6 Fakten zu Internet-Apotheken Achtung! Tödliche Medikamente

Der Bund warnt vor Bestellungen bei Internet-Apotheken. Eine neue Studie beweist die Risiken.

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Wer Pillen online einkauft, lebt gefährlich.

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Gesundheit

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1. In der Grauzone
90 Prozent der Anbieter, die sich als se­riöse Internetapotheken geben, arbeiten illegal. Ihre Arzneimittel, die oft aus Asien stammen, vertreiben sie ohne Bewilligung.

2. Die Heilmittel-Polizei
Swissmedic, das Schweizerische Heilmittelinstitut, überwacht die Arzneimittel-Einfuhr in Zusammenarbeit mit Zoll- und internationalen Behörden.

3. Schlankheitsmittel
Aktuell hat Swissmedic 61 illegal importierte Schlankheitsmittel analysiert. Ein Mittel wurde sogar als lebensgefährlich eingestuft. Und mehr als die Hälfte der Produkte enthielt den Appetitzügler ­Sibutramin. Ein seit 2010 in der Schweiz verbotener Wirkstoff: US-Forscher wiesen in 34 Fällen den Tod durch Sibutramin nach.

4. Fälschungen
Forscher aus Kalifornien haben 17 000 gängige Medikamente geprüft. 41 Prozent waren gefälscht, teilweise ohne Wirkung oder lebensgefährlich. Die Forscher warnen auch vor dem Internethandel und verlangen eine internationale Überwachung. Laut Schätzung sterben weltweit jedes Jahr eine Million Menschen an ­gefälschten Medikamenten.

5. Machtlosigkeit
In der Schweiz gibt es noch keine rechtliche Grundlage, um den Internethandel zu unterbinden. Aber es ist verboten, aus dem Ausland grosse Mengen Arzneimittel zu importieren. Eine Privatperson darf höchstens einen Monatsbedarf einführen und betäubungsmittelhaltige Arzneien nur mit Arzt-Rezept.

6. Der Apotheker um die Ecke
Die Hälfte von 1212 befragten Schweizern holt sich Rat beim Apotheker – nicht im Netz.

Publiziert am 07.05.2015 | Aktualisiert am 07.05.2015
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4 Kommentare
  • Georg  Ritter 07.05.2015
    Klar, dass Swissmedic wieder mal "warnt" - leider aber ist die Warnung nicht differenziert. Denn es gibt z.B. indische Pharmafirmen, die ordentliche Generika herstellen. Wenn man weiss, wie man an diese rankommt, erhält man für wenig Geld Medikamente, gegen die nichts einzuwenden ist.
  • Markus  Baumann aus Pfäffikon
    07.05.2015
    Bei uns kostet eine Perskindol-Salbe 26.00 Fr. - in der Internetapotheke in Deutschland 9.60 Euro. Alles klar?
    • Dieter  Laser aus Centipede
      07.05.2015
      Korrekt. Hier wird bloss wieder mal wild von der CH Pharma und Apotheker Lobby in Zusammenarbeit mit Swissmedic plumpe Angstmacherei betrieben um die Kunden weiterhin zu massiv überteuerten Schweizer Preisen einkaufen zu lassen.

      Dabei ist Ihr Beispiel nur eines von Vielen: Paracetamol ist zB in UK 5-8x billiger zu haben. Weissgott kein 3t Welt Land!

      Dauernd wird über teure Gesundheitskosten gejammert. Hier könnte man mit simpeln Mitteln jährlich Milliarden sparen...aber eben. Lobby!
  • Sabine  Müller aus Freiburg
    07.05.2015
    könnt ihr bitte nennen, welche Schweizer Internet Apotheken seriös sind. ich habe gute erfahrungen gemacht mit Adler Apotheke und Zur Rose.