Apple-Chef Steve Jobs präsentiert XXL-iPhone Das Apple iPad ist da!

  • Publiziert: 27.01.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Thomas Benkö und Benjamin Rüegg

SAN FRANCISCO - Die Gerüchte bewahrheiteten sich: Apple stellte in San Francisco eben das iPad vor. Ein elektronisches Lesegerät, das die Lücke zwischen iPhone und MacBook schliesst. Preis: Ab 499 $.

Nach dem iMac, dem iPod und dem iPhone stellte Apple Boss Steve Jobs ein weiteres revolutionäres iProdukt vor: Das iPad.

Nüchtern betrachtet ist es ein aufgeblasenes iPhone mit 9,7-Zoll-Bildschirm (berührungsempfindlich), 16-64 GB Speicher und Alu-Gehäuse. Ein weiterer Tablet-PC. Ein weiterer Ebook-Reader à la Kindle.

Doch wer betrachtet Apple schon nüchtern?

So wie Jobs mit dem iPhone die Handywelt revolutionierte, glauben Tech-Experten nun, dass er mit dem iPad eine weitere Industrie-Revolution einläuten wird.

Seit iTunes bezahlen wir für Online-Musik. Seit dem App-Store zahlen wir für Progrämmchen fürs Handy. Jetzt sollen wir auch für elektronische Bücher, Magazine und Zeitungen zahlen. Kein Wunder präsentierte Jobs als erstes die elektronische Ausgabe der «New York Times». Die darbende Print-Industrie hofft, mit dem neuen Wunderteil wieder verloren gegange Abonnenten zu gewinnen.

iPad kommt mit Kampfpreis in die Läden

Für Jobs schliesst der iPad die Lücke zwischen iPhone und MacBook. Doch werden sich die potentiellen Käufer, meist Apple-Fans, noch ein drittes Apple-Produkt kaufen? Beim Computergiganten hatte man wohl auch Zweifel – und präsentierte mit 499 Dollar einen Kampfpreis. Versionen mit mehr Speicher oder 3G (UMTS) statt nur Wifi kosten bis zu 829 Dollar.

Neben den elektronischen Büchern laufen auf dem iPad auch alle Apps, dies schon fürs iPhone gibt. Und drei neue: Mit Numbers (Excel), Pages (Word) und Keynote (Powerpoint) können User den iPad auch für Büroarbeiten brauchen. Die drei Apps kosten je 9.99 $ im App-Store.

Zudem macht die Akkulaufzeit von 10 Stunden den iPad ideal als Abspielgerät fürs Filme – beispielsweise im Flugzeug.

Der iPad ist aber kein Laptop-Ersatz. Erstens hat er trotz von Apple selbstgebautem 1-GHz-Chip dazu schlicht zu wenig Leistung, er kann voraussichtlich kein Multitasking – und er hat nicht mal eine Webcam eingebaut. Für Videotelefonie à la Skype wäre dies äusserst praktisch. Zur Ehrenrettung: Die externe Bluetooth-Tastatur von Apple soll man ans iPad anschliessen können.

Warten auf die zweite Generation?

Der iPad ist ab März weltweit erhältlich. Und schon raten Zweifler, noch länger zu warten. Denn beim iPad handelt es sich um ein Apple-Produkt der ersten Generation. Wie auch das iPhone erst mit dem zweiten bzw. dritten Modell sowie dem App-Store zum weltbesten Handy wurde, erwarten die Zweifeler, dass auch der nächste iPad noch cooler wird.

Wie die Vergangenheit zeigte, lassen sich Apple-Fans von solchen Bedenken aber nicht beirren.

