Das Xperia X im Test Alles neu bei Sony, aber nicht alles besser

Das Xperia X ist das erste Smartphone der neuen Sony-Linie. Die Japaner fokussieren auf Design, Kamera und Akku. Das hat nicht nur Vorteile, wie der Test zeigt.

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Das neue Sony Xperia X kostet rund 649 Franken.

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Löst das Xperia X die Z-Reihe ab?

Irgendwie ja, irgendwie aber auch nicht. Denn die Z-Modelle bleiben momentan weiter im Programm. Und das Xperia X ist trotzdem das neuste Flaggschiff. Allerdings gibt es das gleich in vier Versionen. Die Einsteigermodelle XA und das riesige XA Ultra mit 6-Zoll. Dann das X Performance als absolutes Spitzenmodell.

Als Erstes kommt das Xperia X zu uns. Bei uns dürfte dies auch die meistverkaufte Variante sein. Die X-Reihe legt laut Sony den Fokus übrigens explizit auf drei Bereiche: Design, Kamera und Akku.

Ist das Xperia X immer noch so eckig wie die Vorgänger?

Zum Glück hat Sony einen Grossteil der Ecken und Kanten beibehalten. Man erkennt das Smartphone auf den ersten Blick als Sony. Dank etwas dünnerem, geglättetem und absolut hochwertigem Metall-Gehäuse wirkt es nicht mehr so wuchtig wie die Vorgänger. Ein guter Kompromiss zwischen eigenständigem Design und modernem Auftreten.

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Die Kanten sind etwas gerundet, aber immer noch markant. Die Verarbeitung ist hochwertig.

Das 5-Zoll-Gerät gehört zu den schönsten Handys auf dem Markt. Auch die angepasste Android-Oberfläche ist elegant durchgestylt. Übrigens: Wer das Gerät in Rosa oder Gelb bestellt, erhält richtig auffällige Hingucker.

Wie lange hält der Akku des Xperia X?

Bis zu zwei Tage, verspricht Sony. Wir haben im Test gute eineinhalb Tage erreicht. Wer den 2620-mAh-Akku nur wenig belastet und das helle Display nicht immer voll raufschraubt, wird tatsächlich nur jede zweite Nacht den Schnelllader einstecken müssen. Nach zwei Stunden schon ist die Batterie wieder voll. Aber eben, Normalnutzer werden aus praktischen Gründen wohl trotzdem das Xperia X jeden Abend an die Steckdose hängen.

Ist die Kamera wirklich besser als jene der Konkurrenz?

Die 23-Megapixel-Kamera des Xperia X ist tatsächlich ein Versprechen – und kann die Erwartungen erfüllen. Fotos werden detailreich und scharf, auch wenn Objekte in Bewegung sind. Da hilft ein Autofokus, der berechnet, wohin etwa ein Skater fährt, und so ganz automatisch scharf stellt. Man kann tatsächlich einfach abdrücken, und die Chance ist gross, dass auch bei schwierigen Gegenlicht-Bedingungen das Sujet ziemlich scharf ist.

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Die 23-Megapixel-Cam hält Objekte automatisch scharf, auch wenn sie wie dieser Skater in voller Bewegung sind.

Aber: Konkurrenten wie das iPhone 6s oder das Samsung Galaxy S7 können das auch. Vielleicht entsteht etwas mehr Ausschuss, aber die besten Bilder sind gleich gut. Das Xperia X hat also vor allem dann einen Vorteil, wenn man nur die Zeit hat, ein oder zwei Mal abzudrücken. Eine Stärke ist auch die Selfie-Cam, die mit 13 Megapixeln auflöst und die auf dem Markt nur vom HTC 10 mit Bildstabilisator getoppt wird.

Und ja, Sony bietet weiterhin viele Effekte, Filter und Bearbeitungsmöglichkeiten. Einige sind direkt installiert, andere muss man erst herunterladen. 4K-Filme macht das Sony aber nicht.

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Ein VR-Effekt der Sony-Kamera zaubert Dinos auf den Tisch.

Wie schlägt sich das Smartphone abseits des Fokus?

Design, Kamera und Akku – darauf konzentriert sich Sony wie angekündigt. Und vernachlässigt leider andere Bereiche. So ist das Xperia X nicht wasserfest, was viele Fans enttäuschen dürfte. Und auch der Prozessor, ein Snapdragon 650 mit sechs Kernen und 3 GB, ist nicht wirklich Spitzenklasse. Klar reicht das im Alltag, aber die Konkurrenz in dieser Preisklasse hat durchwegs mehr Power zu bieten.

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Der schnelle Fingerabdruckscanner ist auf der Seite.

Der Fingerabdruck-Sensor hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Er ist ultraschnell und zuverlässig. Im Gegensatz zur Konkurrenz liegt er nicht vorne unten oder hinten unter der Kamera, sondern auf der Seite. Ob einem das gefällt, ist Geschmacks- und Gewöhnungssache.

Ist das Xperia X seinen Preis wert?

Im Schweizer Handel ist das Xperia X momentan für rund 649 Franken erhältlich, etwa bei Brack.ch. Huawei und LG sind günstiger, Samsung etwas teurer, HTC und Apple deutlich teurer. Die Schwierigkeit bei Sony ist aber, dass halt nicht in allen Bereichen Spitzenleistungen angeboten werden. Dafür müsste man zum X Performance greifen, das 100 Franken mehr kostet. Design-Fans kommen beim Xperia X auf ihre Kosten, insgesamt hebt sich das neue Sony-Phone als Nachzügler aber etwas zu wenig von der Konkurrenz ab.

Ist dieses Handy wirklich ein fairer Deal? 

Publiziert am 02.06.2016 | Aktualisiert am 14.07.2016
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2 Kommentare
  • Monika  Tschüss aus Emmetten
    07.06.2016
    Aus dem Sony Xperia X kann ich mit der OpusTel Telefon-App ein abhörsicheres Handy machen. Dazu ein günstigeres Mobile Data Abo mit WLAN, LTE, 4G und 3G nutzt. Auf GSM verzichte ich wegen der grossen elektromagnetischen Strahlenbelastung von 2000 mW am Kopf im Vergleich zu WLAN mit nur 100mW oder 4G maximal 200mW. Heute kann alles über IP und das Internet laufen. Schont den Akku und das Portemonnaie.
  • Beat  Engelberger 02.06.2016
    Ich bin eigentlich ein grosser Fan des Xperia Z, aber nachdem bei meinem Z1 compact nach etwas mehr als zwei Jahren der Akku schlagartig versagte, zweifle ich an Sony, speziell darum weil man aktuell massenweise Berichte von Sony Usern im Internet findet, welche genau das gleiche Akku Problem haben.
    Auch kann ich nicht verstehen, warum man das neue Z5 compact nur noch mit Pkastikgehäuse liefert, im Gegensatz zum grossen Z5.
    Ich werde daher, aktuell kein Sony Smartphone mehr kaufen.