Gear S3 im Test Schweizer machen Samsung-Uhr besser

Die neuste Smartwatch von Samsung ist eine gewichtige Neuheit. Das wuchtige Design stammt von einem Schweizer, die Akkulaufzeit ist gewaltig. Trotzdem fehlt der Schritt vorwärts.

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Es ist ein ungleiches Duell. Obwohl Samsung schon mehrere Generationen von Smartwatches auf den Markt gebracht hat, hat Apple mit seiner Watch den Markt von hinten aufgerollt. Auch wenn die Absätze insgesamt auf tiefem Niveau verharren, hat die Luxusuhr von Apple viel Staub aufgewirbelt – auch in der Schweizer Uhrenindustrie.

Und genau dort hat sich Samsung für die neue Gear S3 Hilfe geholt, beim Luxusuhren-Designer Yvan Arpa, der unter anderem für Hublot tätig war. Der hat den zwei Modellen Classic und Frontier eine sehr männliche Optik und Grösse spendiert. Was er nicht verhindern konnte: Dass Technik und Akku viel Platz brauchen und daher die Uhr recht wuchtig ist.

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Der Samsung Gear S3 (r.) im Vergleich mit der Apple Watch. ZVG

Der Akku der Samsung Gear S3 reicht sicher für zwei Tage

Während das Gewicht von 62 Gramm eher das Gefühl von Wertigkeit aufkommen lässt, sorgt das dicke Gehäuse dafür, dass die Uhr auf dünnen Armen nicht besonders gut aussieht. Schade auch, wirkt das Silikon-Armband nicht besonders wertig – dafür ist es ein Schmutzmagnet. Immerhin: Samsung selber bietet neu wie Apple viele weitere passende Armbänder an. Auch jedes konventionelle 22-Millimeter-Band passt.

Technisch sind die Veränderungen zum Vorgängermodell S2 nicht gewaltig. Ausser beim Akku, der hält nun auch bei Vielnutzern mindestens zwei Tage durch, sonst sind es gar drei bis vier Tage. Das mit 1,3 Zoll leicht grössere Display lässt sich besser ablesen, zur Navigation benutzt man meistens die drehbare Lünette. Das ist clever gemacht.

Die Bedienung erfolgt auf zwei Ebenen. Dreht man nach links oder rechts erscheinen Widgets, die man selber konfigurieren kann. So hat man schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Mit einem Klick auf den unteren Knopf erscheinen alle Apps. Trotz des eigenen Betriebssystems – Samsung nutzt Tizen und nicht Android Wear – gibts ein recht gutes Zusatzangebot.

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Mit der Uber-App bestellt man ein Auto direkt auf der Uhr. ZVG

Direkt vom Handgelenk ein Uber bestellen

Wir haben etwa die Uber-App ausprobiert, mit der man sich direkt über die Uhr eine Fahrmöglichkeit bestellen kann. Das Handy muss man gar nicht aus der Hosentasche ziehen. Dank integriertem GPS funktioniert das richtig gut. Und ist auch wirklich eine sinnvolle Smartwatch-Erweiterung.

Sonst ist das ja vielleicht das grosse Problem der intelligenten Uhren. Viele User fragen sich, was sie damit machen sollen. Im Alltag wird man die Samsung Gear S3 genauso wie eine Apple Watch vor allem für Basics nutzen – Zeitanzeige, Benachrichtigungen, Schrittzähler. Es macht viel Sinn, auf der Uhr den nächsten Termin eingeblendet zu sehen. Weniger dagegen, auf dem Mini-Browser eine Internetseite anzuschauen. Auch wenn man das mit der Gear S3 problemlos tun kann.

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Im Browser kann man problemlos Blick.ch aufstarten. ZVG

So ist auch die neuste Samsung-Smartwatch nicht wirklich einen Schritt weiter gekommen. Sie ist ein nettes Accessoire, das richtig gut gemacht ist und perfekt funktioniert. Wer sie nutzt, wird die komfortablen Funktionen schnell schätzen und das Handy öfters in der Hosentasche lassen. Wer eine konventionelle oder gar keine Uhr trägt, wird die smarten Funktionen nicht vermissen.

Immerhin, der Spass ist deutlich günstiger als bei der Konkurrenz von Apple. Wenn die voll ausgestattete und hochwertige Gear S3 ab 2. Dezember bei uns startet, kostet sie 449 Franken. Die Apple Watch mit Edelstahlgehäuse ist mindestens 200 Franken teurer.

Unser Fazit: Die Gear S3 gehört zu den besten Smartwatches für Android-Nutzer. Es gibt vielleicht günstigere, aber in diesem Preissegment keine schöneren und wertigeren Uhren. Das Tizen-Bediensystem ist Android-Wear zudem weiterhin überlegen. Mit Apple kann Samsung grundsätzlich mithalten, was aber iPhone-Besitzern nichts bringt, weil sie die Uhr weiterhin nicht verbinden können.

Neue Foto-Funktion fürs iPhone im Test Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 03.01.2017
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2 Kommentare
  • Markus  Schweizer 15.11.2016
    Naja Tizen wird ja von der Community nicht gross unterstützt. Daher wohl die lange Laufzeit, da gibt es wohl noch nicht allzu viele Apps dafür. Mal schauen wie es sich entwickelt. Das ist schon mal ein gewaltiger Schritt nach vorne (die Akku Leistung).
  • Silvio  Mayer , via Facebook 15.11.2016
    Die Samsung Gear S3 sieht wenigstens nach einer richtigen Uhr aus. Die Apple iWatch sieht eher nach einem Spielzeug aus. Irgendwie fast wie eine der kleinen Seifen, die man im Hotelzimmer bekommt. Einfach mit Armband und in Farbe.