Fakten-Check Warum zuviel Salz schadet – und wieviel pro Tag erlaubt ist

Sie gehören zu denjenigen, die das Essen immer nachsalzen? Hören Sie auf damit! Die kleinen weissen Körnchen sind nicht so harmlos, wie sie aussehen.

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Am besten verbannt man den Salzstreuer vom Tisch.
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Gesundheit

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Dass ein hoher Salzkonsum den Blutdruck erhöht und damit auch das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle steigt, ist lange bekannt.

Jetzt hat man herausgefunden, dass eine salzreiche Ernährung bei Heranwachsenden sogar die Pubertät verzögert. Und das wiederum kann auf lange Sicht die Fruchtbarkeit beeinflussen. Ausserdem kann zuviel Salz auch Verhaltensstörungen und eine niedrige Stressresistenz auslösen.

Die letzten Warnungen gegen eine zu salzreiche Ernährung stammen aus einer Studie der Universität von Wyoming, USA. Sie wurde auf dem europäischen Kongress für Endokrinologie vorgestellt. Als Endokrinologie bezeichnet man die Lehre von den Hormonen.

Die Forscher testeten die Wirkung unterschiedlicher Salzgehalte an jungen Ratten. Bei den an Salz über- respektive unterfütterten Ratten trat die Pubertät später als gewöhnlich auf. Daraus schlossen die Wissenschaftler, dass ein Organismus auf jeden Fall Salz benötigt, um die Pubertät einzuleiten. Und sie folgerten, dass durch die Verschiebung der Pubertät eines Menschen bei diesem später wahrscheinlich Fruchtbarkeitsprobleme auftreten werden.

 

Laut Weltgesundheits-Organisation essen Menschen auf der ganzen Welt zu viel Salz. Empfohlen wird eine Tagesdosis von 5 Gramm. Ist eine Mahlzeit entsprechend fest gesalzen, wird das Sättigungsgefühl unterdrückt und man isst mehr als normal.

Auch Mikrowellen- oder Fertiggerichte enthalten viel Salz. So hatten laut der Organisation «Action on Salt« 75 Prozent der von ihnen getesteten Tiefkühlpizzas einen Salzgehalt, der den der empfohlenen Tagesdosis übertraf.

Lesen Sie deshalb die Zusammensetzung der Nahrungsmittel genau durch:

  • Ab 1,5 Gramm Salz pro 100 Gramm Nahrung spricht man von einer salzreichen Speise.
     
  • Manche Hersteller verstecken die Salzangabe unter dem Begriff Natrium (gemeint ist Natriumchlorid). Hier liegt die Grenze bei 0,6 Gramm pro 100 Nahrungsmittel.
     
  • Produkte, die unter 0,3 Gramm Salz liegen, gelten als salzarm. (cm)
Publiziert am 21.05.2015 | Aktualisiert am 21.05.2015
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