BlackBerry Passport im Test Quadratisch, unpraktisch, mittelmässig

Der wichtigste Grund, sich ein BlackBerry zu kaufen, ist die eingebaute Tastatur. Sonst zeigt der Smartphone-Pionier beim Passport viele Schwächen.

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BlackBerry galt als typisches Manager-Handy. Für Vieltipper, die dauernd und überall wichtige Mails beantworten müssen. Heute ist die typische Klientel längst aufs iPhone umgestiegen. Und wir alle sind längst immer und überall erreichbar, allerdings über Facebook und WhatsApp und nicht per E-Mail.

Die Zeiten ändern sich, BlackBerry hat sich lange zu wenig den neuen Gewohnheiten angepasst - und ist daher wirtschaftlich ins Straucheln geraten. Die Kanadier versuchen nun, mit einer neuen Generation von Smartphones alte Kunden zurückzugewinnen und neue anzulocken.

Tastatur ist Trumpf

Vor allem BlackBerry-Fans dürften vom neuen Passport begeistert sein. Das ausgezeichnet verarbeitete Smartphone hat eine stabile Quertz-Tastatur integriert, mit der man tatsächlich schon nach kurzem Training schneller und fehlerfreier schreibt als auf dem Touchscreen.

Allerdings: Einhändig kann man eigentlich gar nichts bedienen, es braucht immer beide Daumen. Und schön wäre eine Reihe mit Satzzeichen gewesen, die man ja doch häufig braucht. Diese sind etwas unnatürlich oberhalb der Tastatur auf dem Touchscreen zu finden. Genial ist die Touchpad-Funktion der Tasten: So kann man einfach über die Tasten streichen, um etwa im Webbrowser zu scrollen.

Auffällig ist das quadratische Design, das allerdings im Alltag nur wenig Nutzen bringt. Man hat ein grosses und mit fast 200 Gramm schweres Gerät in der Hand, das sich wie ein kleines Smartphone anfühlt. Natürlich ist die Breite des Displays angenehm für Mails oder News-Webseiten. Doch wenn Apps einfach in die Breite gezogen werden, hört der Spass auf.

Ein bisschen Android inside

BlackBerry setzt zwar auf ein eigenes Betriebssystem, ermöglicht aber über den Amazon-App-Store den Download von Android-Anwendungen. Das funktioniert einigermassen, auch wenn gerade lokaler Schweizer Content zum Teil fehlt, etwa die SBB-App.

Die Top-Hardware mit einem Snapdragon 801 von Qualcomm und 3 GB Arbeitsspeicher bemerkt man etwa beim schnellen Wechsel zwischen den Programmen. Das flutscht so richtig. Der Akku hält eher zwei als einen Tag, auch das ist ein Plus.

Eine Enttäuschung ist allerdings die 13-Megapixel-Kamera, die langsam arbeitet und Mühe hat, den Fokus richtig einzustellen. Unscharfe Fotos, gerade bei Nahaufnahmen, passieren leider immer wieder.

Fazit: Der BlackBerry Passport ist ein exotisches Gerät mit eigenwilligem Design. Beim Thema Sicherheit und bei den Grundfunktionen bietet der Hersteller sehr viel, schwach sind die Kamera und die mässig gelungene Anbindung an die Android-App-Welt.

Und da man fürs Gerät mit 32 GB Speicher 649 Franken bezahlt (etwa bei Digitec.ch), lohnt sich ein Kauf primär für jene, die sich nicht mit dem Touchscreen-Tippen anfreunden können.

Publiziert am 02.01.2015 | Aktualisiert am 02.01.2015
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Der BlackBerry Passport fällt mit ungewöhnlicher Form auf. play

Der BlackBerry Passport fällt mit ungewöhnlicher Form auf.

2 Kommentare
  • Markus  Stutz 03.01.2015
    Endlich mal ein Hersteller, der es wagt, aus der Masse der Kopien der Kopien der Kopien auszubrechen und eigene Wege zu gehen. Das ist doch mal super!
  • marcel  meuler aus Regensdorf
    02.01.2015
    Wie kann man nur ein derart quadratisches Gerät herstellen?