Der ultimative Guide zum TV-Kauf So wird die EM richtig scharf!

Wenn am 10. Juni die Fussball-EM startet, werden diese viele Schweizer auf einem neuen TV mitverfolgen. Wir beantworten die zehn wichtigsten Fragen, damit Sie sich nicht schon beim Anpfiff über einen Fehlkauf ärgern müssen.

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Illustration: Igor Kravarik

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Sind Fernseher jetzt besonders billig?

Rechtzeitig zum Start der Fussball-Europameisterschaft haben viele Händler spezielle Aktionen im Angebot. Wer etwa auf Toppreise.ch Preise vergleicht, kann tatsächlich ein Schnäppchen machen. Allerdings: Was jetzt günstig ist, wird in einem halben Jahr noch viel billiger. Denn der Preiszerfall ist im Elektronik-Bereich massiv.

Was bringt ein Bildschirm mit Kurve?

Vor einem Jahr setzten alle Hersteller auf einen gewölbten Bildschirm. Heute gibts viele Modelle in zwei Versionen. Ein Curved-Display hat drei Vorteile: 1. Leichter räumlicher Effekt, das Bild wirkt «tiefer». 2. Weniger störende Reflektionen. 3. Grösserer Betrachtungswinkel. So kann eine ganze Gruppe gemeinsam mit guter Sicht Fussball schauen. Die Nachteile: Der Preis ist höher, der TV lässt sich nicht schön an die Wand hängen – und viele Käufer wollen ganz einfach lieber einen flachen Schirm.

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Die Mittelklasse mit Curved Display kostet weniger als 1300 Franken.

Was bedeutet 4K, UHD oder OLED – und ist das für mich wichtig?

In der Werbung werden 4K und UHD als Synonym gebraucht. 4K steht für «4 Kilo», für 4000 Pixel Auflösung in der Breite. UHD heisst Ultra High Definition und ist die offizielle Bezeichnung. Beides beschreibt die neue ultrascharfe Auflösung der TV-Geräte. Sie ist rund viermal so hoch wie jene bisheriger Full-HD-Fernseher. Das Problem: Es gibt praktisch noch keine Sendungen oder Filme in 4K. Allerdings zeigt SRF zwei nun einzelne Spiele der EM in höchster Auflösung. Allerdings braucht das neue Empfangsboxen – die etwa die Swisscom anbietet. Da die neuen Fernseher auch normales HD hochrechnen können, ist 4K bei einer Neuanschaffung auf jeden Fall Pflicht. OLED sicher nicht. Damit wird ein neuer Display-Typ bezeichnet, der mit organischen Leuchtdioden arbeitet (Organic Light Emitting Diode). OLED-TV haben einen sichtbar grösseren Kontrast, sind aber noch sehr teuer.

Ist grösser wirklich besser?

Schweizer kaufen sich heute meist 55-Zoll-Geräte, der Bildschirm hat also einen Durchmesser von 139 Zentimetern und ist um die 120 Zentimeter breit. Wer sich einen solchen Riesen kauft, braucht Platz – nicht nur für das Gerät an sich. Die Faustregel für den Sitzabstand lautet: Diagonale mal zwei. Achtung: Normales Fernsehen sieht bei grossen und guten TVs pixelig aus, wenn man zu nahe sitzt!

Warum kommt mein neuer Fernseher ohne 3D-Brillen?

Vor fünf Jahren galt es als TV-Revolution, heute ist 3D kein Thema mehr. Hersteller wie Panasonic, Samsung, Sony oder LG bauen die Technik nicht mal mehr in jedes Modell ein. Und 3D-fähige Geräte kommen längst nicht mehr automatisch mit den passenden Brillen. Wem 3D wichtig ist, der muss daher genau auf die Features und den Lieferumfang des neuen Geräts achten.

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Günstige 55-Zoll-Einsteiger wie dieser von Philips gibts ab 700 Franken.

Warum kaufen sich alle Home-Cinema-Anlagen?

