Dania Schiftan ist BLICK-Autorin und lic. phil. Psychologin FSP. Sie arbeitet in Zürich als Sexualtherapeutin. In ihrer Blick.ch-Kolumne «Danias Sexkiste» berichtet sie über Phänomene und Wissen aus der grossen weiten Welt des Sex.
Danias Sexkiste: Bondage nach japanischer Art
Die einen sind von einem guten Buch gefesselt, die anderen von ihrem Partner. Und das buchstäblich. Sexpertin Dania Schiftan über die japanische Version dieser besonderen Art von «Bindung».
Aktualisiert um 11:10 | 30.10.2009
Japanisches Bondage ist in der japanischen Kultur eng mit den Themen Verschnürung und Verpackung verbunden. Samurai haben die Techniken des Fesselns auf dem Schlachtfeld verfeinert und die Kunst bis hin zu einer zelebrierten Erotik vertieft. Die erotisch-sinnlichen Verschnürungen zum dekorativen Objekt der Begierde, der Lust und der Leidenschaft, wirken in den einzelnen Fesselungen beinahe wie eine rituelle, meditative Zeremonie.
Sogar die Werbung setzt auf den Nimbus der alten Kriegskunst der Samurai. «Max Shoes» zum Beispiel wirbt in der neusten Männerkampagne mit Models im Kimono, die mit Schnürsenkeln auf übergrosse Herrenschuhe geknotet werden.
Beim «sexuellen» Bondage werden einem Partner auf liebevolle und zärtliche Art Fesseln angelegt. So wird die tiefe Zuneigung zweier Menschen gefeiert. Dabei müssen nicht einmal zwingend sexuelle Absichten mit im Spiel sein. Es geht vielmehr darum, durch die Seile Geborgenheit zu vermitteln, was im Partner den Wunsch wecken kann, sich vollkommen zu öffnen und hinzugeben. Dies kann mental wie körperlich zu einer tiefen Entspannung führen – sozusagen zu einem Auflösen im Nichts.
Man muss nicht zwingend Japaner sein, um japanisch fesseln zu können. Dragonrope lebt und betreibt diese Art der Knotenkunst seit 10 Jahren und bietet in der Schweiz die Möglichkeit, in Workshops japanisches Bondage vom einfachen Basiswissen bis zu hochkomplexen, graziös anmutenden Fesselungen zu erlernen. Er nimmt einen mit auf eine Reise in die Seile – zu sich selbst und wieder zurück. Gefesselt von der Idee?
Sogar die Werbung setzt auf den Nimbus der alten Kriegskunst der Samurai. «Max Shoes» zum Beispiel wirbt in der neusten Männerkampagne mit Models im Kimono, die mit Schnürsenkeln auf übergrosse Herrenschuhe geknotet werden.
Beim «sexuellen» Bondage werden einem Partner auf liebevolle und zärtliche Art Fesseln angelegt. So wird die tiefe Zuneigung zweier Menschen gefeiert. Dabei müssen nicht einmal zwingend sexuelle Absichten mit im Spiel sein. Es geht vielmehr darum, durch die Seile Geborgenheit zu vermitteln, was im Partner den Wunsch wecken kann, sich vollkommen zu öffnen und hinzugeben. Dies kann mental wie körperlich zu einer tiefen Entspannung führen – sozusagen zu einem Auflösen im Nichts.
Man muss nicht zwingend Japaner sein, um japanisch fesseln zu können. Dragonrope lebt und betreibt diese Art der Knotenkunst seit 10 Jahren und bietet in der Schweiz die Möglichkeit, in Workshops japanisches Bondage vom einfachen Basiswissen bis zu hochkomplexen, graziös anmutenden Fesselungen zu erlernen. Er nimmt einen mit auf eine Reise in die Seile – zu sich selbst und wieder zurück. Gefesselt von der Idee?
Die Expertin
Dania Schiftan ist BLICK-Autorin und lic. phil. Psychologin FSP. Sie arbeitet in Zürich als Sexualtherapeutin. In ihrer Blick.ch-Kolumne «Danias Sexkiste» berichtet sie über Phänomene und Wissen aus der grossen weiten Welt des Sex. (Claudia Larsen)
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