Das war der Live-Ticker auf Blick.ch

20.33 Aus die Maus! Präsentation zu Ende. iPad ja, aber keine neuen MacBooks – und auch keinen neue iPhone-Software.

20.31 Das Tablet hat ein Gehäuse aus Alu – und wie geschreiben: Keine Kamera eingebaut.

20.30 Cool, es gibt massig Zubehör fürs iPad. Zum Beispiel eine Dockingstation mit Tastatur.

20.19 Also die Preise aufgeschlüsselt:
Wifi 16 GB = 499 $
Wifi 32 GB = 599 $
Wifi 64 GB = 699 $

3G 16 GB = 629 $
3G 32 GB = 729 $
3G 64 GB = 829 $

20.18 Jetzt ist der Preis bekannt: Das iPad gibts ab 499 $.

20.17
Krass, Apple führt fürs iPad neue «Micro-SIM-Karten» ein.

20.15
Wie beim iPhone arbeitet Apple in den USA mit AT&T zusammen. Datenpreispläne: 14.99 $ für 250 MB, 29.99 $ unlimitiert.

20.10 Es gibt verschiedene iPads, die einen nur mit Wifi – die anderen auch mit 3G (UMTS).

20.09
Pages, Numbers und Keynote für das iPad kosten je 9.99 $.

20.08
Präsentation ist gerade ein bisschen langweilig. Sie zeigen immer noch Büroapplikationen wie Pages und Keynote (den Powerpoint-Konkurrenten).

20.05 Verschiedene Stimmen im Netz kritisieren am iPad, das es wie das MacBook Air für rechenintensive Arbeiten zu wenig Performance hat. Ob Video schneiden mit dem iPad möglich ist, ist zu bezweifeln. Laptops werden wohl noch nicht arbeitslos.

20.00 Jetzt kommt Apple-Vize Phil Schiller und zeigt iWork, «das schönste Textverabreitungsprogramm, das sie je gesehen haben».

19.58
Hmmm, ob das iPad auch raubkopierte Bücher «abspielt». Beim iPhone funktioniert selbiges mit raubkopierter Musik ja bestens.

19.55 Jobs ist zurück auf der Bühne. Er präsentiert iBooks – und dankt Amazon, dass die mit dem Kindle den Weg für Ebooks geebnet hätten. Aber eben, jetzt komme halt das iPad und alles wird besser.

19.51 Übrigens, das iPad soll eine Akku-Laufzeit von ca. 10 Stunden haben. Da kann man im Flugzeug manchen Film gucken.

19.50
Momentan zeigen gerade Dutzende App-Hersteller wie sie ihre Apps aufs iPad portierten.

19.47
Ehrlich gesagt: Die ganz grosse Überraschung blieb (bis jetzt beim iPad aus). Allerdings ist es zu beachten, dass es sich hier im ein Apple-Gerät der ersten Generation handelt. Auch das iPhone war am Anfang nicht soooo toll, wie jetzt. Erst spätere Versionen und der App-Store machten es wirklich zum besten Handy der Welt.

19.46
Jetzt zeigt Apple die Mal-App «Brushes». Auf dem grossen iPad-Bildschirm macht das Zeichnen sicher mehr Spass, als auf dem iPhone.

19.45 Anscheinend verzichtet Apple beim iPad auf eine Webcam... jedes billige Netbook hat die. Schade!

19.38
Kleiner Knatsch um den Artikel. «Tages-Anzeiger» und «20 Minuten» schreiben DER iPad. Wir DAS iPad (auch die deutsche «Welt» und der «Spiegel» folgen unserem Beispiel). Ganz anders die Agentur SDA, sie schreibt vom «Tafel-Computer».

19.35
Wer einen iPad kauft kann ihn an iTunes anschliessen – und alle Apps vom iPhone werden automatisch übertragen. Man muss sie nicht zwei Mal kaufen.

19.33 Alle Apps vom iPhone sollen auf dem iPad laufen. Entweder in der Original iPhone-Screen-Grösse in der Mitte des iPad-Bildschirms. Das iPad kann die Pixel der Apps aber auch verdoppeln und dann laufen die Apps in Vollgrösse.

19.32
Den iPad gibts in der 16 und 64 GB Variante-

19.30 Langsam sind die technisches Details bekannt. Jobs: «Der iPad läuft mit unserem eigenen Chip. dem 1GHz Apple A4 Chip. Der geht ab wie eine Rakete.» Apple ist jetzt also unter die Chip-Hersteller gegangen.

