BLICK erklärt die Mode-Schinderei Crossfit Nur was weh tut, tut gut

Der Mega-Trend in den Schweizer Fitnessstudios heisst Crossfit. Neue Studios schiessen aus dem Boden. Was bei Crossfittern zählt, der Schweiss muss fliessen.

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Gehört Drill zu einem guten Fitnesstraining?

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Ausatmen, tief in den eigenen Körper reinhören, das darf man bei diesem knallharten Ganzkörpertraining auch. Aber bitte erst am Schluss! Denn Crossfitter, Männlein wie Weiblein, stemmen Hanteln, wuchten Kettlebells, machen Klimmzüge und Liegestütze, zack, zack, bis zum Anschlag, bis es brennt.

Nach mindestens einer Minute scheucht der Trainer die Truppe zur nächsten Übung, eigentlich ist er aber eher der Drill-Kommandant. In Amerika machen sich Angehörige von Feuerwehr, Polizei und Army schon lange nach dieser Methode fit.

Jetzt aber ist Crossfit auch hierzulande der Mega-Trend. «In der Schweiz schiessen die Studios aus dem Boden», sagt Fitnesstrainer Alexander O. Huser (50), der Veranstalter der Fitness-Expo am Wochenende in Basel. Dort wird er die Quälerei in grossem Stil vorstellen.

Crossfit sei was für Leute, die von sich behaupten: «Hey, ich bin schon fit, aber jetzt will ich nochmal einen Zahn zulegen.» Motto: Zurück zum Eisen, der Schweiss muss fliessen. Die Altersgrenzen seien fliessend, auch 50-, 60-Jährige seien heute nicht mehr aus den Fitnessstudios wegzudenken, von denen viele viel zu fit sind für lasches Turnen mit dem Gymnastikball.

Ganz neu ist Crossfit nicht. Früher sagte man Intervalltraining dazu, aber «Old School à la Turnvater Jahn», so Huser, boome in jeder Hinsicht, sogar bei den Klamotten. «Echte Crossfitter tragen ihr altes Zeug, die kommen nicht wegen der Mode, die wollen es wissen.»

Musik gibt es übrigens auch nicht – völlig ungewohnt in der Branche. Das Streben nach unverfälschter Schinderei passt zum Zeitgeist, denn sie bringt in kurzer Zeit viel: «Mach zweimal die Woche Crossfit, dann fühlst du dich schon besser», sagt Huser. «Bei dreimal passiert richtig was.»

Parallel dazu seien aber auch die weicheren Körperertüchtigungsmethoden wie Yoga im Wachsen, «doch die Yogis wollen sich in ihrer eigenen Szene ausleben», sagt Huser. Immerhin gibts für die Dance-Fraktion schon was Neues, das Zumba ablösen könnte: «Kapow» für harte Frauen, das Dance Aerobic mit Einheiten zum Muskelkater-Bolzen verbindet.

Publiziert am 03.11.2015 | Aktualisiert am 05.11.2015
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5 Kommentare
  • Andreas  Heiniger 04.11.2015
    Nur so nebenbei, es gibt wohl kaum eine CrossFit Box in der keine Musik zum Training läuft. Und es ist nicht nur für "schon fite" gedacht. Alle können es mache, genau das gehört zum Grundkonzept von CrossFit, die Übungen werden individuell angepasst. Und es besteht auch nicht nur aus Intervalltraining ...
  • Victor  Fletcher aus Meilen
    04.11.2015
    Bürogummis, jetzt wisst ihr was zu tun ist! Wir Eisenleger brauchen so was nicht ...;-D
  • Gil-Dominique  Matthey , via Facebook 04.11.2015
    Das muss ich mir nicht antun, ich bleibe lieber beim guten alten Aerobic.
  • Alfred  Besserwisser aus Dinotopia
    04.11.2015
    Was uns nicht umbringt, macht uns härter. Gilt aber vorwiegend in jungen Jahren, im Alter würde ich dafür nicht mehr die Hand ins Feuer legen, wenigstens bei mir nicht!
  • OJ  Manbrook aus Zürich
    04.11.2015
    Das es bei Crossfit hauptsächlich darum sich in vielen verschiedenen Fitnessdisziplinen zu bewegen was der Name schon sagt, von dem steht hier kein Wort...