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Wissen Sie, was Sie letzte Woche auf ihrem Handy angeschaut haben? Wahrscheinlich nicht. Ihr iPhone dafür schon. Denn das Apple-Handy schiesst jedes Mal einen Screenshot, wenn man auf den «Home»-Button drückt. Damit beendet man die aktuelle Anwendung und kehrt zum Hauptmenü zurück.
Das geschieht mit einer hübschen Animation. Egal ob beim SMS schreiben, gamen oder surfen im Web: Das aktuelle Bild schrumpft in sich zusammen und gibt die Sicht auf das Hauptmenü frei.
Genau für diese Animation braucht das iPhone eben eine Abbildung der letzten Anwendung. Der Screenshot wird zwar sofort gelöscht. Doch der US-Hacker und Sicherheitsexperte Jonathan Zdziarski zeigte diese Woche, dass die Daten auch später wiederhergestellt werden können, wie «wired.com» berichtet. So könnte man später nachschauen, welche Webseiten der Handy-Besitzer besucht hat und was sonst so übers iPhone lief.
«Es gibt keinen Weg, dies zu verhindern», sagte Zdziarski in seinem Webcast. «Es ist zwiespätlig: Ich hoffe, Apple repariert dieses Problem, weil es eine gravierende Datenschutz-Lücke ist. Gleichzeitig war dies bei Ermittlungen gegen Kriminelle schon nützlich.»
Wie oft und in welchem Umfang die «versteckten Screenshots» von Ermittlern bereits eingesetzt wurden, lässt der Hacker offen. Er stellt fest, dass die Lücke bereits bei Personen zum Einsatz kam, die wegen Vergewaltigung, Mord und Drogen unter Anklage standen.
Zdziarski zeigte in seinem Webcast ebenfalls, wie der Pin-Schutz des iPhones umgangen werden kann, um trotz Code-Sperre vollen Zugriff auf das Handy zu bekommen. Allerdings benötigte der erfahrene Hacker laut «wired.com» fast eine Stunde und einige Programmierarbeit, um das Gadget zu knacken. (ent)
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Alles, was auf dem iPhone passiert, wird protokolliert – und nur schlecht gelöscht. (AP)