapixel-Kamera kann da durchaus mithalten. Sie macht sehr gute Bilder bei normalem Licht und fällt erst bei schlechter Beleuchtung etwas ab.

Die Tastatur: Wer den Bildschirm nach oben schiebt, entdeckt darunter eine vollwertige Tastatur. Auch ungeübte Nutzer dürften sich schnell zurechtfinden. Und schon nach einer halben Stunde Übung ist man so schnell wie auf dem Touchscreen. Nach ein paar Tagen schon deutlich schneller. Weil man halt eine physische Rückmeldung von den Tasten erhält. Ebenfalls sehr praktisch: Es lassen sich Shortcuts hinterlegen, etwa um Apps zu starten. Und man kann die Tastatur als Touchpad nutzen.

Die Stärken: Wer eine physische Tastatur möchte, hat bei uns kaum eine Alternative. Dank Android kann man nun die volle App-Auswahl mit der bekannten BlackBerry-Qualität kombiniert geniessen. Für Vieltipper, auch wenn sie sich an den Touchscreen gewöhnt haben, ist das Priv auf jeden Fall eine Alternative. Fast konkurrenzlos ist auch das Sicherheitspaket, das die Amerikaner anbieten. Mit Security-Status und eigener Chat-Anwendung. 

BlackBerry Priv: das perfekte Handy zur Arbeit dank Tastatur play
Die Sicherheits-Apps zeigen den Status des Gerätes an.

Die Schwächen: Während Dicke und Gewicht angesichts der Tastatur verschmerzbar sind, ist die Verarbeitungsqualität nicht ganz makellos. So gibts bei geschlossenem Slider ein leichtes Wackeln, wenn man den Touchscreen im unteren Bereich nutzt. Angesichts des doch recht hohen Preises ist das nicht ideal. Beim ganzen Sicherheitpaket hätte man sich eventuell einen Fingerabdruck oder Iris-Scanner gewünscht. Das fehlt ganz.

Der Preis: Das BlackBerry Priv kostet bei Digitec.ch 779 Franken.

Unser Fazit: Das Priv ist das beste BlackBerry seit Jahren. Wer aber nicht unbedingt eine echte Tastatur will und die Sicherheits-Apps nicht vermisst, der bekommt für 200 bis 300 Franken weniger ein Top-Android-Smartphone.

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Publiziert am 31.12.2015 | Aktualisiert am 14.12.2016
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4 Kommentare
  • Sebastian  Henze aus Zürich
    31.12.2015
    Ein nettes Geraet mit netten Specs. Gerade die Tastatur waere fuer mich als ehemaliger HTC Desire Z Benutzer recht interessant.
    Leider habe ich aber erst vor kurzem mein fast vierjaehriges Nexus 4 durch ein Xiaomi Mi4c ersetzt. Kostenpunkt waren 250 CHF und mein Nexus 4 nutze ich noch immer als Medienplayer oder Fernbedienung.
  • Patrick  Soppelsa , via Facebook 31.12.2015
    Wieso wie früher?Mein BB hat auch heute noch eine Tastatur,und ist erst etwa 3 Jahre alt.Und das ist vermutlich genau das Problem von RIM, BB Besitzer müssen nicht alle Jahre ihr "Spielzeug" erneuern, weil ein BB eben kein Spielzeug sondern ein echtes Arbeitsinstrument ist. Das das neue BB Priv jetzt unter Android läuft ändert eigentlich nichts, mit zwei, drei Tricks liefen Android-Apps auch auf den jetzigen Geräten. Das die Verarbeitung allerdings nicht mehr BB Standard ist schmerzt allerdings!
  • Marco  Hanhart , via Facebook 31.12.2015
    BlackBerry ist noch immer in kanadischen Händen und die grössten Vorteile der Geräte werden mit Priv ad absurdum geführt. Dann lieber bei Leap oder Classic bleiben mit 10.3 als OS anstelle von Android und einen grösseren SD Flash reinhauen.
  • steff  walther 31.12.2015
    Der US-Hersteller ......bisher war RIM eine kanadische Firma. Nicht das einzige was der Schreiber von BB nicht kennt.