Maja unverblümt Blow-Job-Coaching am Telefon

  • Publiziert: 16.02.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

Maja lässt sich schon mal von ihrem besten Freund Armin sagen, wie das mit der Befriedigung geht. Allerdings hat ihre Unverblümtheit manchmal peinliche Folgen.

«Sag mal Maja, was war dein peinlichstes Dating-Erlebins?», fragte mich meine Freundin Betty, als wir Freitag bei unserem Lieblings-Chinesen sassen.
«Die Nummer mit dem Telefon war schon grässlich», antwortete ich. Sie schaute mich fragend an. «Telefon? Erzähl.»

Das war vor vier Jahren. Nachdem mich mein damaliger Freund verliess, lebte ich ein paar Monate abstinent. Bis ich Julian traf. Er war ein klassischer Beau. Abgesehen davon, dass er gross und perfekt gebaut war, trug er T-Shirts mit Comic-Prints.

Todesmutig wagte ich den ersten Schritt. Zwei Tage später sass ich bei Julian auf dem Balkon. Mister Nice Guy schüchterte mich so ein, dass ich nicht in seine Augen blicken konnte, schüchtern, unwitzig und todlangweilig war. Dennoch datete er mich ein zweites Mal. Dann ein drittes Mal und beim Date Nummer vier äusserte er den Wunsch, bei mir zu übernachten. Das war an einem Donnerstag gegen 19 Uhr. Er könne so gegen 21 Uhr bei mir sein, sagte er am Telefon. Sofort rannte ich ins Bad. Zwei Sekunden später war ich voller Rasierschaum, hatte eine Gesichtsmaske aufgetragen und Herzrasen, das mich fast killte.

Frisch gepeelt, rasiert und mit Haarmaske auf dem Kopf, drehte ich die Musik auf, rauchte drei Zigaretten und kotzte fast vor Nervosität. Um 20.45 war ich ready. Ready to fuck! Denn Julian und ich hatten noch keinen Sex. Abgesehen von ein bisschen Knutschen lief nichts. Zu diesem Zeitpunkt war ich seit sieben Monaten ungevögelt. Mich überkam ein Anflug von Panik. Also rief ich Armin an.

«Armin, Julian kommt gleich, ich sterbe gerade unzählige Tode. Bitte, bitte bleib dran, bis er kommt.» Armin redete mir gerade gut zu, als es bereits klingelte. In der damaligen Wohnung musste ich stets runter aufschliessen gehen. Also begab ich mich im Zeitlupentempo Richtung Haustüre. Mit Armin an der Strippe. Er versuchte mich zu beruhigen. Erfolglos. «Armin, ich hatte seit über einem halben Jahr keinen Sex mehr. Ich weiss nicht mehr, wie das geht.» «Maja-Darling, es ist wie Velofahren, das verlernst du nicht, cool down Baby.» «Du gibst mir jetzt sofort eine Blas-Anleitung! Ich bin total aus der Übung! Sag, worauf ich achten muss! Mach schon!»

Armin legte sogleich los, als mir Julian entgegenkam. Irgend ein Tubel hatte ihn unten reingelassen. Er kriegte das ganze fucking Gespräch mit. Unzensiert! Ich schaute ihn mit grossen Augen an. Das war der Moment, in dem ich mir nichts sehnlicher als den Weltuntergang wünschte. «Maja, du beginnst ganz fein an der Eichel, setzt zusätzlich deine Hand ein, dann wirst du etwas schneller und pass auf die Zähne auf..., Zähne sind absolut tabu..», hörte ich Armin weit, weit weg sagen. «Maja, Majaaaaa, bist du noch da? Halllooo?»

play Unverblümt, direkt, abgefahren: Maja (zvr@ringier.ch).

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