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Robonaut 2 fliegt heute mit der Raumfähre «Discovery» ins All. (Keystone)
Wenn die US-Raumfähre «Discovery» in Florida zu ihrer letzten Mission abhebt (voraussichtlich um 20.50 Uhr Schweizer Zeit), hat sie nicht nur sechs Astronauten an Bord, sondern erstmals überhaupt einen humanoiden Roboter. Robonaut 2 (R2) soll in Tests beweisen, dass er mit der Schwerelosigkeit gut zurechtkommt und zukünftig den Astronauten Arbeiten abnehmen kann. Etwa bei der Wartung der Internationalen Raumstation ISS.
Doch für die Nasa ist das nur ein erster Test: Die US-Raumfahrtbehörde will den Hightech-Roboter möglichst schnell auf den Mond fliegen.
Eigentlich würden die Amerikaner fast vierzig Jahre nach der letzten bemannten Mondlandung lieber einen menschlichen Astronauten einsetzen. Doch die dazu nötigen 150 Milliarden Franken will die Regierung von Barack Obama nicht bereitstellen.
Die Roboter-Mission ist mit 450 Millionen Franken deutlich günstiger – und könnte innerhalb von drei Jahren verwirklicht werden.
Der Robonaut ist ganz dem Menschen nachempfunden und kann ultrapräzise gesteuert werden. Dank 350 Sensoren in den Armen und Händen benutzt er etwa die gleichen Werkzeuge wie ein Astronaut. Beine (oder Räder) fehlen übrigens noch. Sie wären für die erste Mission im All nur unnötiger Ballast.