Dünner, leichter, mit multifunktionaler «Touch Bar» Apple präsentiert das neue MacBook

Das neue MacBook hat statt Funktionstasten einen Touchscreen und einen Fingerabdruck-Sensor. Mittels Touch ID kann man zudem via Apple Pay bezahlen.

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Apple will mit einem hochgerüsteten Notebook-Modell seine Talfahrt im zähen Computer-Markt stoppen. Dabei will der Konzern vor allem mit einer Innovation punkten: Im neuen MacBook Pro wird die Reihe der Funktionstasten durch eine schmale Touchscreen-Leiste ersetzt.

Dort werden verschiedene Buttons und Bedienelemente passend zur aktuellen Anwendung eingeblendet, erläuterte Marketing-Chef Phil Schiller am Donnerstag in Cupertino. Ausserdem wird in die «Touch Bar» ein Fingerabdruck-Sensor integriert, damit der iPhone-Bezahldienst Apple Pay auch bei Einkäufen im Web direkt auf dem Computer genutzt werden kann.

Die «Touch Bar» kann damit viel mehr Funktionen abdecken als fest gekennzeichnete Knöpfe. In einem Text-Programm zum Beispiel werden dort Wort-Vorschläge zum Auswählen eingeblendet sowie Bedienelemente etwa zur Auswahl von Schriften oder Farben.

Bei Foto-Anwendungen zeigt die Leiste Mini-Abbildungen der Motive, durch die man mit dem Finger scrollen kann, oder winzige Voransichten von Filtern zur Bildbearbeitung. Gerade bei komplexen professionellen Anwendungen wie Photoshop können relevante Funktionen aus den Tiefen der Programm-Menüs schneller erreichbar gemacht werden.

Apple stellt das neue MacBook Pro vor: Wird User-Experience verändern play
In der sogenannten «Touch Bar» ist unter anderem ein Fingerabdruck-Sensor integriert. AP

Ausserdem wurde die Modellreihe dünner und leichter. Die Fläche des Touchpads wurde deutlich vergrössert.

Weitere Mac-Modelle wurden am Donnerstag entgegen einigen Erwartungen nicht aktualisiert. Auch einen neuen Monitor für Notebooks direkt von Apple gibt es weiterhin nicht - Schiller pries stattdessen ein neues Display von südkoreanischen Anbieter LG an.

Rückläufige Notebook-Verkäufe

Die Verkäufe von Notebooks und Desktops gehen schon seit mehr als zwei Jahren branchenweit zurück. Apple schlug sich mit seinen Macs längere Zeit besser als der Markt. Zuletzt sank der Absatz jedoch vor der erwarteten Auffrischung der Modell-Palette um rund 13 Prozent auf etwa fünf Millionen Geräte.

Ausserdem gewährte Apple einen Blick darauf, wie der Konzern eine grössere Rolle bei den Fernsehgewohnheiten seiner Nutzer spielen will. Die Fernsehbox Apple TV bekommt eine neue Anwendung mit dem Namen «TV», in der Inhalte aus verschiedenen Apps gebündelt werden. Dort werden sie in Rubriken wie «Serien» oder «Filme» gestaffelt und können gestartet werden, egal von welchem Kanal oder Online-Dienst sie kommen.

Inzwischen haben neben Streaming-Services wie Netflix auch diverse Sender Apps für das Apple TV veröffentlicht. Eine Rolle bei der Bedienung soll auch Apples Assistentin Siri spielen. So soll es reichen, ins Mikrofon zu sagen, welches Spiel man sehen will - die Software ermittelt im Hintergrund, wo es läuft und zeigt es an. Die neue TV-App soll im Dezember zunächst in den USA verfügbar sein.

«Wir wollen, dass Apple TV der eine Ort ist, den Sie zum Fernsehen brauchen, für alle ihre TV-Sendungen und Filme», sagte Apple-Chef Tim Cook. «Wir glauben, dass Apps die Zukunft des Fernsehens sind.»

Twitter demonstrierte bei dem Event, wie über Apple TV aktuelle Tweets zum Beispiel zu Sport-Übertragungen neben einem verkleinerten Live-Bild direkt auf dem Fernsehbildschirm eingeblendet werden. Auch das populäre Bauklötze-Spiel «Minecraft» - das inzwischen dem einstigen Erzrivalen Microsoft gehört - kommt auf die Fernsehbox.

