Die Gear S2 im ersten Test Samsung baut die bessere Apple Watch

Überraschung: Die neue Smartwatch von Samsung kann im ersten Test voll überzeugen. Echtes Uhren-Design, innovative Bedienung, schnelle Reaktion - nur bei der Anzahl Apps muss die Gear S2 noch zulegen.

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Das Konzept: Samsung setzt auf ein eigenes Betriebssystem und hat darum alle Freiheiten. Im Gegensatz zu den Vorgängerinnen kann die Gear S2 aber mit allen Android-Telefonen gekoppelt werden. Die passende App gibts gratis im Store. Die Koppelung und Installation von Anwendungen läuft wie gehabt. Auch die grundlegenden Funktionen sind keine Revolution: Schrittzähler, Messung des Pulsschlages, Navi-Karten, Kalender, Benachrichtigungen, SMS, Anrufe und vieles mehr. Auf dem internen Speicher kann Musik abgespeichert werden, sonst ist die Samsung-Watch so abhängig vom Smartphone wie viele andere auch.

Das Design: Wo sich die Gear S2 von vielen Konkurrenten abheben kann, ist beim Design. Die Watch sieht aus wie eine echte Uhr. Qualitativ ist sie im Bereich der Apple Watch, doch wirkt sie dank geschicktem Design schlanker und harmonischer als die Uhr von Apple. Diesbezüglich sticht sie auch viele runde Android-Konkurrenten aus. Ebenfalls ein Pluspunkt ist das helle und leuchtende Display.

Die Bedienung: Clever gelöst hat Samsung das Problem, dass man auf einem Uhrendisplay nicht so viel Platz für die Navigation hat. Drei Varianten sind möglich: Der 1,2-Zoll-Touchscreen, der halt recht klein ist. Oder zwei Tasten auf der Seite für «Home» und «zurück». Und zusätzlich noch die Lünette, also der Rand rund ums Ziffernblatt. Den kann man drehen und so durch die Menüs scrollen. Obwohl es oft mehrere Varianten gibt (aber nicht immer), findet man sich schnell zurecht. Das ist besser gelöst als bei den oft «nifeligen» Android-Uhren. Und auch eingängiger als die drehbare Krone der Apple Watch.

Die Stärken: Die Gear S2 läuft schnell und flüssig. Die Programme starten so, wie man sich das vom Smartphone gewöhnt ist. Dazu sind die Grafiken schick, übersichtlich und gut auf den runden Bildschirm abgestimmt. Die Fitness-Funktionen haben im ersten Test überzeugt, genauso wie die präzise Sprachsteuerung, die mit Siri mithalten kann. Ein rundum gelungenes Paket mit einigen wenigen Einschränkungen. Übrigens: Wem das sportliche Design mit Kunststoff-Band nicht gefällt, der kann zur Classic-Variante greifen. Die hat ein Lederarmband, eine leicht abgehobene Lünette und kann mit jedem beliebigen 20-Millimeter-Uhrband aufgewertet werden. Bei der Einsteiger-S2 setzt Samsung auf ein eigenes Band-System - immerhin werden gleich zwei Band-Längen mitgeliefert.

Die Schwächen: Verschiedene Tester berichten von einer kurzen Laufzeit, etwa auf Computerbild.de. Auch unsere Uhr ist sicher kein Langstreckenläufer. Im Alltag dürfe man gut einen Tag durchkommen, ohne Sprachsteuerung und WLAN gar zwei. Das ist immerhin besser als viele Konkurrenten. Eine echte Schwäche ist das App-Angebot. Ableger bekannter Marken fehlen noch, im Store findet man vielleicht 100 Apps, dazu viele Zifferblätter-Designs. Da Samsung auf das Tizen-Betriebssystem setzt, müssen die Entwickler zuerst motiviert werden, nach Google und Apple nun auch noch die Koreaner zu beliefern.

Der Trumpf: Die Gear S2 funktioniert mit allen neuen Android-Telefonen. Und Samsung plant auch, eine voll funktionsfähige App fürs iPhone zu liefern. Das wäre natürlich ein Durchbruch. Einen genauen Zeitplan dafür gibts aber noch nicht.