19.26
Die Frage ist jetzt: Wer kauft einen iPad? Brauchts noch einen, wenn man schon iPhone und MacBook hat? Ist es ein Laptop-Ersatz. Oder ein eigenständiges Produkt?

19.25
Wow! Auf dem iPad gibts Kalender, Adressbuch etc. wie bei jedem Mac – aber hier sieht alles viel cooler aus. Wie aus einem Papier-Buch ausgerissen...

19.23
Ok, der iPad ist da. War der Hype gerechtfertigt?

19.20 Jobs demonstriert weitere Anwendungen. Wie eine Art iPhoto-App, die die Bilder auf einer Weltkarte plaziert.

19.17
Der iPad hat keine richtige Tastatur, die virtuelle Tastatur auf dem Touchschreen sieht aber aus wie beim iMac.

19.16 DANKE LIEBE LESER. DIESER ARTIKEL BRICHT ALLE KLICK-REKORDE.

19.15
Jobs hat im Sessel platz genommen und demonstriert, wie er jetzt elektronisch das ePaper der New York Times lesen kann.

19.11 Wie erwartet sieht das iPad wie ein aufgeblasenes iPhone aus – nicht wie ein geschrumpfter Mac-Laptop. Alles ist drin: App-Store, Youtube HD, Maps... etc.

19.10 ES HEISST iPAD – OFFIZIELL!!!!!!!

19.08
Jobs zeigt eine Folie. Links iPhone, rechts MacBook. In der Mitte fehlt was. JA DANN STELL ES ENDLICH VOR :-)

19.06 Flashback. Jobs zeigt erste Apple-Laptops aus dem Jahr 1991.

19.05
Mit MacBook, iPod und iPhone ist Apple die grösste Mobile-Produkte-Firma in der Welt, meint Jobs.

19.03
Wie immer kommt vor den News langweiliges Auf-die-Schulter-klopfen. Steve Jobs erzählt, wie lässig Apple in der Vergangenheit war. 50 Milliarden Dollar Einnahmen im letzten Quartal...

19.01 Jesus... äh Steve Jobs betritt die Bühne. Diesesmal überraschend in schwarzem Rollkragenpulli. Und Jeans. Er sagt: «Wir stellen heute ein revolutionäres Produkt vor.»

19.00
Falls jemand fragt: Wieso dieser Hype? Nun, mit iTunes machte Steve Jobs das Bezahlen von Musik salonfähig. Mit dem App-Store auf dem iPhone bezahlen alle für mobile Programme. Und mit dem iSlate hoffen die Printverlage, dass Jobs erneut ein Businessmodell schaffen kann.

18.58
Befehl in der Halle: «Bitte schaltet den Klingelton eurer Handys aus.» – Gleich gehts los....

18.56 Abgesehen vom Tablet. Apple-Fans erwarten auch Updates fürs iPhone – und wenns ganz gut läuft gibts vielleicht auch was neues bei den MacBooks.

18.56
...bald wissen wir, ob das neue Teil nun iPad, iSlate oder langweilig iTablet heisst.

18.55
In der Halle wird Bob Dylan gespielt. Die Experten wetten, dass Dylen währen der Shot noch auftaucht.

18.52 Die Welt spinnt. Zum Begriff Apple-Tablet gibts bei Twitter 250 neue Tweets – PRO SEKUNDE!

18.50 Willkommen bei der Live-Berichterstattung vom Apple-Event. Noch 10 Minuten... dann gehts im Yerba buena Center in San Francisco los. Die Halle ist voll. Voll von Journis. Voll vor Erwartung.

Schweizer Preise

Während der Schweizer Apple-Store das iPad noch nicht mal im Programm hat, sind beim Gadget-Händler Digitec.ch schon die Schweizer Preise aufgeschaltet. Hier gibts die 16-GB-Wifi-Version für 559 Franken. Die potenteren Modelle kosten 669 bzw. 779 Franken.
play Voller Stolz präsentiert Apple-Chef Steve Jobs das iPad dem Publikum. (Keystone)

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