Bluetooth-Schlösser im Test Hier wird das Handy zum Schlüssel

Die neusten Vorhängeschlösser kann man mit dem Handy öffnen. Das ist vor allem bei mehreren Nutzern richtig praktisch. Wir haben zwei Modelle getestet.

20160323_165954.jpg play
Die zwei getesteten Vorhängeschlösser: das Dog & Bone LockSmart XL (rechts) und das Noke Bluetooth Padlock.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Samsung und LG machens vor Diese Handys kann man falten!
2 Comeback mit neuen Phones HTC erfindet Touchbar fürs Handy
3 Gewinner und Verlierer der CES Nicht alle haben so abgeräumt wie die...

Digital

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
8 shares
Fehler
Melden

Den ersten Härtetest gabs unfreiwillig gleich bei der Installation des einen Schlosses. Es war schon einmal in Betrieb und dementsprechend bereits mit einem Benutzer gekoppelt. Und so war es tatsächlich nicht möglich, das Vorhängeschloss zu öffnen, zurückzusetzen oder neu zu installieren. Dazu muss es der Besitzer zuerst freigeben. Den Knack-Test hat das Gadget also schon einmal bestanden. 

Zwei unterschiedliche Modelle haben wir getestet. Das LockSmart XL von Dog & Bone, das für rund 115 Franken unter anderem bei Microspot.ch erhältlich ist. Und das Noke Bluetooth Padlock, das bei Brack.ch rund 70 Franken kostet. 

Der Unterschied zwischen den zwei ganz ähnlichen Systemen: Das teurere LockSmart hat einen via USB aufladbaren Akku integriert, der rund zwei Jahre hält und jederzeit nachgeladen werden kann. Das Noke hat Power für rund ein Jahr. Hier kommt eine Knopfbatterie zum Einsatz, die man austauschen muss. Inklusive Notsystem, das einem das Öffnen bei leerer Batterie ermöglicht.

Vor- und Nachteile der Schlösser mit App

Sonst sind beide Schlösser vom Prinzip her sehr ähnlich. Sie lassen sich ganz einfach mit Android-Telefonen oder dem iPhone verbinden. Über eine App kann man danach eines oder oder auch gleich mehrere Schlösser verwalten. Praktisch: Das Schloss kann für mehrere Benutzer freigegeben werden – sogar nur während bestimmter Zeiten. 

20160323_170306.jpg play
Detaillierte Übersicht beim Noke, wer was mit dem Schloss gemacht hat.

Elegant ist das beim Dog & Bone gelöst. Hier kann man den temporären Zugang sogar per SMS verschicken. Bei beiden Systemen kann man in der App jeweils nachschauen, wer wann welches Schloss genutzt hat. Noke greift sogar auf das GPS des Smartphones zu und hinterlegt den Standort – wenn das der App erlaubt wurde. 

Wichtig ist auch, dass beide digitalen Schlösser wetterfest sind und auch extrem hohen oder tiefen Temperaturen trotzen. Der Nachteil der verbauten Technik und der sehr stabilen Konstruktion: Sowohl das Padlock mit 319 Gramm wie auch das LockSmart mit 388 Gramm sind sehr schwer. 

Wie öffnet man das digitale Vorhängeschloss?

Die Bedienung ist nachher ganz einfach. Beim Noke klickt man einmal aufs Schloss. Ist das Smartphone in Bluetooth-Reichweite, geht der Bügel auf. Für rund 30 Franken gibts auch einen Badge, der das Handy ersetzt. Alternativ und für Notfälle kann man sich einen Code aus kurzen und langen Klicks erstellen. Was aber die Sicherheit nicht unbedingt erhöht. 

IMAGE-ERROR

Das Modell von Dog & Bone ist etwas komplizierter, aber dafür wird auch mehr Wert auf Sicherheit gelegt. Es gibt drei Stufen: Man drückt den Button in der App zum Öffnen. Man nutzt den Fingerabdruckscanner zur Bestätigung. Oder man muss zusätzlich einen Code eingeben. 

Fazit: Die digitalen Vorhängeschlösser sind ein teures Vergnügen. Aber sie funktionieren perfekt und können vor allem dann praktisch sein, wenn ganz unterschiedlichen Menschen Zugang zu einem Kasten oder zu einer Scheune gewährt werden muss. Man hat sogar die Kontrolle, ob das Abschliessen nicht vergessen geht.

Publiziert am 04.04.2016 | Aktualisiert am 26.04.2016
teilen
teilen
8 shares
Fehler
Melden