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Bislang waren sie Interna. Jetzt kennt die ganze Welt die Regeln, nach denen Facebook seinen Inhalt «strählt». (sda)
Der Marokkaner Amine Derkaoui (21) bekam für seine Arbeit 1 Dollar pro Stunde – «erniedrigend», wie er fand. Seine Rache: Der ehemalige Mitarbeiter der Firma oDesk spielte der US-Klatschseite Gawker.com die Richtlinien zu, nach denen er und seine Kolleginnen und Kollegen in Schwellenländern den Inhalt von Facebook «sieben» mussten.
Die internen Zensur-Papiere zeigen: Die Mitarbeiter werden dazu angehalten, alles zu löschen, was sexuelle Aktivitäten zeigt, sogar wenn sich die nackten Körperteile ausserhalb des Sichtfeldes befinden.
Geht es um Gewalt und Verletzungen, ist Facebook grosszügiger. «Es ist ok, tiefe Fleischwunden zu zeigen», steht in den Anweisungen. Erlaubt sind auch «exzessiv viel Blut, eingeschlagene Köpfe, gebrochene Knochen etc. – solange keine Innereien sichtbar sind».
Verboten sind aber Bilder von Urin, Fäkalien, Erbrochenem, Samenflüssigkeit und Ohrenschmalz. Nur Rotz darf man bei Facebook ohne Probleme zeigen.
Ebenfalls eliminiert werden müssen Verunglimpfungen und rassistische Bemerkungen. Spassiges darf veröffentlicht werden, auch wenn darin geschimpft wird – «ausser, es sind Verunglimpfungen enthalten oder der Humor ist nicht ersichtlich».
Auch zum Thema Drogen gibt es einen Abschnitt. Der besagt: Bilder, die den Gebrauch illegaler Substanzen zeigen, sind ein No-Go – mit Ausnahme von Marihuana. Es sei denn, aus dem Zusammenhang wird klar, dass es um dessen Kauf- und Verkauf oder den Anbau geht. (gsc)
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