DeinDeal-Gründer blicken zurück «In einer Sitzung sassen wir auf Harassen»

DeinDeal wuchs in nur fünf Jahren zu einem Millionen-Unternehmen heran. Zum Geburtstag blicken zwei der Gründer zurück.

DeinDeal wird grösser: Die Erfolgsstory eines Millionen-Unternehmen play

Dealer der ersten Stunde: die beiden Mitbegründer Amir Suissa (l.) und Adrian Locher.

Céline Trachsel

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Der Aufstieg war steil: Innert fünf Jahren mauserte sich die Online-Plattform DeinDeal.ch vom kleinen Start-up zu einer Firma mit 83 Millionen Umsatz (2014). Es ist bis heute das am schnellsten wachsende Start-up in der Schweizer Geschichte.

«Mir wird immer erst am Weihnachtsessen bewusst, wie viele Menschen das Unternehmen zählt», sagt Adrian Locher (33). «Und dann denke ich: ‹Wow, ist ja irre, was wir geschafft haben.›» Auch Amir Suissa (43) ist stolz. «Aber wenn du mitten im Tagesgeschäft stehst, dann heisst es auf den Zug aufspringen und festhalten», sagt er. Dann müsse man fokussiert sein, Lösungen finden, Prioritäten setzen – einfach funktionieren.

Die Gründer haben zu fünft begonnen. Adrian Locher: «Wir dachten, dass das Coupon-Geschäft aus den USA doch auch bei uns funktionieren sollte. Aber Investoren und Experten glaubten nicht so recht daran.» Die Gründer gingen selber in die ­Zürcher Geschäfte, handelten Rabatte aus und stellten den ersten Deal am 24. März 2010 online. Die Deals schlugen wie eine Bombe ein. Das Zürcher Restaurant «Forum» verkaufte zum Beispiel innert fünf Tagen 98 Gutscheine für einen Brunch. Immer mehr Geschäfte merkten, dass sie mit DeinDeal Kunden gewinnen können.

Im Juni 2010 wurde der erste Mitarbeiter eingestellt, im August zählte das Team bereits 24 Angestellte. So hat DeinDeal die Pessimisten eines Besseren belehrt. «Wir wuchsen so rasant schnell, dass wir gar keine Gedanken ans Wachstum verschwenden konnten», so Locher. «Wir haben Tag und Nacht daran gearbeitet, alle Aufgaben zu erledigen, die noch anstanden.» Geschlafen haben sie wenig.

Die neuen Mitarbeiter ­erhielten den Arbeitsvertrag meistens erst nach ein paar Tagen. «Wir waren halt ein richtiges Start-up mit diesem Unternehmergeist. Diesen Groove mussten auch unsere Mitarbeiter mitbringen», sagt Locher. Suissa ergänzt: «Dafür haben manche auch steile Karrieren machen können. Einer unserer Praktikanten war zwei Jahre später Leiter der Finanzabteilung.» Da erzielte DeinDeal bereits 52 Millionen Umsatz.

In eineinhalb Jahren wuchs das Unternehmen auf 180 Mitarbeiter heran. «Die wichtigste Frage war immer: Woher kriegen wir so schnell die richtigen Leute?», erinnert sich Locher. «Und wo bringt man alle unter? Wir sind in den ersten zwei Jahren viermal umgezogen. Ich leitete einmal eine Sitzung, in der wir auf Harassen sassen, weil es zu wenig Stühle hatte.»

Publiziert am 22.04.2015 | Aktualisiert am 19.12.2016
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Die Erfolgsstory in Zahlen

Das Verlagshaus Ringier ist seit 2011 Hauptaktionär von DeinDeal. 2014 machte die Online-Plattform einen Umsatz von 83 Millionen Franken, der Umsatz seit Firmengründung beträgt 253 Millionen Franken. 9000 Partner bieten ihre Deals den 700'000 registrierten Usern an. Mit den bisher rund 24'000 gekauften Deals konnten die Kunden über 319 Millionen Franken einsparen. (ct)