Medizinische Sensation Forscher entdecken 25 neue Antibiotika

Von Tuberkulose bis zum Tripper: Immer mehr Keime sind gegen die bekannten Antibiotika resistent. Doch nun ist amerikanischen Wissenschaftler eine Entdeckung gelungen, die neue Hoffnung bringt.

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Gesundheit

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Das letzte wirksame Antibiotikum kam vor fast 30 Jahren auf den Markt. Seither forschte die Medizin vergeblich an neuen Mitteln, die es mit zunehmend resistent werdenden Bakterien aufnehmen können.

Wissenschaftler der Northeastern Universität in Boston ist nun allerdings ein vielversprechender Wurf geglückt: Weil sich viele Bakterien im Labor nicht züchten lassen, haben sie Keime im Erdboden kultiviert. Von Natur aus kommen dort unzählige Arten von Bakterien vor.

Die Forscher packten jeweils einen bestimmten Keim in eine speziell entwickelte Vorrichtung und vergruben das Ganze in einem ihrer Hinterhöfe. Als sie die Proben wieder ausgruben, testeten sie diese auf Chemikalien, die von den Bakterien produziert worden waren, und auf allfällige antibakterielle Substanzen.

Ergebnis: Die Wissenschaftler stiessen auf 25 neue Antibiotika. Eines davon, das sogenannte Teixobactin, ist das Vielversprechendste darunter. Bei Tests an Mäusen erwies es sich als tödlich für Bakterien, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind. Die Körperzellen der Tiere wurden davon jedoch nicht angegriffen.

Nun sollen möglichst bald Versuche am Menschen folgen, um zu sehen, ob das Teixobactin hält, was sich die Medizin davon verspricht.

Veröffentlicht wurde die Studie im Wissenschaftsmagazin «Nature». (gsc)

Publiziert am 08.01.2015 | Aktualisiert am 08.01.2015
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Multiresistente Keime (Bild) sind auf dem Vormarsch. Deshalb ist die neue Entdeckung so wichtig. play

Multiresistente Keime (Bild) sind auf dem Vormarsch. Deshalb ist die neue Entdeckung so wichtig.

Thinkstock

8 Kommentare
  • Hans  Meier aus Bern
    08.01.2015
    An alle : Das ist eine gute Nachricht und absolut kein Grund, gleich wieder Miesepeter zu spielen und rumzumotzen !! Also wirklich .....
  • Daniel  Rüegg aus Hombrechtikon
    08.01.2015
    Für alle die denken dass diese Produkte jetzt ebenfalls hemmungslos verschrieben werden könnten: Vergesst es gleich wieder. Diese Substanzen werden so schweineteuer sein, dass sogar die Krankenkassen 3 x leer schlucken wenn sie diese Therapien bezahlen sollen. Ergo kein Problem mit verbreitetem Einsatz, aber Leute in aermeren Ländern werden sich diese Substanzen gar nie leisten können.
  • Daniel  Rüegg aus Hombrechtikon
    08.01.2015
    Für alle die denken dass diese Produkte jetzt ebenfalls hemmungslos verschrieben werden könnten: Vergesst es gleich wieder. Diese Substanzen werden so schweineteuer sein, dass sogar die Krankenkassen 3 x leer schlucken wenn sie diese Therapien bezahlen sollen. Ergo kein Problem mit verbreitetem Einsatz, aber Leute in aermeren Ländern werden sich diese Substanzen gar nie leisten können.
  • Sergey  Makarov , via Facebook 08.01.2015
    Jetzt können unsere Ärzte ein neues allzweck Medikament bis zur Restistenz verschreiben.
  • Rolf  Staub 08.01.2015
    und dann werden diese Antibiotika wieder in ärmeren Ländern zu hohen Preisen verabreicht, um zu sparen nicht zu Ende geschluckt und schon wieder überleben ein paar Bakterien und die Antibiotika wirken bald nicht mehr. Oder/und ... siehe Post von Ha Meier