Wegen Yoga-Hosen und Bikinis Immer mehr wollen eine «Designer-Vagina»

Es klingt wie der Zeitvertreib gelangweilter Hausfrauen in Beverly Hills. Doch immer häufiger unterziehen sich auch gewöhnliche Frauen Schönheitsoperationen im Intimbereich. Das zeigt eine neue Erhebung.

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Das Interesse an Intim-OPs steigt rasant.

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Gesundheit

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Von 16-jährigen Girls bis zu 70-jährigen Seniorinnen: Frauen aus allen Altersgruppen legen sich unters Messer, um sich ihren Intim-Bereich verschönern zu lassen.

Laut der amerikanischen Gesellschaft für ästhetische plastische Chirurgie stieg die Anzahl solcher Eingriffe zwischen 2013 und 2014 um 49 Prozent an. In Deutschland zeigte eine Umfrage der deutschen Gesellschaft für Intimchirurgie und Genitalästhetik, dass sich 48 Prozent der Frauen zwischen 16 und 64 Jahren eine Schamlippen-OP vorstellen könnten.

Letzterer Eingriff gehört in den USA zu den Rennern. Bei der besagten OP werden die Grösse oder Form der inneren und äusseren Schamlippen verändert. Ebenfalls hoch im Kurs steht die sogenannte Vaginoplastie. Bei dieser wird - zum Beispiel nach einer Geburt - die Scheide verengt.

Jennifer Walden, Schönheitschirurgin und Sprecherin der amerikanischen Gesellschaft für ästhetische plastische Chirurgie, behandelt jede Woche auch zwei bis drei Patientinnen mit einem weniger invasiven Verfahren, genannt ThermiVa. Dabei wird die Vagina mit Hilfe von Hochfrequenz-Wellen verengt.

«Über die letzten drei, vier Jahre haben Eingriffe für Frauenprobleme stark zugenommen», sagt sie.

Grund für diese Entwicklung? Viele Frauen geben an, dass sie untenrum in engen Sportklamotten oder Badekleidung besser aussehen möchten.

Jennifer Walden glaubt, dass der Trend zur Intim-Enthaarung einen Teil zu dieser Entwicklung beiträgt, weil dadurch die betreffende Zone sichtbarer wird: «Die Anzahl der Frauen, die unten ganz ohne sind, die Brazilian Waxings machen lassen oder sich die Schamhaare per Laser entfernen lassen, ist gestiegen. Es ist in Mode. Als Folge davon sehen Frauen Dinge, die sie bislang nie wahrgenommen haben.» Auch die Bilder, die man aus den Pornos kennt, tragen ihrer Meinung nach dazu bei, dass Frauen vermehrt Hemmungen haben, wenn sie Bikinis, Yoga-Hosen oder enge Jeans tragen.

Trotzdem ist es aber nicht immer Eitelkeit, die Frauen zu einer Intim-OP treibt. Vergrösserte Schamlippen können beim Sex oder anderen Tätigkeiten Schmerzen verursachen oder eine grosse psychische Belastung darstellen. Und dass es heute gängiger ist, über derartige Operationen zu sprechen, macht es einigen Frauen vielleicht leichter, sich dafür zu entscheiden.

Trotzdem sollte sich jede Frau, die mit dem Gedanken spielt, sich unters Messer zu legen, bewusst sein, dass es sich um eine echte Operation, einen grossen Eingriff am Körper handelt, den man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Wichtig ist, einen Arzt an seiner Seite zu haben, dem man absolut vertraut und der auf eine Menge Erfahrung zurückblickt. Man sollte sich ruhig mehrere Mediziner ansehen, bevor man sich für einen entscheidet und sich genau erkunden, was der Eingriff beinhaltet, wie lange es voraussichtlich dauert, bis man sich wieder erholt und was bei der Nachsorge beachtet werden muss. (cm/gsc)

Publiziert am 02.11.2015 | Aktualisiert am 02.11.2015
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