Der Preis: Mit 369 Franken gehört die Gear S2 zu den teureren Smartwatches, fast im Bereich der Apple Watch. Die Classic kostet nochmals 30 Franken mehr. Offizieller Marktstart bei uns ist am Freitag.

Das Fazit: Wer als Uhrenfan eine Smartwatch gesucht hat, könnte bei der Gear S2 fündig werden. Wenn Samsung es schafft, die wichtigsten Apps, auch von lokalen Anbietern, auf das System zu locken, dann hat die S2 ein grosses Potential.

Publiziert am 29.10.2015 | Aktualisiert am 29.10.2015
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9 Kommentare
  • Günter  Grass , via Facebook 29.10.2015
    WARUM um Himmels Willen muss bei jedem Beitrag ein Video automatisch starten? Ich will nicht mein ganzes Datenvolumen mit Videos verbrauchen, die ich nicht schaue!
  • Marc  Gutzwiller , via Facebook 29.10.2015
    Die Uhr wirkt schlanker, da sie viel grösser ist als die Apple Watch, ist es aber in wirklichkeit nicht. Der Akku hält 1 Tag, mit reduzierter Funktion 2 Tage, die Apple Watch 1-2 Tage, mit reduzierten Funktionen über eine Woche. Die Uhr lässt sich über die Lünette bedienen, wie die Apple Watch über die Krone. Das Softwareangebot ist x mal kleiner als das der Apple Watch. Bleibt das Design, dass an eine billist Swatch erinnert. Wo genau ist diese Uhr jetzt also besser als die Apple Watch?
    • Markus  Hunziker aus Chur
      29.10.2015
      Der Apfel Akku hält nicht mal einen Tag!!! über eine Woche? dass ich nicht lache. Der grösste Vorteile der Gear ist, dass man sie ohne Handy benutzen kann, da sie einen SIM-Card Slot hat! Die Apple taugt gar nichts. Man muss ein Iphone haben, und man muss es immer dabei haben!
    • Marc  Gutzwiller , via Facebook 29.10.2015
      Sämtliche Tests zeigen, dass eine Apple Watch selbst bei intensiver nutzung über einen Tag hält. Meine hält spielend 2 Tage, die meiner Frau auch. Deaktiviert man wie bei der Samsung Uhr sämtliche halbwegs sinnvollen Funktionen hält sie über eine Woche, auch dies bestätigen Tests. Aber da Sie ja keine AW besitzen, wissen sie es natürlich besser. Seit WatchOS2 laufen Apps übrigens native und man braucht kein iPhone mehr, um die AW zu nutzen. Aber woher sollten ausgerechnet Sie das auch wissen...
    • Markus  Hunziker aus Chur
      30.10.2015
      Dann versuch mal ein SMS zu senden mit deiner Watch ohne Iphone... :- viel Spass. Übringes sagt Apple selbst, dass der Akku nur 18 Stunden hält...
  • Rince  Wind 29.10.2015
    War ja klar, das Apple hier "abloosen" wird. die könne einfach keine Innovationen bringen, nur wenn sie was abkupfern können sind sie stark....
  • René  Hotz , via Facebook 29.10.2015
    Samsung Gear S2 hat schon jetzt den Codenamen
    "Hayek-Sargnagel". Verschlaft die Entwicklung schön weiter- "Uhrengrübler" haben die Amerikaner gesagt- seid ihr -ja das seid ihr!
    • Jakob  Wehrle aus Basel
      29.10.2015
      Toll. Einen vollen Tag lang funktioniert die Uhr ohne sie aufladen zu müssen. Wow! In der Tat eine brutale Konkurrenz für einen Automaten Chronographen.

      Nach zwei drei Wochen nervt das Ding nur noch und man fragt sich mal wieder wieso man ein paar Hundert Stutz für ein völlig überflüssiges Wegwerfspielzeug ausgegeben hat.
  • Patrick  Meier 29.10.2015
    Ob Apple oder Samsung - diese Uhren sind alle unbrauchbar!