Sonys Auftritt an der Internationalen Funkausstellung 2010 3D-Feuerwerk zum Start der IFA

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Lorenz Keller

Sony hat als erste grosse Marke an der weltgrössten Elektronikmesser, der IFA in Berlin, ihre neuen Produkte vorgestellt und einen Angriff auf Apple lanciert.

Sony-Boss Sir Howard Stringer hatte zum Start der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin eine Überraschung parat. Die Pressekonferenz der Japaner war ganz in 3D: Die Ansprache wurde mit Spezialequipment gefilmt und direkt in 3D auf die Leinwand gebeamt.

Kein Wunder: 3D ist bei Sony – aber auch bei vielen anderen Herstellern – das grosse Thema auf der Messe. Die Japaner beschränken sich dabei nicht auf immer bessere TV-Geräte, welche räumliches Sehen ermöglichen, sondern führen 3D bei weiteren Gerätekategorien ein. Die Vaio-Laptops etwa werden nächsten Frühling mit einer 3D-Version ergänzt. Zudem können verschiedene Digicams 3D-Panorama-Fotos schiessen.

Grösster Trumpf aber ist, dass Sony selber 3D-Inhalte herstellt. Sie produzieren Profi-Kameras, Projektorensysteme für Kinos – und initiieren mit eigenen Filmstudios auch immer neue 3D-Blockbuster. Auch im Bereich Sport oder Musik sind die Japaner aktiv und sie unterstützen Fernsehsender beim Aufbau eines 3D-Programms. So wollen sie in den nächsten Jahren korrigieren, was momentan noch viele vom Kauf einer 3D-Ausrüstung abhält, dass es nämlich fast keine passenden Filme oder Videos gibt.

Sony prescht aber auch in anderen Bereichen vor: So wird unter dem Namen Qriocity (sprich: Kuriositi) eine Plattform lanciert, die Musik und Filme als Stream auf den Fernseher und auf andere Geräte bringt. Ein klare Kampfansage an Apple, die ähnliche Dienste plant oder schon lanciert hat – und vor allem bei den mobilen Geräten die Nase klar vorne hat. In der Schweiz dürfte es aber noch eine Zeit lang gehen, bis Qriocity aufgeschaltet ist, denn bei den fünf Startländern sind wir nicht dabei.

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