Windel-Fetisch Wenn der Sex nur mit Pampers klappt

  • Aktualisiert am 02.01.2012

ZÜRICH – Am Abend wickeln, am Morgen trockenlegen: Es gibt Menschen die darauf stehen, dass sie wie ein Baby gewindelt werden. Mehr zu diesem Phänomen gibts in Danias Sexkiste.

Das Knistern der Windel, der Duft von Babypopo-Creme: Das ist für sie Erregung pur. Von ihrer Freundin wünschen sich Männer mit Windelfetisch, körperhygienisch versorgt zu werden. Und das Höchste der Gefühle ist, wenn der Penis durch die Windel oder an der Windel vorbei stimuliert und erregt wird.

Fällt die Windel weg, wird der Sex dann aber oft sehr schwierig: Die Männer (sehr, sehr selten Frauen) können ohne die schützende «Hülle» meist nur noch mit sehr viel Fantasie-Aktivierung eine Erektion bekommen.

Ausserdem haben sie einen hohen Leidensdruck. Sie können kaum verreisen, da es sehr umständlich ist, das «Wickel-Zeugs» überall hin mitzuschleppen. Sie erleben sich als unmännlich und merken, dass sie nur einen kleinen Teil ihres sexuellen Potenzials nutzen können.

Einen Fetisch zu haben, ist weder pervers noch abnormal. Man kann ihn aber mit Hilfe einer Sexualtherapie verändern, sollte man sich dafür entscheiden. So kann aus dem Wunsch gepampert zu werden genussvoller Sex entstehen.

Die Expertin

Dania Schiftan ist BLICK-Autorin und lic. phil. Psychologin FSP. Sie arbeitet in Zürich als Sexualtherapeutin. In ihrer neuen Blick.ch-Kolumne «Danias Sexkiste» berichtet sie über Phänomene und Wissen aus der grossen weiten Welt des Sex.

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