10 Jahre iPhone Als ich das Nokia N95 besser fand

Am Montag, 9. Januar 2017 wird es 10 Jahre her sein, seit Steve Jobs (†) das erste iPhone präsentierte. Viele uninformierte Zeitgenossen denken ja, ich hätte das Apple-Teil schon immer cool gefunden. Falsch!

Apple feiert 10 Jahre iPhone: Als ich das Nokia N59 noch besser fand play
Links das Nokia, rechts das iPhone: Tech-Journalist Benkö 2008.

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Der Beweis: Im April 2008 beschrieb ich im damaligen Blick am Abend-Vorgänger «Heute», warum ich nach Monaten des iPhone-Tests wieder zum geliebten Nokia N95 zurückgekehrt bin («Tschüss iPhone, welcome back N95»).

Immerhin nur kurzfristig, wie ich in weiser Voraussicht prophezeit habe. Am meisten vermisste ich damals die Apps.

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Die erste iPhone-Generation war alles andere als perfekt: So berichtete «Heute» am 24. April 2008.

Hier der acht Jahre alte «Heute»-Artikel im Original

Langzeittest: Warum Apples Kulthandy nicht glücklich macht

Tschüss iPhone, welcome back N95

ZÜRICH - Ich gebe es zu: Ich wollte das iPhone lieben. Nach ein paar Test-Wochen kehrte ich aber zum Nokia N95 zurück. Es bietet schlicht mehr Möglichkeiten.

Am Anfang lief noch alles paletti. Ich war stolz auf mich, dass ich mein iPhone (Testgerät von Digitec) innert Minuten fürs Swisscom-Netz hacken konnte. Dann fing ich an, wie ein Weltmeister im Internet zu surfen - da schlägt der eingebaute Safari-Browser wirklich alle anderen Handys um Lichtjahre. Und dann? Nun ja, ich installierte ein paar Apps: Twinkle zum Twittern, Fring zum Chatten - und SwirlyMMS zum MMS verschicken. Denn von Haus aus schnallt das iPhone MMS ja nicht.

Aber irgendwie wurde es dann langweilig und ich fragte mich, wieso ich ein Handy hacken muss, damit es danach das kann, was andere Handys schon lange können. Und dann fielen mir plötzlich immer mehr Sachen auf, die an meinem geliebten Nokia N95 8 GB (Testgerät von Nokia) besser liefen. Am wichtigsten: Nummern im Adressbuch finde ich dort mit ein bis zwei Tastenklicks. Beim iPhone musste ich ewig mit dem Finger scrollen. Zudem sind beim N95 die Fotos massiv besser - und es hat eine Videofunktion (auch dies geht beim iPhone nur durch den ushow.com-Hack). Dank Qik und Kyte kann ich so beim N95 live Videos ins Netz streamen. Für mich ist dies aktuell die hippste Handy-Funktion. Kurz: Das iPhone erinnert ans alte Web 1.0 (Inhalte konsumieren), das N95 ans moderne Web 2.0 (Inhalte produzieren).

Spätestens im Juni, wenn sich das iPhone für Dritt-Applikationen offiziell öffnet, erhält es von mir aber nochmals eine Chance.

Erscheinungsdatum: 24. April 2008.

Der Kenner merkt, dass ich schon vor 8 Jahren das heute populäre Livestreaming propagierte (mit Apps wie Qik etc.). Für Nostalgiker gibts hier die legendäre iPhone-Keynote von Steve Jobs im Original.

«It's magic» - Steve Jobs am 9. Januar 2007 in San Francisco
Publiziert am 06.01.2017 | Aktualisiert am 09.01.2017
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2 Kommentare
  • Sandra  Blow aus Winterthur
    07.01.2017
    Auch ich verstehe den Hype nicht. Und ich sage euch: in ca. 5 Jahren wird Apple schon am Logo nicht mehr viel Apfel dran haben. Einfach weil sie mit der Technologie nicht mehr Schritt halten können und auch viel zu teuer sind.
  • Sebastian  Henze aus Zürich
    06.01.2017
    Und ich verstehe auch nach 10 Jahren den Hype nicht.
    Die Marketing-Propaganda von Apple ist dermassen gut, dass man mit einem masslos ueberteuerten Geraet, das so viele Einschraenkungen hat und bei dem man vom Hersteller gegaengelt wird, so viel Geld machen kann.
    Aber eben. "Hast Du kein iPhone, dann hast Du kein iPhone".