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Gleich zwei ganz neue Technologien hat Acer in sein Aspire 5738 Touch gepackt: Das Betriebssystem Windows 7 und ein berührungsempfindliches Display. Mobil ist das Gerät aber nur bedingt. Mit 2,8 kg Gewicht, dem 15-Zoll-Breitbild-Display und der Tastatur in Vollgrösse samt Zahlenfeld ist es einfach etwas zu massig. Auch die Spezialitäten – das LED-Kino-Display und das gute Soundsystem – deuten eher auf einen Einsatz zu Hause hin.
Dort machen das klare, helle Display und das schöne Geräte-Design mit vielen Rundungen auch am meisten Spass. Während man sich auswärts eher über den spiegelnden Schirm und die Schmutz anziehenden Aussenflächen nervt.
Auch sonst hat der Acer zwei Gesichter: Zur schönen Seite gehört Windows 7. Es lässt den Laptop schnell starten und zeigt sich in der täglichen Arbeit als solides, sicheres, praktisches und grafisch sehr schönes Betriebssystem. Die neue Taskleiste etwa mit den Vorschaubildern der aufgestarteten Fenster ist ein Highlight. Auch die Verarbeitung des Aspire ist tadellos und fühlt sich hochwertig an. Ebenfalls ein Plus: Das recht gute eingebaute Soundsystem, das bei einem DVD-Abend auf dem Sofa oder im Bett vollkommen genügt.
Weniger gefällt die Tastatur. Sie hat zwar zusätzlich einen Nummernblock, was beim Eintippen von Zahlen praktisch ist. Aber die Buchstabentasten liegen dadurch etwas seitlich nach links versetzt und nicht schön mittig wie bei anderen Geräten. Das ist nicht nur ungewohnt, sondern immer dann unpraktisch, wenn man das Notebook nicht beliebig verschieben kann. Etwa, wenn man es auf den Knien platziert hat.
Am spannendsten ist natürlich, wie sich der Touchscreen bei einem Notebook bewährt. Acer ist einer der ersten Hersteller, der die beiden Technologien kombiniert. Dass dies gerade jetzt passiert, ist nicht verwunderlich. Denn das neue Windows 7 ist ganz auf Touchscreens ausgelegt. Das merkt man sofort: Alle gewohnten Befehle lassen sich auch direkt auf dem Bildschirm mit dem Finger bedienen, ohne dass ein Extra-Programm aufgestartet werden muss. Das funktioniert ganz gut, weil der Bildschirm gross genug ist. Einzig in den Programmen selber scheitert die Fingerbedienung ab und zu. In der Textverarbeitung ein Wort markieren geht von Hand etwa drei Mal länger als mit der Maus.
Das liegt auch daran, dass der Bildschirm des Acer Aspire eine irgendwie raue, «klebrige» Oberfläche hat. Anders als bei Touch-Handys gleitet der Finger nicht mühelos über die Tasten, es braucht immer ein bisschen zu viel Kraft. Darunter leidet die Präzision. Viel besser klappt das auf der von Acer vorinstallierten Spezialoberfläche. Sie lässt sich elegant aus dem Hauptmenü von Windows mit einem Fingerwisch hinblättern. Schick gemacht! In dem Extra-Programm ist alles auf Fingergrösse designt. So lassen sich schnell und effektvoll Bilder anzeigen, Musik und Filme abspielen oder man kann von Hand etwas auf den Bildschirm zeichnen.
Sowohl das Display als auch das Trackpad unterstützen Multitouch. Sprich, man kann mit zwei Fingern Gesten ausführen, etwa um ein Foto zu drehen oder in einem Dokument zu scrollen. Gerade die zweite Funktion ist sehr praktisch.
Fazit: Das Acer Aspire 5738 Touch ist ein innovatives Gerät, das viel für seinen Preis bietet. Touchscreen bei einem Notebook ist aber eine Geschmacksache und bringt nur in ganz wenigen Bereichen einen wirklichen Vorteil. Windows 7 und auch ein Touchpad mit Multitouch sind aber echte Empfehlungen.
Acer Aspire 5738 Touch, 15.6-Zoll-Touchscreen, Dual core 2.1GHz Prozessor, 4GB Arbeitsspeicher, 320GB Harddisc, DVD-Brenner, Webcam, WLAN, Grafikkarte mit 512 MB Extraspeicher, 2,8 kg, für 999 Franken bei Steg (www.stegcomputer.ch).