Mit 50!
Ski-Star Zoe Haas wird Lehrerin

Im Super-G kämpfte sie sich an die Spitze, nun will sie Jungen das Durchbeissen beibringen.
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Zoë Haas freut sich auf die neue Herausforderung.
Foto: Paolo Foschini/BLICK
Von Fabienne Riklin

Die ehemalige Skirennfahrerin Zoë Haas aus Stans NW macht künftig Schüler fürs Berufsleben fit. Seit Dienstag ist die 50-Jährige diplomierte Lehrerin.

Fünf Jahre besuchte Haas während drei Tagen in der Woche die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ) in Goldau SZ. Daneben verdiente sie ihren Lebensunterhalt mit Sport- und Englischunterricht.

«Mir war immer bewusst, dass ich Sport nicht bis 65 unterrichten kann. Also habe ich mich entschlossen, noch vor 50 eine Ausbildung zur Lehrerin zu machen», erklärt Haas.

«Durch die flexiblen Schul­tage an der PHZ konnte ich Familie, Arbeit und Weiterbildung unter einen Hut bringen. Anfänglich war das Büffeln aber nicht leicht.» Haas war zusammen mit einem Kommilitonen die älteste Studentin. «Dafür war ich oft gelassener als die Jüngeren», sagt sie und lacht.

Ob sie nach den Sommerferien ihre Gelassenheit bewahren kann, wird sich zeigen. Dann übernimmt die einstige Super-G-Spezia­listin ihre erste Schulklasse: eine 10. Klasse an der Berufsfachschule Nidwalden.

Mit Teenagern wird sie Mathe und Deutsch pauken und sie auf den Berufseinstieg vorbereiten. «Ich wollte nicht die ganz Kleinen unterrichten. Ich habe einen guten Zugang zu jungen Erwachsenen», sagt Haas, welche Töchter im Teenager-Alter hat: Nadine (17) und Leana (15).

Zehn Jahre ist Haas im Weltcup Ski gefahren. «Ich habe gelernt dranzubleiben, wenn man ein Ziel erreichen will. Ich hoffe, ich kann den jungen Menschen, die nicht auf Anhieb eine Lehrstelle fanden, das Durchbeissen beibringen.»

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