Neue Technik in alter Hülle BLICK testet das kleine Retro-iPhone SE

ZÜRICH - Es ist klein und handlich und bietet fast alles, was das iPhone 6S auch hat. Aber eben nur fast alles. Was fehlt, verraten wir hier.

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Klar, man könnte jetzt Apple kritisieren, eine vier Jahre alte Hülle zu nehmen (die vom iPhone 5 aus dem Jahr 2012) und darin eine fast ein Jahr alte Technik zu stecken (die vom iPhone 6S).

Wir wollen aber Apple loben, falschen Stolz über Bord geworfen zu haben und den Kunden das zu geben, was sie wollen: Wieder ein handlicheres Handy mit aktuellster Technik.

Denn was Apple-Vize Phil Schiller im Jahr 2012 an der Keynote erzählte, stimmt noch heute. Damals lobte er den 4-Zoll-Display, weil er «ideal für die Grösse des menschlichen Daumens ist.»

Irgendwann kam Apple dann von diesem Motto ab. Um mit Samsung zu konkurrieren, pumpte Apple die Bildschirmgrösse auf 4,7 bzw. 6 Zoll auf. Das ergibt zwar einen fantastischen Bildschirm - aber eine wirklich bequeme einhändige Bedienung war mit den 6er-Modellen nicht mehr möglich. Denn der Daumen ist nicht mitgewachsen.

Die «Special Edition» ist nicht speziell, sondern erfrischend vernünftig

Einige Kunden kauften sich die neuen Modelle wohl nur wegen dem schnelleren Prozessor, der besseren Kamera und dem grösseren Speicher. Nicht unbedingt wegen dem grösseren Display.

Nun wird diese Kundschaft mit dem iPhone SE befriedigt. SE steht hier zwar für «Special Edition», es ist aber alles andere als speziell. Sondern erfrischend vernünftig.

Zur Ausstattung gehören wie gesagt ein handlicher Formfaktor, ein schneller A9-Prozessor und ein Chip mit fast zwei Giga Arbeitsspeicher. Das beste ist aber die 12-Megapixel-Kamera, die es bisher nur im 6S-Modell gab.

Allerdings passte nicht ganz alle Technik ins kleine SE: So finden Käufer keinen druckempfindlichen Bildschirm (3D-Touch), nur eine 1,2 Megapixel-Kamera auf der Frontseite (statt 5 Megapix) und beim Gerätespeicher ist bei 64 Gigabyte fertig (iPhone 6S bis 128 Giga).

Gibts in vier Farben: iPhone SE. play

Gibts in vier Farben: iPhone SE.

Apple

BLICK hat das kleine iPhone SE getestet und kam überraschend gut zurecht. Grösster Umgewöhnungspunkt: Die Buchstaben auf der Tastatur sind wieder schwerer zu treffen, weil der Platz kleiner ist. Zudem merkt man, dass sich viele Apps mittlerweile auf grosse Bildschirme eingestellt haben. Darum wirkt die Anordung der Symbole oft etwas zusammengestaucht.

Mit einem Preis für 479 Franken wirkt das SE eigentlich günstig. Aber Vorsicht, mit diesem Betrag gibts nur die 16-GB-Version, mit der man schnell an Grenzen stösst.

Die nächstgrössere 64-GB-Version kostet dann schon 599 Franken. Totzdem ist es im Vergleich zum iPhone 6S die vernünftigere Wahl. Denn dort kostet die 64-GB-Version mit 879 Franken deutlich mehr.

Ab heute ist das iPhone SE in der Schweiz offiziell erhältlich.

Fazit

Für wen das iPhone SE nichts ist:

  • Video-Lovers (weil es höchstens 64 GB Speicherplatz hat).
  • Selfie-Fans (weil die Frontkamera nur 1,2 Megapixel hat, nicht 5 wie beim iPhone 6S)
  • Technologie-Freaks (weil 3D-Touch fehlt).
  • Hardcore-Tipper (weil der Bildschirm und folglich die Tastatur halt kleiner ist).

Wer am iPhone SE Freude haben wird:

  • Sparfüchse (es ist das günstigste neue iPhone, ab 479 Franken).
  • Frauen (kleinere Hände = kleineres iPhone)
  • Fotografen (mit der 12-Megpix-Cam aus dem 6S hat es die momentan beste iPhone-Kamera eingebaut, und im Gegensatz zum Flaggschiff-Modell steht sie nicht hinten raus).
Publiziert am 06.04.2016 | Aktualisiert am 06.04.2016
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2 Kommentare
  • vroni  Eugster 07.04.2016
    Für mich nun Zeit das alte I-Phone 4 auszustauben. mag nicht so Riesenteile und meist waren die neuen Handys viel zu teuer
  • Michel  Wehner aus Bohol
    06.04.2016
    Man kann auch Kuhscheisse schönreden. Wenn man ein 4" Telefon kaufen will so gibt es genügend Auswahl. Auch das Iphone 5 gehört dazu. Die super aktuellste Technik ist nicht dringend erforderlich. Eine alte Weisheit sagt: Wo es bergauf geht da geht es auch wieder mal bergab. Apple hat offenbar den Zenith überschritten. Innovationen kommen heute von den Konkurrenten.