5 Tipps gegen Migräne Weniger Anfälle dank richtiger Ernährung

Amerikanische Forscher haben einen direkten Zusammenhang zwischen der Ernährung und Kopfweh festgestellt. Hier 5 hilfreiche Tipps, mit denen Sie den Schmerzen erfolgreich vorbeugen können.

Sick woman suffering from head ache play
Migräne und Kopfschmerzen kann man mit bewusster Ernährung vorbeugen. Thinkstock Images

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Wie häufig Migräne-Attacken auftreten, hängt damit zusammen, was der Mensch isst. Das sagt Vincent Martin, Kopfschmerz-Experte und Professor an der University of Cincinnati, USA. Zusammen mit Kollegen hat er in einer Übersichtsarbeit über 180 Studien zu diesem Thema analysiert. Hier die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit, die im Fachblatt «Headache: The Journal of Head and Face Pain» veröffentlicht wurde.

  • Morgen-Kaffee: Wer morgens gern und regelmässig Kaffee trinkt, sollte ihn nicht weglassen. «Der Entzug von Koffein ist einer der wichtigsten Auslöser von Kopfschmerzen», sagt Martin. Allerdings stelle auch zu viel Kaffee ein Risiko dar. Für Menschen mit Migräne liege das tägliche Maximum vermutlich bei nicht mehr als 400 Milligramm Koffein - das entspricht etwa drei bis vier Tassen Kaffee.
     
  • Nahrungsmittel-Zusätze: Auf Natriumglutamat sollte man dagegen lieber verzichten. Der Geschmacksverstärker gilt ebenfalls als Migräne-Auslöser. Er wird vielen verarbeiteten Nahrungsmitteln und Fertiggerichten zugesetzt, zum Beispiel Suppen, Snacks, Salat-Dressings oder Ketchup. Besonders stark wirke die Substanz, wenn sie Flüssigkeiten wie Suppen zugesetzt sei, so Martin. Auch ein anderer Nahrungsmittelzusatz, das Nitrit, das bei der Herstellung von Fleischprodukten wie Wurst oder Schinken eingesetzt wird, könne mit dem Auftreten von Migräne zusammenzuhängen.
     
  • Alkohol: Alkohol sei einer der meist genannten Migräne-Auslöser, so Martin. Insbesondere scheint dies für Wodka und Rotwein zu gelten. Besonders Weine mit einem hohen Histamin-Gehalt seien problematisch und sollten lieber gemieden werden.

  • Gluten: Eine glutenfreie Ernährung ist gemäss Martin nur sinnvoll, wenn die Kopfschmerzen durch Gluten-Unverträglichkeit verursacht werden.
     
  • Spezielle Ernährung: Sowohl eine Ernährung mit wenig Fett (Low Fat) als auch mit wenig Kohlenhydraten (Low Carb) kann der Studienlage zufolge Migräne-Patienten helfen, die Häufigkeit der Kopfschmerz-Attacken zu verringern. Werde der Verzehr von Kohlenhydraten extrem eingeschränkt, sollte dies aber nur mit ärztlicher Begleitung erfolgen, so die Forscher. Für Menschen mit besonders häufigen Migräne-Anfällen sei eine Ernährung mit viel Omega-3-Fetten am geeignetsten. Die Verwendung von ungesättigten Pflanzenfetten aus Mais, Sonnenblumen, Färberdistel oder Raps könne man beispielsweise durch Leinsamenöl umgehen, so Martin. (aponet)

    Hier stecken Omega-3-Fettsäuren drin

    Omega-3-Fettsäuren gelten allgemein als gesundheitsfördernd. Da der menschliche Körper sie selbst nicht produziert, müssen sie über die Ernährung aufgenommen werden. Sie stecken unter anderem in fetten Fischsorten (zum Beispiel in Lachs, Regenbogen-Forellen und Sardellen. Aber auch in Algen oder Gemüse wie Peperoni, Lauch, Sojabohnen und Spinat. Auch Walnüsse und Leinsamen sind vollgepackt mit den wertvollen Fettsäuren.

    Essen Sie Früchte und Gemüse!
Publiziert am 14.11.2016 | Aktualisiert am 16.12.2016
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2 Kommentare
  • Urs  Hagen 15.11.2016
    Triptane helfen am besten, auf keinen Fall Kopfschmerztabletten. Wer mit Ernährung zum Ziel kommt hat Glück gehabt.
  • Martina  Schongau aus Schongau
    14.11.2016
    Bei sehr vielen Migräne Patienten hilft basenüberschüssiges Essen.