Fotospezialist Ektra im Test Das Kodak-Handy ist eigentlich eine Kamera

Das Kodak Ektra sieht aus wie eine klassische Kamera – ist aber auch ein Smartphone. Kann der schwierige und teure Mix überzeugen?

Das Kodak Ektra sieht nicht nur aus wie eine Kamera, die Stärken des Handys liegen auch in diesem Bereich. play
Das Kodak Ektra sieht nicht nur aus wie eine Kamera, die Stärken des Handys liegen auch in diesem Bereich.

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Das Kodak-Logo prangt zwar auf der Packung, doch mit dem traditionellen Fotospezialisten hat das Ektra-Handy nicht mehr viel zu tun – ausser dem Markennamen. Der US-Hersteller produziert nämlich fast nur noch Profi-Druckmaschinen.

Der englische Mobile-Hersteller Bullitt hat das Smartphone konzipiert, und zwar durchaus im Geist von Kodak. Auf den ersten Blick sieht das Android-Gerät wie eine analoge Kamera der 1960er-Jahre aus: geriffelte Rückseite, grosse Linse und dazu noch ein Wulst an der Seite, dank dem man das Kamera-Handy gut in der Hand halten kann.

Der Griff ist dick genug, damit man das Ektra gut halten kann. Aber nicht so wuchtig, dass das Handy übermässig dick wird. Insgesamt ein gelungener Kompromiss. Die Optik passt perfekt, es gibt sogar eine Schlaufe fürs Handgelenk, die man an einer Öse befestigen kann. Wer oft einhändig knipst, wird über die zusätzliche Absicherung froh sein.

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Das Kodak-Handy kostet über 500 Franken

Umso mehr, weil das Gadget nicht gerade billig ist. 549 Franken kostet das Kodak Ektra etwa bei Brack.ch. Konzept und Design sind diesen Preis sicher wert. Bei der Verarbeitung gibts aber noch Luft nach oben. Der schöne und stabile Metallrahmen ist sehr chic, leider ist der USB-Stecker etwas unsauber integriert und beim Plastikgehäuse sind die Spalten sichtbar.

Das 5-Zoll-Display hat dicke Ränder, ist mit der HD-Auflösung Mittelklasse, aber nicht mehr. Da das Gerät auf Fotos spezialisiert ist und sogar Videos in 4K aufnehmen kann, wäre ein hellerer und schärferer Bildschirm wünschenswert.

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Auch sonst ist ziemlich durchschnittliche Technik verbaut. Der 10-Kern-Prozessor mit 3 GB ist nicht besonders schnell, für den Alltag reicht es aber. Der Akku mit 3000 mAh hält einen Tag. Die 32 GB Speicher können mit einer Karte erweitert werden. Alles normale Werte in der Mittelklasse – und etwas langweilig.

Die Kamera ist nur im manuellen Modus gut

Die Grenzen werden etwa aufgezeigt, wenn man ein Foto mit Bokeh-Effekt aufnimmt und doch deutlich spürbar warten muss, bis die Bilder zusammengesetzt sind. Dafür ist das Foto mit unscharfem Hintergrund dann auch richtig gut. 

Das ist auch sonst das Fazit zur 21-Megapixel-Kamera mit Sony-Sensor. Man muss wissen wie, dann werden die Fotos überdurchschnittlich gut. Nutzt man nur die Automatik, wird man enttäuscht sein. Stellt man manuell ein, wo der Fokus liegen soll und welche Belichtung verwendet wird, sind die Resultate sichtbar besser.

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Die Kamera-App von Kodak bietet viele Möglichkeiten, allerdings wurde der Retro-Gedanke etwas zu weit getrieben. So findet man die Modi auf einem virtuellen Drehrad, das eher mühsam zu bedienen ist. Das gilt auch für die Super-8-App, die Aufnahmen mit alten Filmen imitiert, aber ziemlich unübersichtlich ist.

Unser Fazit: Zwar kann das Kodak Ektra nicht rundum überzeugen, für die eingebaute Technik ist der Preis etwas zu hoch. Aber das Handy hat ein einmaliges Design, das nostalgische Gefühle weckt. Gesamthaft kommt der Fotospezialist an andere gute Smartphone-Kameras von Huawei, Samsung, Google oder Apple nicht ganz heran. Nur bei der 13-Megapixel-Selfie-Kamera kann sich Kodak abheben. Die macht richtig gute Bilder – auch mit Automatik.

Fertig ¯\_(ツ)_/¯ - Die neuen Emojis sind da Publiziert am 23.12.2016 | Aktualisiert vor 1 Minuten
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