Mit der «TV»-App konkretisieren sich die Apple-Pläne für das Fernsehgeschäft. Auch Google und andere Konzerne wie Sony wollen Plattformen für traditionelle TV-Inhalte aufbauen, ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem lukrativen US-Markt. (SDA)

Publiziert am 27.10.2016 | Aktualisiert am 10.11.2016
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10 Kommentare
  • Markus  Schweizer 28.10.2016
    Im ganzen ist auch untegegangen das man die Apple Pheripheri nicht merh direct anschlissen kan ans neue MacBook pro (Adappter wird fällig und ist nciht mal beim ac dabei)...für soviel Geld müsste es dabei sein. Schwach von Apple...dies war mit Abstand die Schwächste Keynote ever!
  • Hans  Meier 28.10.2016
    Warum sollte das alte MacBook Air erneuert werden, wenn das neue MacBook Pro schneller, kleiner und dünner ist ? Das MacBook Air wird bald einmal eingestellt. Diese Keynote war für Portable Geräte, der iMac wird 2017 erneuert. Man sollte sich schon ein wenig Informieren bevor man hier was schreibt.
  • Remo  Wyss 28.10.2016
    Die Preise für ein MacBook und einen gleichwertigen (Alu, nicht Plastik, Glas etc.) anderen Laptop sind in etwa gleich, mein 7 jähriges MacBook rennt immer noch, da habe ich mit anderen teuren Geräten ganz andere Erfahrungen gemacht. Zur Keynote: Kein Wort über MacBook Air, iMacs, Mac Pro. Nichts anderes als eine Software fürs Apple TV und das neue MacBook Pro. Das war wohl die schlechteste Keynote bisher. Tim Cook macht das, was jeder Buchhalter macht: Innovation durch Kostenstellen ersetzen.
    • Silvio  Mayer , via Facebook 28.10.2016
      Wenn Sie das Gehäuse für den Vergleich nehmen, stimmt Ihre Aussage. Wenn Sie allerdings das wesentliche vergleichen (Prozessor, RAM), dann ist dieses Gerät eine lahme Kiste. z.B. DDR3 RAM ist seit mehr als einem Jahr veraltet. Aktuelle gute Windows Notebooks haben DDR4 RAM, welches schneller und stromsparender ist. Das ist nur ein Beispiel von vielem. Das der Prozessor bei diesen Geräten unzureichend gekühlt wird und deshalb immer runtertaktet, ist ein weiteres Manko.
    • Remo  Wyss 28.10.2016
      Herr Mayer, mit den RAM haben Sie völlig recht, ist für mich auch unverständlich, zumal DDR4 nicht mehr teurer sind als DDR3. Die Kühlung ist einwandfrei, auch wenn man per Turbo Boost den Prozessor höher taktet, allerdings erzeugt das Gerät dann ziemlich starke Lüftergeräusche. Nun wie gesagt, Apple war schon innovativer. Das Weglassen von Anschlussmöglichkeiten zu Gunsten neuerer Technik hat nichts mit Innovation zu tun. Apple mit Tim Cook an der Spitze wird nie mehr richtig innovativ sein.
    • Markus  Schweizer 28.10.2016
      Ich habe auch noch meine 2010 (oder 11er nicht mehr sicher) MacBook Pro. DVD raus 2. HD drin. und gerade eben eine 2TB SSD eingebaut. Für meine Anwendungsprofil läuft das Gerät super. und Solange Apple dies Fantasiepreise für ein HD update verlangen (knapp 1400.- sFr für ein Update auf 2TB SSD PCIe - Nein Danke). Nein Apple muss sich mal wieder neu erfinden... Momentan laufen sie nur noch auf der Gewinn Margen Optimierung. Die TouchBar und TouchID auf em MacBook ist cool aber eben zu wenig.
    • Reto  Petitprince aus Binningen
      01.11.2016
      Im Gegensatz zu einem PC, läuft mein MacBook 13" mit Intel Dual Core und langsamen RAM heute noch flüssiger, als ein PC mit wesentlich bessererer Hardware. Die Hardware Diskussionen werden dann müssig, wenn mein Gerät schlicht fantastisch läuft und ich bei meinem gut gerüsteten PC viel Zeit mit warten verbringen muss. Mit meinem zweijährigen MacMini mache ich mit wenig Aufwand und wenig Wartezeit hochwertige Filme in HD.
  • Silvio  Mayer , via Facebook 27.10.2016
    Durchschnittliche Hardware zum Premiumpreis in hübscher Verpackung. Die Preise sind allerdings fürs Gebotene selbst für Apple Fans nun jenseits von Gut und Böse. Und richtige Rechenleistung kann man auch nicht erwarten, die dünnen Gehäuse führen dazu, dass die Hardware sehr schnell überhitzt und dann heruntergetaktet wird. Also für Leute die damit richtig arbeiten möchten, ungeeignet.
  • Sebastian  Henze aus Zürich
    27.10.2016
    Muss ich unbedingt haben! Sofort!
    Ahnein. Mein Betriebssystem meiner Wahl laeuft auch auf alter Hardware sehr gut :)