Weil der Sound bei vielen Flachbild-Fernsehern der grosse Schwachpunkt ist. Selbst Mittelklassefernseher sind nur noch einen halben Zentimeter dick, da kann man keine gescheiten Lautsprecher mehr integrieren. Panasonic etwa liefert darum bei den Spitzenmodellen gleich einen Lautsprecher-Riegel mit, den man unters Gerät legen kann. Wer anständigen Ton will, kommt um zusätzliche Lautsprecher nicht herum. Brauchbare Soundbars gibts für 100 bis 150 Franken, für eine Heimkino-Anlage mit fünf Lautsprechern muss man mindestens das Doppelte rechnen.

Wäre das Fussball-Erlebnis mit einem Beamer nicht besser?

Nur bei optimalen Bedingungen. Es braucht einen guten, kontrast- und lichtstarken Beamer – was mindestens 1500 Franken kostet. Zudem einen Raum mit einer freien Wand in Kinogrösse, idealerweise gar eine Leinwand. Für Spiele um 15 Uhr und jene um 18 Uhr muss man zudem das Zimmer gut verdunkeln können, sonst sieht man nicht mal, welche Mannschaft den Ball hat.

Wie smart sind die neuen Fernseher?

Fast so wie ein Smartphone. So kann man sein Gerät mit Gesten oder Sprachbefehlen steuern. Oder man nutzt Fernbedienung als Maus. Videos oder Fotos können vom Handy drahtlos und auf Knopfdruck auf den grossen Schirm gebeamt werden. Die im Alltag wichtigste smarte Funktion ist allerdings die Bildoptimierung, etwa das Hochrechnen auf 4K. Wenn das gut klappt, sehen auch normale DVDs oder das TV-Programm besser aus als vorher.

Warum ist plötzlich Android auf TV-Geräten installiert?

Sony, Philips und Sharp setzen auf eine spezielle Version von Googles Android-Handy-Oberfläche. Auch WebOS von LG und Tizen von Samsung wurden ursprünglich für Smartphones entwickelt. Firefox OS von Panasonic basiert auf dem beliebten Internet-Browser. Der Vorteil der neusten Generation der TV-Systeme: Sie bringen Apps auf den Fernseher, ermöglichen smarte Funktionen und sind vor allem viel schneller und intuitiver bedienbar als früher. Besonders praktisch ist das etwa bei Streaming-Diensten wie Netflix, die man via App direkt auf dem Fernseher starten kann.

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Topqualität mit grossem 65-Zoll-Bildschirm von LG für 5700 Franken.

Gibts konkrete Kauf-Empfehlungen?

Wer nicht viel Geld ausgeben, aber trotzdem einige der neusten technischen Errungenschaften haben möchte, sollte sich den Philips 55PUK6400 anschauen. 55 Zoll, Android-Benutzeroberfläche und 4K für momentan 699 Franken, etwa bei Digitec.ch. Nur beim Sound muss man Abstriche machen. In der Mittelklasse ist der Samsung UE55JU7580 empfehlenswert. 55 Zoll in edlem Curved-Design, Sprachsteuerung und mit Top-Bildqualität für 1299 Franken, zum Beispiel bei Brack.ch. High-End gibts bei LG mit dem LG 65EF950V. Wer sich allerdings den 65-Zöller mit OLED-Technologie und Vollausstattung leisten will, braucht ein grosses Budget. 5698 Franken kostet er etwa bei Microspot.ch.

Publiziert am 18.05.2016 | Aktualisiert am 04.01.2017
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2 Kommentare
  • Rochas  Esteban aus Bern
    19.05.2016
    So wie 3D wird auch curved bald wieder verschwinden. Eine sinnlose Technik-Spielerei. Zudem sind die Spiegelungen bei curved grösser als bei einem flachen TV, physikalisch logisch wegen Einfallswinkel-Ausfallswinkel.
  • Helmut  Rinderer 18.05.2016
    Der neueste Schrei ist HDR, HDR pro, HDR premium. Dazu wären ein paar Zeilen ganz wertvoll gewesen. Mit googeln findet man anderweitig Infos dazu.