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Otto Normalverbraucher, Musikfan, Geschäftsmann, Outdoor-Freak, Senior – für fast jeden gibts schon ein spezielles Mobiltelefon mit zielgruppengerecht ausgetüftelten Funktionen. Neustens geraten auch unsere Jüngsten ins Visier der Handy-Enwickler: «i-Kids» heisst das neuste Produkt der Branche, das sich speziell an «Kinder im Vorschulalter richtet», wie es im Pressetext heisst.
Das Handy für die Znünitasche kann allerdings nicht ganz so viel wie die Hightech-Maschinen der Grossen: Neben dem Empfang eingehender Anrufe und SMS können die Kids nur zwischen vier verschiedenen Nummern wählen, die vorher von den Eltern eingegeben wurden. Und wenn der Kleine die Notruf-Taste drückt, werden alle gespeicherten Nummern nacheinander durchgewählt, bis jemand ans Telefon geht. Sollte trotzdem niemand antworten, wird der Anruf automatisch an die Servicezentrale der Björn Steiger Stiftung Service GmbH weitergeleitet. Die Firma aus Stuttgart hat das Mobiltelefon entwickelt.
Eine ganz spezielle Funktion haben sich die Erfinder noch einfallen lassen: Das «i-Kids» ist nicht nur die telefonische Verbindung zum Elternhaus. Wie ein grosser Bruder passt es auch auf, dass die Kleinen nicht auf falsche Wege geraten. Mit dem eingebauten GPS-Modul können Mama und Papa nämlich übers Internet metergenau überprüfen, wo ihr Liebster gerade auf dem Heimweg herumbummelt – und dies sogar bei ausgeschaltetem Gerät. Auch einen individuellen Bewegungsraum, den «grünen Bereich», können die Eltern definieren: Verlässt das Kind sein virtuelles Laufgitter, werden sie automatisch alarmiert.
Den digitalen Babysitter gibts übrigens per sofort auch in der Schweiz zu kaufen: Die Appenzeller Firma Nexttrack Solutions AG vertreibt das «i-Kids» zu 299 Franken (ohne Abo).