Aionav - die Schweizer Erfindung Jeder wird zum App-Entwickler

Dank einer Schweizer Technologie können sogar Kinder Apps für iPhone und Android veröffentlichen. Aionav begeistert auch das Silicon Valley.

Aionav App: Mit App-Player für Android und iOS eigene Apps kreieren play
Ideal für Start-ups, Museen, Künstler oder KMUs: Mit Aionav erstellt man einfach, schnell und günstig eigene Apps. Getty Images

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Bei Google hat Ulrich Walder (68) seine Entwicklung vorgestellt. Auch bei anderen Big-Playern im Silicon Valley und bei Microsoft in Redmond war der Schweizer Ingenieur und Informatiker zu Besuch. Die Grossen der Branche sind begeistert von den Aionav-Apps.

Denn der ehemalige Professor der Universität Graz hat mit seinem Start-up etwas Einmaliges geschafft: Mit Aionav kann jeder, der einen Computer bedienen kann, auch eine eigene App erstellen.

Die geniale Idee: Das Schweizer Unternehmen hat je einen App-Player für Android und iPhone entwickelt. Eine Art Browser in Appform mit hoher Funktionalität. Der App-Inhalt ist dabei strikt von der Verarbeitung auf dem Gerät getrennt.

Aionav App: Mit App-Player für Android und iOS eigene Apps kreieren play
Im Studio lassen sich am Computer ganz einfach Apps für iPhone und Android erstellen - und zwar für beide Systeme gleichzeitg.

Mit einem im Web verfügbaren Programm, dem Aionav App-Studio, kann der User seine Apps völlig frei selber gestalten und multimediale Inhalte hinzufügen. Programmieren muss man nichts, der Aufbau ist so einfach wie ein Office-Programm. Die App kann via Aionav in den Stores von Apple und Google gleichzeitig publiziert werden.

Eigene Apps publizieren wird zum Kinderspiel

Der Vorteil: Der App-Player ist stets derselbe. So ist es normalerweise nur eine Formsache, bis die App weltweit zugänglich ist.

Aionav App: Mit App-Player für Android und iOS eigene Apps kreieren play
Ulrich Walder ist Ingenieur, Schweizer Internet-Pionier und ehemaliger Professor der Technischen Universität Graz.

Wer in Google Play oder dem iTunes App Store unter «Aionav» sucht, findet eine ganze Reihe Beispiele. Von der interaktiven Tour durch Bern über ein Tierlexikon der Alpenwelt bis zu diversen Apps für Museen, KMUs und Künstler.

Die einfachsten Kreationen ähneln inhaltlich Webseiten, perfekt in die Form einer App integriert. «Doch Aionav kann noch viel mehr, etwa in Verbindung mit georeferenzierten Karten», sagt Walder. Er zeigt es gleich schnell selber am Laptop vor. Mit ein paar Klicks verwandelt er ein Luftbild in eine interaktive Karte mit Infos zu einem Weinberg und einem eingezeichneten Spaziergang.

Aionav App: Mit App-Player für Android und iOS eigene Apps kreieren play
Aus Luftbildern werden interaktive Karten, mit denen man sogar navigieren kann.

Läuft man dann der Route entlang, sieht man dank GPS sich selber auf der Karte, und es erscheinen im Handy automatisch die Texte und Bilder. Sogar für Indoor-Navigation taugt Aionav. Die Karten werden jeweils nicht online geladen, sondern sind in der App abgespeichert.

In die Apps lassen sich sogar weitere Apps laden

Natürlich steckt dahinter ein kompliziertes Programm. Das Aionav App-Studio ist aber trotz grosser Auswahl an Funktionalität einfach bedienbar. Die Apps schaffen es dann auch tatsächlich durch das strenge Prüfprozedere von Apple und Google.

Kommerzielle Anbieter bezahlen rund 5000 Franken für die Nutzung der Tools. Schulen, Künstler oder gemeinnützige Organisationen weniger. «Unser Ziel ist, dass der Player irgendwann direkt im Betriebssystem integriert ist und dank Lizenzgebühren der Hersteller jeder gratis Apps erstellen kann», sagt Walder.

Aionav App: Mit App-Player für Android und iOS eigene Apps kreieren play
Eine eigene kleine Tagebuch-App in der App kann man etwa bei der Europäischen Reiseversicherung erstellen.

Schon jetzt hat er grosse Kunden wie etwa die Europäische Reiseversicherung. Diese nutzen die Möglichkeiten von Aionav voll aus und haben etwa den Notfall-Knopf mit aktueller Position integriert. Man kann sogar ein eigenes Reisetagebuch erstellen.

In manche Apps kann man gar mit einem QR-Code weitere Apps reinladen – erstaunlich, dieser «App-Store in einer App». So lässt sich das Angebot schnell und ohne Umweg über ein Update des gesamten App erweitern.

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Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 17.11.2016
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