Wissenschaftlich erwiesen Diese 22 Krebsarten sind erblich

Erkrankt jemand an Krebs, erhöht sich für dessen Geschwister das Risiko ebenfalls – und zum Teil massiv. Das zeigt eine neue Langzeitstudie, die auch 22 vererbbare Krebsarten ermittelt hat.

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Schock-Diagnose Krebs: Sie betrifft nicht nur Patienten, sondern auch allfällige Geschwister.

Thinkstock
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Gesundheit

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Forscher der Universität von Harvard haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dänemark und Finnland von 1943 bis 2010 insgesamt 200'000 Zwillinge begleitet. Nicht nur ein-, sondern auch zweieiige Paare, deren genetische Situation der von «normalen» Geschwistern ähnelt. Sinn und Zweck der Studie: Ermitteln, welche Krebsarten genetisch weitergegeben werden und wie gross das Familienrisiko ist.

Im Schnitt wurden die Zwillinge 32 Jahre lang begleitet. Jeder dritte Studienteilnehmer erkrankte im Verlauf der Studie einmal an Krebs. Bei 3316 Zwillingspaaren wurde bei beiden Teilen Krebs diagnostiziert. Davon hatten 38 Prozent der identischen Zwillinge die gleiche Krebsart, bei den zweieigen waren es 26 Prozent. Bei den eineiigen Zwillingen stieg das Krebsrisiko auf 46 Prozent an.

Die Forscher fanden heraus, dass zum Beispiel bei Hodenkrebs ein erhöhtes Familienrisiko besteht. Schon bei zweieiigen Zwillingen war das Risiko 12 Mal höher, sobald ein Teil an Hodenkrebs erkrankte. Bei eineiigen war das Risiko 28 Mal höher.

Die Studie wurde online im Medizinjournal Jama veröffentlicht. (gsc)

 

KrebsFamilienrisiko in % (bei zweieiigen Zwillingen)
Krebs im Allgemeinen37.1
Prostata22.0
Brust19.9
Lungen, Luftröhre, Bronchien13.4
Darm7.9
Melanom6.1
Hoden6.0
Enddarm, Anus5.8
Blase5.5
Kopf und Nacken5.1
Hautkrebs (nicht Melanom)4.6
Magen4.4
Leukämie4.1
Bauchspeicheldrüse3.7
Gebärmutter3.6
Eierstöcke2.9
Kehlkopf2.7
Gebärmutterhals2.6
Leber2.1
Nieren1.8
Hirn, zentrales Nervensystem1.8
Non-Hodgkin-Lymphom0.9
Gallenblase, Gallengang0.3


Quelle: Jama (Journal of the American Medical Association)

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Publiziert am 07.01.2016 | Aktualisiert am 08.08.2016
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  • Urs  Saladin , via Facebook 08.01.2016
    Das Risiko steigt, weil sich dann vieles zm den Krebs fokussiert. Eine andere amerikanische Studie hat erblich vorbelastete Waisenkinder bei nicht vorbelasteten Familien und auch umgekehrt platziert. Während bei den nicht vorbelasteten Kindern fast 90 Prozent an den "Erbkrankheiten" der neuen Familie erkrankten, erkrankte von den vorbelasteten Kindern kein einziges! Fazit der Studie war, dass die Thematisierung von Erbkrankheiten der grössere Faktor ist, als die familiäre Vorbelastung.