Wissenschaftlich erwiesen Tagträumen macht dick

Seinen Gedanken nachhängen und in eine ganz andere Welt abtauchen – wer kennt das nicht? Allerdings kann das unserer Gesundheit schaden: US-Wissenschaftler fanden heraus, dass Tagträume das Risiko für Übergewicht erhöhen.

Gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene: Beim Essen sollte man sich aufs Essen konzentrieren. Tagträumen, Zeitunglesen oder auf dem Handy herumdrücken lenken davon ab. play

Gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene: Beim Essen sollte man sich aufs Essen konzentrieren. Tagträumen, Zeitunglesen oder auf dem Handy herumdrücken lenken davon ab.

Thinkstock
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Gesundheit

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Die Gehirne von übergewichtigen Kindern funktionieren anders als diejenigen von normalgewichtigen Kids: Zu diesem Schluss sind Forscher vom «Enhanced Nathan Kline Institute - Rockland Sample» gekommen.

Im Zuge ihrer Studie, die im «Heliyon»-Magazin veröffentlicht wurde, untersuchten sie 38 Kinder zwischen 8 und 13 Jahren. Fünf von ihnen waren fettleibig, sechs übergewichtig, der Rest bewegte sich figurmässig im normalen Rahmen. Die Forscher werteten nicht nur Gewicht und Essgewohnheiten aus, sondern schauten sich mittels MRI-Scans auch die Hirnaktivität der Kinder an.

Dabei stellten sie fest, dass bei den Kindern, die am meisten assen, die Hirnregion, die für impulsives Verhalten zuständig ist, aktiver war als diejenige, die Verlangen aller Art unterdrückt. Gemäss den Forschern ist das ein Beweis dafür, dass bei den besagten Kindern die Gedanken wandern. Sprich: Sie tagträumen, denken an alles Mögliche – nur nicht an das, was sie gerade tun, nämlich essen. Deswegen merken sie nicht, wie viel sie verputzen und spüren in der Folge auch nicht, wann sie genug haben. Das führt dazu, dass sie sich regelmässig überessen. 

Die Forscher sind der Meinung, dass man das Problem lösen könnte, indem man Kindern schon von klein an beibringt, aufmerksam zu essen. Also mit dem Kopf bei der Sache respektive bei den Sachen auf dem Teller zu bleiben. Für Erwachsene gilt übrigens das gleiche Prinzip.

Auch wenn sie mittels neuster Medizintechnik gewonnen wurde: Neu ist diese Erkenntnis nicht. Bei Meditation und Yoga zum Beispiel wird seit jeher propagiert, dass man sämtliche Tätigkeiten so bewusst wie möglich ausführt – weil das den Geist beruhigt, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt. (cm/gsc)

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Publiziert am 27.01.2016 | Aktualisiert am 27.01.2016
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