Entschlacktes Menü, simples Backup-System Warum der Lollipop zum Anbeissen ist

Seit Jahren steht das Android-Betriebssystem in der Schweiz im Schatten des iPhones. Eine Rehabilitation ist dringend nötig.

Süsse Versuchung Der Schläckstängel stand Pate für Lollipop. play

Süsse Versuchung Der Schläckstängel stand Pate für Lollipop.

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Wir ahnten es. 2008 schrieb ich beim Test des ersten Google-Handys: «Android gibt einem das Gefühl, vom Hersteller ernst genommen zu werden, da alles durchdacht wirkt.» Trotzdem siegte damals das iPhone – Android hatte in den Anfängen nicht mal Multitouch. Dann nahm die Geschichte ihren Lauf, und die Schweiz wurde zum iPhone-Land mit rund 60 Prozent Marktanteil. Dabei ignorierten viele, dass Android eine rasante  Entwicklung durchmachte und mit der Version 5.0, Lollipop, endlich mit dem iPhone gleichziehen konnte. Vor allem drei Punkte stechen im Langzeittest hervor:

  1. Google hat das Menü entschlackt und die Bedienungsfreundlichkeit massiv gesteigert.
  2. Das Redesign der App-Notifications hat sich gelohnt. Vor allem die E-Mail-Voranschau ist nun übersichtlich gegliedert. Bravo!
  3. Backup: Von Apps über persönliche Daten bis Fotos wird alles mit dem Google-Plus-Account synchronisiert. Kauft man ein neues Handy, ist alles im Nu wieder drauf.

Zudem haben An­droid-User Möglichkeiten, von denen Apple-Jünger nur träumen: Etwa WhatsApp-Nachrichten vom Desktop-PC aus senden zu können. Wieso zur Hölle wechseln dann so wenige User auf die andere Seite? Der Hauptgrund ist wohl: Bequemlichkeit. Auch ich habe mich längst mit dem iPhone-Ökosystem arrangiert. Habe meine Daten in der iCloud, habe bereits Dutzende Apps und Filme gekauft und auch die Familie längst auf Apple mutiert.

Und darum, ich muss es gestehen, läuft bei mir Lollipop zwar schon – aber nur auf dem Zweit­handy. Vorerst.

Publiziert am 24.03.2015 | Aktualisiert am 24.03.2015
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Markenzeichen: das Männchen von Android.

Same same, but different

Wie ähnlich sich iOS und Android geworden sind, sieht man am stärks­ten beim Schnellzugriffs-Menü. Der grösste Unterschied ist noch, wie man es aufruft. Bei Android zieht mans von oben runter. Beim iPhone von unten rauf. Dann ist alles fast identisch: Flugmodus, Helligkeit, WiFi, Bluetooth, Drehmodus, Taschenlampe etc.

14 Kommentare
  • Marc  Berli 25.03.2015
    "und mit der Version 5.0, Lollipop, endlich mit dem iPhone gleichziehen konnte." Ihr wollt ernsthaft behaupten, dass iOS besser war, als alle anderen Versionen von Android? Und das iPhone ist vielleicht das meistverkaufte Gerät, aber iOS noch lange nicht das meistgenutzte OS! Und die Kommentarschreiber Seitens Pro-iOS disqualifizieren sich hier grösstenteils selber mit unwissen en masse.
  • Morgan  Schwab , via Facebook 25.03.2015
    Android kommt bei mir nicht ins Haus.. überfüllt, schlecht durchdacht, und müllig, und dann noch die Virengefahr.. Dazu wenig bedienfreundlich.
    • Mike  Hugi aus Davos
      25.03.2015
      ...komisch, all die Punkte die Sie erwähnen, kenne ich vom iPhone.. wäre der Apfel gut gewesen, dann hätte man ihn ganz gegessen...
  • Silvano  Riederer 24.03.2015
    Die Sache mit der Bequemlichkeit kenne ich. Nicht von mir selber, ich bin nach meinem ersten iPhone gleich zu Android-Geräten gewechselt und auch geblieben. Aber von diversen Bekannten, die zwar liebendgerne wechseln würden, aber da alle erworbenen Apps, etc. ans Apple-System gebunden sind hält sie dies noch beim iPhone.
  • Peter  Müller aus Zürich
    24.03.2015
    Wer neben dem iPhone auch noch andere Produkte aus dem Hause Apple im Einsatz hat, bei dem macht ein Wechsel auf Android bestimmt herzlich wenig. Bei allen Anderen empfehle ich Android aber sehr. Ich bin vor zwei Jahren vom iPhone auf Android umgestiegen und vermisse das iPhone keine Sekunde. Natürlich muss man auch alle Dienste von Google nutzen, damit man den vollen Funktionsumfang hat, aber das ist bei Apple genau so.
    • Sebastian  Henze aus Zürich
      24.03.2015
      Herr Mueller, das stimmt so nicht ganz. Auch Android kann man 100 Prozent Google-frei betreiben. Das Stichwort dazu ist Android AOSP. Inzwischen gibt es auch Stores, die nicht mit Google verbunden sind.
      Natuerlich muss man dann auf das eine oder andere Feature verzichten und es braucht dann auch schon ein bisschen technische Finesse in Sachen eigene Server-Dienste, doch es ist moeglich.
      Das Stichwort dazu dann wieder: "Bequemlichkeit"
  • Daniel  Häring , via Facebook 24.03.2015
    diese art von backup kennt apple schon lange.
    ohne dass ich einen acc haben muss bei google, über
    welchen ALLE!!! meine suchanfragen etc. gespeichert werden... nsa lässt grüssen.
    redesign war mehr als nur nötig und dennoch empfinde ich heute ios nach wie vor intuitiver und unkomplizierter in der anwendung. und im zusammenhang mit anderen geräten funktioniert die apple-lösung nahezu perfekt.
    • Andreas  Lander aus Goldau
      24.03.2015
      "ohne dass ich einen acc haben muss bei google" Denken sie ein Apple-Account ist da besser positioniert? Und ja, auch sie benutzen ein Login um ihre Daten in der Cloud zu sichern....NSA lässt grüssen...