Swisscom «Infinity XS» Der «Döschwo» unter den Handy-Abos im Test

ZÜRICH - «Blick am Abend»-Journalist Thomas Benkö war eine Woche lang mit dem kleinsten Infinity-Abo unterwegs. Fazit: Es ist schneller, als man meint.

  • Publiziert: 17.07.2012
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0,21 MBit/s Down, 0,13 MBit/s Up: «Blick am Abend»-Benkö testet «Infinity XS» auf dem Nokia Lumia 800 mit dem Windows Phone 7 -Betriebssystem von Microsoft.

(Simon Keller)

Es ist der «Döschwo» ­unter den Handy-Abos. Eine lahme Ente. Ein Angebot für Masochisten und Selbstkasteier.

Swisscom bietet mit der günstigsten Flatrate «Infinity XS» zwar Gespräche in alle Netze – aber nur einen Surfspeed von 0,2 Megabit. Zum Vergleich: Bis jetzt ­waren 7,2 Megabit die Norm. Ende Jahr soll das Swisscom-Netz gar die 100er-Marke knacken.

Dafür kostet das «XS» nur 59 Franken pro Monat. Für eine Komplett-Flatrate ist dies in der Schweiz unvergleichbar günstig. Doch lässt sich mit dem Mini-Speed im Alltag überleben? Die Antwort vorweg: Ja! Laut Swisscom-Werbung ist das «XS» zwar nur für ­«E-Mail ohne Anhang» tauglich. Doch da stapelt der Handymarktführer aus Marketinggründen zu tief: Ob Facebook, Blogs oder der SBB-Fahrplan – alle Anwendungen waren problemlos nutzbar.

Bei der Messung mit ­einer Speed-App erreichte mein Testhandy, das Nokia Lumia 800, ein Download-Tempo von 0,21 Mbit/s – und einen Upload von 0,13 Mbit/s. Damit übertrifft das «XS» als erstes getestetes Abo die ­theoretische Maximal­geschwindigkeit von Swisscom. Pendler wissen: Mehr Speed erreicht man in vollen Zügen auch mit teuren Abos kaum.

Sogar das Versenden von Bildern und der Download von Apps klappt – nur  Youtube gucken ist praktisch unmöglich.

Aber für den Alltag reichts. Das «XS» ist immer noch zigfach schneller als WAP Anfang des Jahrtausends (9,6 Kbit/s). Heute pendelt man eh meistens von WLAN (zu Hause) zu WLAN (Büro/Schule) zu WLAN (Restaurant). Hier ist Turbosurfen garantiert.

Haken: Beim günstigen «Infinity XS» gibts beim Aboabschluss kaum Vergünstigungen auf neue Handys.

Swisscom-CEO Carsten Schloter: «Bald neue Angebote für Wenignutzer»

Herr Schloter, wie zufrieden sind Sie mit dem Infinity-Start?

Wir haben die Abos Ende Juni lanciert. Nach zwei Wochen hatten wir bereits 200 000 Kunden. Viele sind Swisscom-Kunden, die gewechselt haben. Diese Angebote bieten ihnen Freiheit.

Sind ­Wenignutzer mit ­diesen Flatrates nicht benachteiligt?

Mit einer Flatrate kann man es nicht allen recht machen. Es gibt Kunden, die haben einen Umsatz von 13 Franken pro ­Monat. Für die müsste die Flatrate 10 Franken betragen, damit sie attraktiv ist. Und für die, die für 3 Franken telefonieren, müssten es 2 Franken sein. Irgendwo muss man eine Grenze ziehen.

Diese Grenze liegt bei Infinity bei happigen 59 Franken pro Monat.

Für die Wenignutzer werden wir im Verlauf der nächsten Wochen ebenfalls sehr attraktive Angebote bringen.

Quelle: youtube.com/swisscom

Beliebteste Kommentare

  • Bernie  Sassa , Cadenazzo
    Verglichen mit dem Ausland immer noch viel zu teuer, somit kein Grund zum Jubeln, es fehlt die Konkurrenz.
  • Sandro  Lins , via Facebook
    "Heute pendelt man eh meistens von WLAN zu Hause zu WLAN Büro/Schule zu WLAN Restaurant"

    Genau das ist das Problem, dort wo ich Zeit habe Pendeln bringt es die gute SBB nicht fertig die Züge mit WLAN aus zu statten während dem sie von Service ausbauen & teureren Tickets reden. Liebe SBB FRAGT MAL DIE PENDLER was sie wollen und erzählt nicht einfach etwasnachfrage nicht so gross... -Danke

Alle Kommentare (6)

  • michi  stein , zürich
    Dann verschwindet doch ins Ausland wenn euch alles zu teuer ist! Wieso seit ihr überhaupt noch in der Schweiz?
  • Eftekin   Murat , Egerkingen
    Ich finde es ist immer noch Zu teuer.. Im ausland ist es biliger und besser... So lange die leute Zahlen... Wird sich auch nichts endern..
    • 17.07.2012
    • 16
    • 8
  • Daniel  zeller
    Komisch, dass sowohl die Swisscom wie auch die SBB uns abzocken. Die gehören doch uns als Bürger der Schweiz. Anstatt die Preise zu senken, schicken die Politiker lieber noch mehr Geld den Banken. Was für Volksvertreter haben wir eigentlich gewählt? Alles nur Lobbyisten, welche auf ihre Pfründe schauen.
    • Was  Denn , Wassen
      Wem gehört die Swisscom? Schauen Sie das doch nochmals nach!!
      • 18.07.2012
      • als Kommentar auf Daniel  zeller
      • 11
      • 3
  • Bernie  Sassa , Cadenazzo
    Verglichen mit dem Ausland immer noch viel zu teuer, somit kein Grund zum Jubeln, es fehlt die Konkurrenz.
  • Sandro  Lins , via Facebook
    "Heute pendelt man eh meistens von WLAN zu Hause zu WLAN Büro/Schule zu WLAN Restaurant"

    Genau das ist das Problem, dort wo ich Zeit habe Pendeln bringt es die gute SBB nicht fertig die Züge mit WLAN aus zu statten während dem sie von Service ausbauen & teureren Tickets reden. Liebe SBB FRAGT MAL DIE PENDLER was sie wollen und erzählt nicht einfach etwasnachfrage nicht so gross... -Danke

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