Neue Studie Sozis haben weniger Sex

  • Publiziert: 23.07.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Marcel Zulauf

ZÜRICH – Linke Wähler sind tolerant, offen, aufgeschlossen. Aber offensichtlich lustlos. Bei Anhängern bürgerlicher Parteien gehts dagegen im Schlafzimmer zur Sache.

Muss man sich um linke Wähler Sorgen machen? Vor kurzem zeigte eine Umfrage bei 90000 Wählern in 70 Ländern, dass Linke häufiger unglücklich sind. Und jetzt liefert eine deutsche Studie einen möglichen Grund für die Unzufriedenheit: Sozis und Grüne haben weniger Sex als FDP-Wähler.

Wer Mitte-Rechts wählt, hat ein gesundes Sexualleben. Gemäss der Studie, die vom deutschen Polit-Magazin «Cicero in Auftrag gegeben wurde, geht es es bei liberalen Wählern mehr als 2 Mal in der Woche zur Sache. Wer seine Stimme den linken Parteien gibt, vergnügt sich dagegen durchschnittlich nur 1,5 Mal pro Woche im Schlafzimmer.

Rechte sind untreuer

Ist das Heimchen am Herd demzufolge die wilde Hausfrau im Bett? Stimmt nicht: Denn auch CDU/CSU-Anhänger haben nur wenig mehr Geschlechtsverkehr als ihre linken Nachbarn. Dafür steigen Mitte-Rechts-Wähler öfters in fremde Betten: 54 Prozent geben Seitensprünge zu. Vier Prozent mehr als bei den SPD-Wählern, den klassichen Erben der freizügigen 68er-Generation. Die sexuell zufriedenen Liberalen sind gemäss Befragung am treuesten.

Sexualforscherin Dania Schiftan hat die Bettgeschichten der Schweizer wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Die politische Ausrichtung hat sie dabei zwar nicht untersucht. Sie meint aber: «Vielleicht haben konservative Menschen ihr Liebesleben eher geregelt: Zweimal die Woche gibts Sex. Aber da stellt sich dann die Frage von Quantität und Qualität.»

Und wer guckt Pornos?

Quantität weisen linke Wähler beim Pornokonsum aus: Sie liegen mit 17 Prozent regelmässiger Konsumenten deutlich vor den anderen Parteigängern.

BLICK-Sexberaterin Eliane Schweitzer: «Bürgerliche Werte stehen für Recht und Ordnung. Vielleicht meinen diese Wähler, wenn der Sex recht ordentlich ist, ist er auch gut.» Da brauchts keine Pornos als zusätzlichen Kick.

Die Ergebnise der Studie dürften vor allem Guido Westerwelle und seine FDP beflügeln. Für die liberalen gibts einen heissen Wahlkampf. Im wahrsten Sinn des Wortes: Westerwelle kann befriedigt das Zünglein an der CDU-SPD-Waage spielen.

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