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Das Klischee: Hart und feucht werden, orgastisch Lust erleben — Sex ist für die meisten eine naturgegebene Sache. Etwas, das einfach zu funktionieren hat. Entweder hat man das Zeug zur Ekstase oder dann halt eben nicht.
Das sagt dazu BLICK-Expertin Dania Schiftan: Wer darauf vertraut, dass der Sex einfach so klappen muss, kann keine sexuellen Höhenflüge erwarten. Das ist, als spiele man auf einem Musikinstrument stets die gleiche Melodie. Ein Hochgenuss? Befriedigend? Kaum. Daran ist weder die Partnerin schuld noch eine gewisse Routine, die sich mit der Zeit einschleicht. Denn: Meistens hat man einfach einen Übungs- und Lernstopp eingelegt.
Ja: Sex hat tatsächlich sehr viel mit Lernen zu tun. Die Rede ist keinesfalls von Körperverrenkungen à la Kamasutra, sondern von einfachen Berührungen und Bewegungen. Denn bis diese intensiv gespürt und als sexuell erregend erlebt werden, brauchts viel Übung. Kinder beispielsweise üben von Geburt an, sich sexuell zu erregen – ohne Absicht. Sie spielen mit ihrem Körper und ihren Geschlechtsteilen wie auf einem Musikinstrument. Die Melodien, die sie klimpern, klingen zunehmend besser und machen immer mehr Spass.
Doch auch für Erwachsene gilt: Wer offen und neugierig ist, neue Berührungen und Bewegungen auszuprobieren, und sie nicht schon nach den ersten Versuchen verwirft, übt sich darin, die Tür zu neuen sexuellen Hochgenüssen zu öffnen. Das geht auch zu zweit, indem ein Paar gemeinsam erforscht, was Lust und Spass macht beim Sex.