Die Welt im VR-Fieber Sogar die eigenen Hände sind digital

Andere Realitäten faszinieren die Menschen seit jeher. Dank der digitalen Technik sind diese so intensiv wie nie zuvor.

VR erleben: Virtual Reality Gadgets für Smartphones erobern den Markt play
Leap Motion hat eine Technik entwickelt, die man direkt in VR-Brillen einbauen kann und die Hände digitalisiert.

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Egal, ob man ein Märchen hört, einen Krimi liest oder einen Film schaut, das Ziel ist dasselbe: gebannt in eine ganz andere Welt abtauchen und in der Fantasie etwas ­erleben, was im Alltag nicht möglich ist.

Dabei hilft natürlich eine blühende Vorstellungskraft, aber auch die passende Technik. Ein Blockbuster auf riesiger Leinwand im dunklen Kino fesselt etwa deutlich mehr als zu Hause auf dem TV.

Virtual Reality ist die momentan reizvollste und technisch ausgereifteste Möglichkeit, einen anderen Kosmos zu erleben. Und das nur, weil unsere Augen überlistet werden. ­VR-Brillen bringen eines oder zwei Displays direkt vors Gesicht. Die Software erstellt für jedes Auge ein etwas anderes Bild. Das Gehirn setzt alles wieder zu einem Bild zusammen – der Nutzer hat nun plötzlich einen dreidimensionalen Raum vor sich.

VR erleben: Virtual Reality Gadgets für Smartphones erobern den Markt play

Da die Brillen mehr oder weniger das ganze ­Gesichtsfeld abdecken, meint man wirklich, man befinde sich mitten in ­einer anderen Realität. Das Gefühl wird verstärkt, weil Sensoren die Kopf­­be­wegungen messen und in Echtzeit auf die virtuelle Welt über­tragen. Schaut man nach links, wechselt auch die Perspektive simultan.

Die Aussenwelt wird total ausgeblendet

Das ist nicht nur beim ersten Mal unglaublich faszinierend. Man versinkt total in ein Game oder ein 360-Grad-Video. Die Aussenwelt nimmt man kaum mehr wahr, was durchaus gefährlich sein kann. Etwa, wenn man versucht, in der virtuellen Welt herumzuspazieren und dann gegen reale Tischbeine knallt.

Alle Infos zur neuen «BlickVR»-App

Mit der neuen Gratis-App «BlickVR» für iPhone und Android erleben Sie Videos, als wären Sie live dabei. Mit einer Virtual-Reality-Brille wird das Erlebnis noch intensiver. Die einfachste Variante ist ein so genanntes Cardboard, eine Kartonschachtel mit zwei Linsen.

33'000 Stück dieser  VR-Brillen verteilen wir gratis heute Montag zwischen 15 bis 20 Uhr. Und zwar an den Bahnhöfen Basel, Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich.

Wir erklären Schritt für Schritt, wie's geht. 

  1. Laden Sie die App «BlickVR» für Android oder iPhone gratis herunter. Die Installation funktioniert ab iOS 8 und ab Android 4.1.
  2. Im Startbildschirm sehen Sie die neuesten 360-Grad-Videos. Über die Schaltfläche oben links rufen Sie das Menü auf. Dort können Sie Themen-Rubriken auswählen und Push-Nachrichten für neue Videos verwalten.
  3. Sobald Sie ein Video gestartet haben, können Sie die Abspielart wählen. Das linke Symbol steht für die Cardboard, mit dem Handy-Symbol rechts können Sie das Video auch ganz ohne Brille anschauen. WLAN oder über Flatrate ist empfehlenswert, da die Videos gestreamt werden.
  4. Haben Sie Cardboard gewählt, startet das Video automatisch nach fünf Sekunden. Legen Sie das Handy mit dem Display zum Gesicht in die VR-Brille und halten Sie alles gut fest. Um sich umzuschauen, drehen Sie einfach den Kopf. Um das Video zu stoppen oder ein anderes zu wählen, müssen Sie das Smartphone wieder aus der Brille nehmen. Gut zu wissen: Die BLICK-Brille ist für Handys mit Bildschirmdiagonale von 4,5 bis 5,5 Zoll optimiert.
  5. Haben Sie Smartphone gewählt, können Sie das Video direkt auf dem Bildschirm anschauen. Mit dem Finger können Sie nach links, recht, oben oder unten streichen und sich so umschauen.
  6. Übrigens: Es gibt auch eine App-Version für die Samsung-Brille Gear VR. Diese finden Sie direkt im Oculus-Store. Der Clou: Sie können die «BlickVR»-App direkt mit der Brille auf der Nase in einem dreidimensionalen Menü steuern.

Das Erlebnis ist deutlich intensiver als etwa ein Film auf grosser Leinwand, sogar wenn er mit 3D-Brillen geschaut wird. Wer bei wackligen Kamerafahrten oder 3D-Animationen flaue Gefühle im Magen bekommt, sollte darum bei VR-Anwendungen genug Pausen einlegen.

VR erleben: Virtual Reality Gadgets für Smartphones erobern den Markt play

Virtual-Reality-Brillen werden momentan vor allem für zwei Bereiche genutzt. Einerseits gibt es Games und Apps, die einen in künstlich geschaffene Welten entführen. Andererseits kann man mit Spezialkameras aufgenommene Videos ebenfalls in einer räumlichen Ansicht geniessen.

Die eigene Hand wird digitalisiert

So hat man das Gefühl, man sitze selber bei einem Looping im Düsenjet drin oder spaziert über eine spektakuläre Brücke in Südamerika.
Eigentlich stehen wir aber erst am Anfang des ­VR-Trends. In Zukunft ermöglichen es zusätzliche Kameras und Sensoren, ­reale und virtuelle Welt stärker zu verknüpfen.

So werden beispielsweise die Bewegungen der eigenen Hände digitalisiert und auf den Bildschirm der Brille übertragen. Bereits gibts es Systeme, die jeden einzelnen Finger erkennen, so dass man mit seinem virtuellen Zeigefinger und Daumen eine virtuelle Nadel aufnehmen kann. 

Oder ein Raum wird mit Kameras und Sensoren zur Spielwelt, in der man sogar herumgehen kann. Wände, Möbel und andere Hindernisse sind auch digital zu sehen, so dass man nirgends dagegen knallt.

Publiziert am 19.09.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
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  • Sebastian  Henze aus Zürich
    19.09.2016
    Wie immer bei neuen Medien wird die Porno-Industrie ueber Erfolg oder Scheitern entscheiden...