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Frauen werden durch gängige Pornos wenig bis gar nicht angeregt. Wir mögen halt keinen perfekten (Silikon-)Körpern zusehen, die sich in billigen Fummeln und schlechtem Styling dauerbumsen. Kaum hat die Szene begonnen, liegen die Darsteller wild stöhnend aufeinander. Danach die übliche Genitalschau. Eine komplette Überrumpelung der Zuschauerin!
Visuelle Reize sind für Frauen nicht ausreichend
Nein, Hochleistungs-Akrobatik beflügelt uns wenig. Stattdessen wollen wir echte Erregung sehen. Erst das Knistern und die Leidenschaft zwischen den Akteuren beflügeln unsere Fantasien. Das hat einen Grund: Männer sprechen naturgegeben schnell auf visuelle Reize an. Grosse Brüste – und schon kommt Lust auf. Frauen aber reichen solche Bilder allein meist nicht aus. Sie müssen damit eigene Träume oder Erlebnisse verknüpfen können, erst dann sprudeln die Glückshormone.
Was übrigens den Pornostars weit mehr Präsenz abverlangt als in gewöhnlichen Männerfilmen: In einer Szene, in der die Schauspielerin beispielsweise ausgiebig geleckt wird, soll zwar deren Geschlecht zu sehen sein – aber auch das Gesicht des Mannes, der die Szene geniesst. Das macht Frauen an, und nicht knüppelhartes Stehvermögen.
Die Sinnlichkeit der Bilder ist entscheidend
Natürlich sind die Porno-Vorlieben der Frauen sehr vielfältig. Produzenten kommen trotzdem oft zum Fehlschluss, dass sich Frauen mit einer Prise eingestreuter Romantik zufrieden geben. Vergesst das! Es darf durchaus hart zur Sache gehen. Entscheidend ist einzig die Qualität und Sinnlichkeit der Bilder.
Was ebenfalls zählt: Schauspielerinnen sollten nicht zu perfekt gebaut sein, Männer dafür umso schöner. Vor allem gepflegt müssen sie wirken – halt anders als das, was viele Frauen im Schlafzimmer antreffen.
Zu guter Letzt: Frau möchte mit gutem Gewissen zusehen und miterleben können. Will heissen: Ein guter Porno sollte den Anforderungen von «Max Havelaar» entsprechen: gute Bezahlung für die Porno-Truppe, faire Behandlung und einen sorgfältigen Umgang mit der Gesundheit.