Thomas Benkö war bei der Präsentation des neuen iPhone 5 live dabei. Er schildert, wie sich das neue Apple-Gerät anfühlt und erzählt von seinem Aha-Erlebnis.
Laaangweilig! Spätestens bei der endlosen iTunes-Präsentation stürmte ich aus dem Saal. Sorry Tim Cook, aber ich bin nicht für die Foo Fighters nach London gereist. Sondern ums neue iPhone 5 zu befingern.
Das war nebenan im abgedunkelten Raum ausgestellt - bewacht von Apple-Schergen die sofort eins einschritten, wenn man das Samsung Galaxy III zwecks Grössenvergleich neben das neue iPhone legen wollte.
Wie Geier kreisten rund hundert Journalisten um bloss eine Hand voll Testgeräte. Doch ich schubste und ellbögelte - und dann lag es vor mir: Apples neustes Baby.
Auf den ersten Blick nichts besonderes, schliesslich ähnelt es den Vorgängern.
Das Aha-Erlebnis kommt beim ersten Anfassen: Wow ist das dünn!! Wow ist das leicht!! Schon nach den ersten Sekunden kommt mir mein «altes» iPhone 4S dick und klobig vor.
Apple hat sich wieder mal extrem Mühe mit der Verarbeitung gegeben. Alles satt, nichts wackelt oder knarrt wie bei mancher asiatischer Konkurrenz.
Die Rückseite aus Aluminium schmiegt sich warm in meine Hand. Sie wirkt als eine Reminiszenz ans allererste iPhone im Jahr 2007, das in der Schweiz nie offiziell erhältlich war. Auch da verwendete Apple Alu, bevor man zu Plastik und Glas überging.
Einmal angeschaltet, geht alles ganz schnell. Beim Menü merke ich, wie der neue A6-Chip seine Wirkung tut. Die Wartezeiten beim Aufstarten der Kamera-App sind merklich kürzer. Oder vielleicht meine ich das in der ersten Euphorie bloss.
Was ich aber mit Bestimmtheit sagen kann: Der neue 4-Zoll-Bildschirm lohnt sich. Klar ist er nicht so gross wie beim Galaxy III. Aber die paar Extrapixel in der Höhe zeigen ihre Wirkung, als ich etwa auf Blick.ch surfte: Mehr Content, weniger scrollen. Vor allem in mit Menüs zugepackten Apps wie Twitter tut der neue Platz gut. Allerdings müssen nun alle App-Entwickler ihre Progrämmchen erst updaten.
Trotz dem grösseren Formfaktor behält Apple-Vize Phil Schiller recht: Ich kann das iPhone 5 immer noch mit einer Hand bedienen. Mein Daumen kommt überall auf dem Bildschirm hin. Für mich als Velofahrer ist das natürlich besonders praktisch.
Beim Herumspielen vergesse ich die Zeit. Hinter mir wird eine italienische Journi-Gruppe langsam ungeduldig, beginnt mich zu schubsen.
Nun noch schnell ein letztes Photo mit mir und dem iPhone 5. Die Apple-Schergin drückt eine Auge zu - und ich darf das neue Gadget einen knappen Meter vom Präsentationstisch in die Kamera halten.
Dann ist der Spuk vorbei. Und alle beruhigen sich wieder.
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