ZÜRICH - «Blick am Abend»-Journalist Thomas Benkö war eine Woche lang mit dem kleinsten Infinity-Abo unterwegs. Fazit: Es ist schneller, als man meint.
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0,21 MBit/s Down, 0,13 MBit/s Up: «Blick am Abend»-Benkö testet «Infinity XS» auf dem Nokia Lumia 800 mit dem Windows Phone 7 -Betriebssystem von Microsoft.
(Simon Keller)Es ist der «Döschwo» unter den Handy-Abos. Eine lahme Ente. Ein Angebot für Masochisten und Selbstkasteier.
Swisscom bietet mit der günstigsten Flatrate «Infinity XS» zwar Gespräche in alle Netze – aber nur einen Surfspeed von 0,2 Megabit. Zum Vergleich: Bis jetzt waren 7,2 Megabit die Norm. Ende Jahr soll das Swisscom-Netz gar die 100er-Marke knacken.
Dafür kostet das «XS» nur 59 Franken pro Monat. Für eine Komplett-Flatrate ist dies in der Schweiz unvergleichbar günstig. Doch lässt sich mit dem Mini-Speed im Alltag überleben? Die Antwort vorweg: Ja! Laut Swisscom-Werbung ist das «XS» zwar nur für «E-Mail ohne Anhang» tauglich. Doch da stapelt der Handymarktführer aus Marketinggründen zu tief: Ob Facebook, Blogs oder der SBB-Fahrplan – alle Anwendungen waren problemlos nutzbar.
Bei der Messung mit einer Speed-App erreichte mein Testhandy, das Nokia Lumia 800, ein Download-Tempo von 0,21 Mbit/s – und einen Upload von 0,13 Mbit/s. Damit übertrifft das «XS» als erstes getestetes Abo die theoretische Maximalgeschwindigkeit von Swisscom. Pendler wissen: Mehr Speed erreicht man in vollen Zügen auch mit teuren Abos kaum.
Sogar das Versenden von Bildern und der Download von Apps klappt – nur Youtube gucken ist praktisch unmöglich.
Aber für den Alltag reichts. Das «XS» ist immer noch zigfach schneller als WAP Anfang des Jahrtausends (9,6 Kbit/s). Heute pendelt man eh meistens von WLAN (zu Hause) zu WLAN (Büro/Schule) zu WLAN (Restaurant). Hier ist Turbosurfen garantiert.
Haken: Beim günstigen «Infinity XS» gibts beim Aboabschluss kaum Vergünstigungen auf neue Handys.
Herr Schloter, wie zufrieden sind Sie mit dem Infinity-Start?
Wir haben die Abos Ende Juni lanciert. Nach zwei Wochen hatten wir bereits 200 000 Kunden. Viele sind Swisscom-Kunden, die gewechselt haben. Diese Angebote bieten ihnen Freiheit.
Sind Wenignutzer mit diesen Flatrates nicht benachteiligt?
Mit einer Flatrate kann man es nicht allen recht machen. Es gibt Kunden, die haben einen Umsatz von 13 Franken pro Monat. Für die müsste die Flatrate 10 Franken betragen, damit sie attraktiv ist. Und für die, die für 3 Franken telefonieren, müssten es 2 Franken sein. Irgendwo muss man eine Grenze ziehen.
Diese Grenze liegt bei Infinity bei happigen 59 Franken pro Monat.
Für die Wenignutzer werden wir im Verlauf der nächsten Wochen ebenfalls sehr attraktive Angebote bringen.
Quelle: youtube.com/swisscom
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