Getestet: Adobe Ink and Slide Das iPad als Zeichenblock

Malen kann man auf dem iPad schon lange. Aber mit dem neuen Stift von Adobe kommt man dem Papiergefühl so nah wie noch nie - mit allen Vor- und Nachteilen.

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Fünf Dinge braucht der iPad-Künstler: den Adobe Ink and Slide Stift, den digitalen Zirkel und die Gratis-Apps. Zusätzlich aber auch Talent und Übung - wie beim konventionellen Malen und Zeichnen auch.

Denn technisch bietet die Lösung des Grafik-Spezialisten so viel, dass es keine Entschuldigung mehr gibt. Der ungenaue Touchscreen, die begrenzten digitalen Möglichkeiten, die mangelnde Rückmeldung des Bildschirms? Das alles zählt nicht mehr.

Die Installation des digitalen Stiftes ist ganz einfach. Man lädt ihn in der schicken Box, die an eine Zigarren-Verpackung erinnert. Dann installiert man sich eine der drei Gratis-Apps von Adobe und verbindet direkt in der Anwendungen iPad und Stift über Bluetooth.

Was sofort auffällt: Der Stylus aus Aluminium liegt mit seinen sanft gebogenen Kanten richtig gut in der Hand. Bei den ersten Zeichenversuchen auf dem Bildschirm merkt man auch gleich, dass der Stift auf Druck reagiert.

Der Zirkel braucht keinen Akku. Er hat drei kleine Magnete integriert, die drei Finger imitieren, die eine Multitouch-Geste machen. Aber halt stabiler und ruhiger als von Hand.

Drückt man auf den Knopf ganz hinten auf dem Stift öffnet sich ein Menü. Man kann so etwa Zeichnungen direkt in die Cloud von Adobe speichern.

Wer auf Papier nicht fähig ist, einen geraden Strich zu ziehen, dem hilft zwar die App mit einem digitalen Lineal. Trotzdem wird sich die Investition von rund 215 Franken nicht auszahlen. Denn auch digitale Künstler müssen malen und zeichnen können.

In der Detailarbeit geht dann allerdings vieles einfacher: Geometrische Formen lassen sich auf Knopfdruck erstellen, unzählige Strich-Varianten und Farben ohne ein ganzes Arsenal an Stiften oder Pinseln nutzen. Und man kann Elemente auch ganz einfach skalieren.

Profis werden aber auch schnell merken, dass das iPad grundsätzlich nicht fürs Zeichnen mit einem Stift gemacht wurde. Bei schnellen Strichen kommt es durchaus mal zu Verzögerungen.

Etwas Übung braucht es auch, um genau dort zu zeichnen, wo man will. Denn die Spitze des Stylus ist recht dick und man muss zuerst ein Gefühl dafür bekommen, wo sie genau aufsetzt.

Fazit: Profis können mit Adobe Ink and Slide unterwegs weiterarbeiten und profitieren von der Cloud-Lösung. Ambitionierte Amateure dürfen sich mit dem digitalen Zeichenblock an schwierigere Projekte wagen.

Publiziert am 11.03.2015 | Aktualisiert am 11.03.2015
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2 Kommentare
  • Andreas  Rickli , via Facebook 11.03.2015
    Wäre noch interessant zu wissen ob der Bildschirm immer noch darauf reagiert wenn die Hand auf den Touchscreen abgestützt wird was ich mal vermute. Denn genau dieses Problem heisst es zu eliminieren damit sich ein solcher Stift lohnt, ansonsten lohnt es sich eher ein Grafiktablet zu kaufen was z.T. günstiger wäre als der Stift fürs iPad...
  • Morgan  Schwab , via Facebook 11.03.2015
    Was dieser Artikel verschweigt : Es ist teuer. Und ein Abo ist auch noch drin.. also wird es gesamthaft teuer. Da empfehle ich Art Rage 4, einen Stift von Wacom, und schon gehts prima. Ich würde Adobe nicht kaufen, völlig überteuert.